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Yamaha YZR-M1

'04 No.46/No.17

von Kai Maier, 16 Jahre (1:12 Tamiya)

Yamaha YZR-M1

Zum Original:

Nachdem er sich die 2003er Fahrermeisterschaft, seine dritte Weltmeisterschaft mit Honda in Folge, geholt hatte, schockte der Spitzenfahrer Valentino Rossi die Renn-Welt mit der Ankündigung, dass er in der 2004er Saison zum Konkurrenten Yamaha wechseln werde. Für das Yamaha-Team war Rossis Unterschrift nicht die einzige große Änderung 2004, auch die YZR-M1 hatte sich in der Abwesenheits-Saison einer Menge Feintunings-Maßnahmen unterzogen, größere Änderungen umfassten einen neu konstruierten, umgekehrten Schwingarm und einen noch steiferen Doppelholm-Deltakasten-Aluminiumrahmen. Die Traktion und das Ansprechen der Achse wurden durch Änderung der Zündreihenfolge des bärenstarken 990er Kubik wassergekühlten 4-Zylinder Reihenmotors nochmals wesentlich verbessert. Die mit Spannung erwartete erste Runde der 2004er Saison erregte höchstes Interesse bei den Medien, da die Motorsportwelt gebannt auf die neue Kombination Yamaha-Rossi und ihren Kampf gegen die übermächtigen Honda RC 211 V schaute. Der erste Erfolg für Rossi stellte sich bald ein, indem er im Qualifying die schnellste Runde fuhr und sich die Pole-Position holte. In den Eröffnungsrunden des Finales schlugen Rossi und Hondas Max Biaggi sowie Sete Gibernau ein Höllentempo an und zogen schnell dem übrigen Feld davon. Gibernau konnte schließlich nicht mehr mithalten, so dass sich Rossi und Biaggi ein leidenschaftliches Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten. Am Ende des Rennens war die karierte Flagge für Rossi vorbehalten, was Yamaha zum ersten Sieg seit dem 2002er GP von Malaysia verhalf. Da Rossi seine Siegesserie in Italien, Catalunya, den Niederlanden, Großbritannien und Portugal fortsetzte, konnte er schon Mitte der Saison an einen historischen, vierten Fahrertitel in Folge hinschnuppern.

Yamaha YZR-M1

Zum Modell:

Tamiya liefert bei diesem brandneuen Bausatz alles was dazugehört. Super Gummireifen, viele Metallschrauben inkl. Schraubendreher, einen Schlauch um die Kabel authentisch darzustellen, das YAMAHA-Logo extra als Klebebild und einen Decalsatz von Cartograf mit super Decals.

Yamaha YZR-M1

Wie immer gestaltet sich der Zusammenbau sehr einfach, "das Motorrad baut sich fast von alleine". Allerdings sollte die Reihenfolge der Bauanleitung peinlichst genau eingehalten werden um Komplikationen zu vermeiden.

Yamaha YZR-M1

Lackiert wurde mit Revell-Farben mittels Airbrush. Detailbemalungen wurden mit dem Pinsel durchgeführt. Viele Teile wurden bereits vor dem Zusammenbau, noch am Gußast lackiert, da dieser als ganzes erheblich einfacher zu handhaben ist, als die einzeln lackierten Teile.

Yamaha YZR-M1

Yamaha YZR-M1

Der Modellbauer bekommt hier 2 Versionen des Motorrads, einmal die Nummer 46 mit Valentino Rossi als Fahrer, und einmal die Nummer 17 mit Norick Abe als Fahrer zur Auswahl. Ich entschied mich für die Nummer 46, da mir diese am späteren Modell besser gefällt.

Yamaha YZR-M1

Zu den Decals kann gesagt werden: Allererste Sahne! Super, ein Decalbogen fast schon in DIN A5 Größe und bis zum Rand mit allerlei Logos und Markierungen bedruckt. Die Abziehbilder lassen sich einwandfrei verarbeiten und die Qualität ist auch sehr gut.

Yamaha YZR-M1

Der Modellbauer sollte doch einiges an Erfahrung mitbringen wenn er dieses Modell bauen möchte, da die Exakte Decalanbringung und die Bemalung einem schon einiges an Können abverlangen.

Yamaha YZR-M1

Vielleicht schrecken immer noch zu viele Leute vor den zum Teil horrenden Preisen von Tamiya zurück, was bei diesem Modell allerdings kein Argument ist. Das Modell ist absolut sein Geld wert, wer sich in dieses Bike verliebt hat und nicht den stolzen Ladenpreis prellen möchte, sollte ab und an in Internetauktionshäusern vorbeischauen, wo das Modell mittlerweile ca. 10 Euro billiger als der LVP gehandelt wird.

Yamaha YZR-M1

Yamaha YZR-M1

Immer wieder schön sind Tamiya´s Motoren. Und immer wieder Schade ist es, dass von ihnen im fertigen Zustand nicht mehr viel zu sehen ist. Ein kleines Wunderwerk, das bequem in einer Hand Platz findet, aber aus 25 Teilen besteht.

Yamaha YZR-M1

Ebenfalls ein kleines Wunder...der Auspuff.

Yamaha YZR-M1

Und noch einmal ohne Verkleidung.

Yamaha YZR-M1

Alles in allem kann ich sagen, dass der Bau sehr viel Spaß bereitet hat, wobei der Alltagsstress schnell vergessen ist. Dieses Modell darf in keiner Motorradsammlung fehlen und bereitet auch Nicht-Motorrad-Modellbauern, die sich in dieses Motorrad verliebt haben große Freude.

Kai Maier, 16 Jahre

Publiziert am 08. April 2005

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