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Saunders Roe Nautical 4

Hovercraft

von Carsten Haake (1:144 Airfix)

Saunders Roe Nautical 4

Der Bausatz und das Original haben mich schon lange fasziniert, hatte ich doch die Gelegenheit 1990 mit dieser Hoverlloyd-Fähre den Kanal zu überqueren. Ab 1968 wurde der Pendelverkehr über den Kanal von Ramsgate nach Calais aufgenommen. Zunächst waren es vier, später dann sechs Fahrzeuge. Jeweils die Hälfte wurde in den Farben von Hoverlloyd und die anderen von der British Rail Tochter Seaspeed betrieben. Mit einem Maximalgewicht von 320t schaffte es eine Fähre den Rekord für eine Kanalüberquerung auf bis heute unerreichte 22 min zu drücken! Nicht ganz unschuldig daran waren die vier RR-Turbinen mit einer Einzelleistung von 3400 PS. Trotz Kostendeckung wurde der Verkehr im Jahr 2000 aufgrund von Ersatzteilproblemen eingestellt.

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So lag der große Karton mit der Neuauflage schon einige Jahre auf dem Schrank. Airfix bot schon 1973 diesen Bausatz im Maßstab 1:144 mit zwei Decalvarianten an. Immer wieder habe ich darüber nachgedacht, wie man das Luftkissenfahrzeug schwimmfähig macht und mit RC-Antrieb versehen kann. Hier nun meine Lösung:

Nach dem Öffnen der Schachtel und dem Sortieren der Gussäste stellt man fest, dass der ganze Bausatz nicht größer als ein Frühstücksbrettchen ist. Da war wohl noch eine andere Vorstellung von 1973 in meinem Kopf. Airfix hat die eine Hälfte des Fahrzeuges mit Klarsichtteilen und einem durchsichtigen Dach vorgesehen. Das wäre ja nicht so schlimm, wenn nicht die ganzen aufgesetzten Gravuren auf der einen Dachhälfte fehlen würden. Aber nach dem Lackieren fällt es nicht mehr so auf, oder? Zudem war das Dach verzogen und wollte irgendwie über die vier von mir vorgesehenen Schrauben nicht richtig halten. Ich möchte aber den Zugang zum Inneren frei halten, falls mal was an der Beleuchtung oder an den Motoren zu reparieren ist.

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Die Motoren haben 4 mm Durchmesser und werden mit 1,5V über einen eigenen Fahrtenregler angesteuert. Die Pods sind beweglich wie die Ruder auch, haben aber keinen Servo erhalten. Irgendwann muss auch mal Schluss sein. Die Beleuchtung besteht bei mir nur noch aus LEDs, ich brauchte noch nie eine ersetzen. Auch die winzigen Positionslampen und die Topplaterne kann man bei einem Elektronikhandel bekommen. Der ganze Kabelbaum geht dann unter das Boot in die Auftriebsbox. Diese ist eigentlich ein Schiffchen für sich und beinhaltet alle RC Komponenten wie Empfänger, zwei Fahrtregler, Servo, Motor und Akku. Zugeklebt über einen Deckel ist sie wasserdicht und es schauen nur die vier Kabel zur Beleuchtung und zu den Motoren heraus. Der Bausatz selbst ist dann nur noch wie ein Dummy aufzusetzen und los geht's übers Wasser mit Hilfe einer schlichten Schiffsschraube...und ich weiß, was sich jetzt jeder fragt: Kann sich das Hovercraft auch nur mit den Propellern bewegen...? Nein, dazu sind die schmalen Propeller zu schwach. Übrigens: Das schöne Deckelbild macht sich inzwischen sehr gut in einem Bilderrahmen an meiner Bürowand!

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Carsten Haake

Publiziert am 15. Oktober 2013

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