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Colonial Viper Mk.II

Battlestar Galactica Shadowbox

von Harry Brunner (1:32 Moebius Models)

Colonial Viper Mk.II

Battlestar Galactica ist eine Neuauflage des Science-Fiction-Klassikers Kampfstern Galactica von 1978, die ab 2003 im Auftrag des amerikanischen SciFi-Channels produziert und ausgestrahlt wurde. Ab 2005 war sie ebenfalls im deutschen Fernsehen zu sehen. Die junge, amerikanische Firma Moebius kündigte ungefähr im Frühjahr 2010 diverse Modelle zur TV-Serie an, welche ich natürlich als Fan der Serie haben musste. Beinahe zeitgleich kamen natürlich diverse Zurüstsätze auf den Markt, nach einigen Forumbesuchen war klar, dass ein Teil dieser Zusatzteile auch zu mir finden würde. 

Colonial Viper Mk.II

Mittlerweile werden die Bausätze in einer neuen Verpackung von Revell in Europa vertrieben, zu einem sehr günstigen Preis und mit teilweise erweiterten Decalbögen. Die Qualität der drei verwendeten Bausätze, der Galactica und der beiden Viper, würde ich mal als gut bis sehr gut bezeichnen, mit kleinen Abstrichen. Zum Beispiel außen liegende Produktbezeichnung oder Klebenähte quer durch die Panellines bei der MK7, aber nichts Tragisches. Der Gesamteindruck passt jedenfalls. Hier nun die Modelle einzeln mit einem Baubericht, im allgemeinen wurden Acrylfarben der Fa. Blackhat Miniatures, die ehemaligen Warhammer/Citadel Farben, verwendet.

Colonial Viper Mk.II

Colonial Viper Mk.II

Die Viper Mk.II, der Standardjäger der zwölf Kolonien, beinhaltet 49 Bauteile aus weißem Kunsstoff, Klarsichtteile für Cockpithaube, "Dradis" (Radarbildschirm), den Aufsteller und eine schöne Pilotenfigur aus Resin. Selbige ist in der Revellversion durch den Spritzling aus dem Mk.VII Kit ersetzt worden, deshalb aber nicht schlechter. Begonnen wurde mit dem Cockpit, wie bei Flugzeugmodellen üblich. Ich habe hier alle, zugegeben schönen, erhabenen Details abgefeilt und geschliffen, um das Ätzteilset von Paragrafix zu verwenden. Entsprechend den Ätzteilen wurden noch Löcher in die Cockpitwanne für die Beleuchtung gebohrt. Da hier auch sogenannte Backlightfilms beiliegen, also Folien von hinten zu beleuchten, sollte man die Ätzteile für die Bildschirme erst bemalen und dann einbauen.

Colonial Viper Mk.II

Ich konstruierte aus Plastikstreifen eine kleine Wanne, die mit Alufolie ausgeklebt wurde und außen an die Cockpitwanne geklebt wurde. In diese Wanne klebte ich die entsprechenden LEDs und habe diese gleich mit den drei LEDs für die Triebwerke und der passenden Buchse verdrahtet. Bemalt wurde das Ganze mit unterschiedlichen Grautönen von Citadel. Die Pilotenfigur ist ein Kapitel für sich, was die Farbgebung des Overalls betrifft. Im TV ist es ein gold-grün schimmerndes Latex? Ich mischte halt solange Goblin Grün und Gold zusammen, bis ich dem Eindruck der Serie nahegekommen bin, Versuch macht klug... Der Rest der Figur ist klassisches Figurenmalen mit diversen Acrylfarben nach Fotos aus der Serie.

Colonial Viper Mk.II

Der Rumpf besteht aus dem, wie bei Flugzeugmodellen üblich, längs geteiltem Vorderteil, einem Unterteil, den seitlichen Triebwerken und einer Heckplatte. Bevor nun das Cockpit in seinen Platz im Vorderrumpf geklebt wurde, schnitt ich noch den Teil, der einen Durchblick verhindern soll, vorsichtig ab. Dies geschah, weil es für mich so einfacher war, die ganze LED Geschichte unterzubringen und auch die Lackierung ging einfacher. Im Zuge dieser Umbauarbeit wurden auch gleich die Schubdüsen, welche mit der Heckplatte mitgegossen sind, abgeschnitten, um auch hier die Lackierung zu vereinfachen.

Colonial Viper Mk.II

Der restliche Zusammenbau erfolgte beinahe nach Plan, lediglich die überlappenden Klebelaschen der Tragflächen habe ich soweit gekürzt, dass nichts mehr der Verkabelung im Weg ist. Einige Beschussschäden wurden noch mit Dremel und Feile imitiert, die offen liegenden Avionik bzw. Triebwerksteile zum Teil durch die Ätzteile, zum Teil durch diverse Drahtstücke detailliert. Nachdem alle Klebenähte verspachtelt und verschliffen waren (jaja das ist wahrlich kein Schüttelbausatz à la Tamiya) kam endlich Farbe auf's Modell.

Colonial Viper Mk.IIColonial Viper Mk.IIColonial Viper Mk.IIColonial Viper Mk.IIColonial Viper Mk.IIColonial Viper Mk.IIColonial Viper Mk.II

Colonial Viper Mk.II

 

Da ich die ominöse Salzmethode für Lackabplatzer ausprobieren wollte, kam als erste Farbe Tamiya Titanium Silber auf das Ding. Nachdem diese gut durchgetrocknet war, versuchte ich besagte Salzgeschichte. Dazu auf den Stellen, wo die Farbe weg soll, feuchtes Salz oder auch Kristallzucker aufbringen, trocknen lassen, danach überlackieren. In diesem Fall Glanzweiß von Tamiya. Nachdem diese Lackschicht trocken ist, das Salz wieder befeuchten und vorsichtig abkratzen, z.B. mit einem Borstenpinsel. Sieht sehr überzeugend aus und ist kein Riesenaufwand.

Jetzt die Decals, der entschieden große Minuspunkt, diese zerbröselten schon beim Anschauen. Nachdem die Zeit bis zur "GoMo" nicht mehr für eine Ersatzbestellung reichte, habe ich versucht, dieses Manko so gut wie möglich zu kaschieren, außerdem sollte die Maschine ohnehin stark abgenutzt aussehen. So fiel das nicht so ins Gewicht, war aber sehr zeitaufwändig, ich hätte die roten Streifen vielleicht doch lackieren sollen. Versiegelt wurde die Maschine mit Fußbodenpflege, während diese trocknete kümmerte ich mich um die Düsen.

Colonial Viper Mk.II

Da beim Cockpitätzteilsatz auch Triebwerkseinsätze plus Backlightfilm für beleuchtete Modelle bzw ein zweiter Satz für unbeleuchtete beiliegen, musste zuerst das Originalteil herausgeschliffen werden. Eine ziemliche Fummelei, aber das Endergebnis ist schon ohne Licht top! Lackiert wurde zuerst Seidenmatt Schwarz aus der Dose, Trockenmalen mit Gunmetal, Chainmail und als Highlight Silber. So wurden auch die sichtbaren Teile der Avionik im vorderen Rumpf und der Triebwerke behandelt. Nachdem endlich alles Trocken war und zusammengebaut, auch das Licht funktionierte, wurde die ganze Maschine so richtig versaut mit stark verdünnter Acrylfarbe (Anthrazit), an einigen Stellen auch mit Trockenmalen. Licht funktioniert, also auf zum nächsten Modell!

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Colonial Viper Mk.II

 

Harry Brunner

Publiziert am 10. November 2014

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