Airbus A3211000 Jahre Österreich oder Famous Facesvon Bernhard Schrock (1:144 Revell)
Viel zu selten finden Bausätze ihren Weg in die Händlerregale, die einen herausragenden Abziehbilderbogen enthalten. Der Bausatz des A321 von Revell mit den Sondermarkierungen der Austrian Airlines gehört zweifelsfrei dazu.
Sehr lobenswert ist es, wenn bei den Airlinern dieses Maßstabs die Fenster durchbrochen dargestellt werden. Es ist allerdings erforderlich die Fenster zu verglasen und auch hier fiel mir etwas brauchbares ein. In der Tat sieht das "verglaste" Ergebnis im Vergleich mit Fenstern aus schwarzen Abziehbild-Symbolen wegen der Tiefe sehr viel realistischer aus. Die Beschreibung dieser Technik werde ich wohl in ferner Zukunft in Worte fassen. Im Fall dieser Markierungsvariante stellten jedoch die durchbrochenen Fenster ein Hindernis dar und mussten verschlossen werden. Bewusst habe ich an dieser Stelle den Ausdruck „verspachtelt“ umgangen, da der Spachtel tunlichst vermieden werden sollte. Mikrobaloons (alternativ gehts auch mit Backpulver) sowie extrem flüssiger Sekundenkleber stellten hierbei die bessere Wahl dar, da sie während des Trocknens nicht schrumpfen.
Besonders in diesem Maßstab machen sich Kleinteile wie Pitotrohre, Antennen, Scheibenwischer und Positionslichter bezahlt. Auch bei dem A321 kann man auf die Ätzplatine von Skyline Decals für die Boeing 737-300 (Nr. SKY144-43B) zurückgreifen.
Die Suchmaschine Namens www/Airliners.net besteht aus einer Datenbank mit mehreren Zehntausend Fotos. Suchkriterien wie Typ, Airline, Klasse (classic airliner oder cargo) und Schema (standard oder colorfull) können vorgewählt werden. Nach dem Eingeben von „A321“, „Austrian Airlines“, „classic“ und „colorfull“ findet die Suchmaschine so um die 3 Dutzend Fotos und um 12 betreffen dabei unser Flugzeug.
Am Spritzling sind zwei Triebwerksvarianten enthalten, um die Markierung verschiedener Airlines Rechnung zu tragen. Um den Modellbauer nicht zu verwirren, werden der Version entsprechend seitens Revell die überflüssigen Triebwerke vom Spritzling entfernt. Im Falle der ersten Auslieferungsserie wurden leider die richtigen Triebwerke entfernt. Der Bauplan beinhaltet die falschen Triebwerke, der Bemalungsplan jedoch die richtigen (Konus der Schubdüse ragt aus dem Gehäuse heraus). Sollten Sie im Besitz eines frühen Bausatzes sein (so wie ich), hilft die Abteilung X. An dieser Stelle sei noch mal ein Dank an Revell für die schnelle und vor allem kostenlose Nachlieferung der richtigen Triebwerke samt neuem Bauplan ausgesprochen.
Bernhard Schrock Publiziert am 03. Mai 2005 © 2001-2012 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum |