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de Havilland DH 106 Comet

BOAC

von Marco Coldewey (1:144 F-RSIN)

de Havilland DH 106 Comet

Infos zum Original

Nachdem der 2. Weltkrieg die Strahltriebwerke für Flugzeug hervorbrachte, startete schon bald das Rennen, um diese Technologie für den zivilen Sektor zu nutzen. In den USA waren dies Boeing und Douglas, auf europäischer Seite der britische Vertreter de Havilland. Mit Hilfe der als BOAC bekannten British Overseas Airways Corporation wurde die Comet entwickelt. Sie war ein eher kleines Flugzeug, welches die Triebwerke in den Flügelansätzen untergebracht hatte. Als Triebwerk diente das hauseigene Ghost Aggregat, es ging aus dem Goblin Triebwerk hervor, welches Mitte der 1940 Jahre entwickelt wurde. 1952 wurde die Comet in Dienst gestellt, Jahre vor der Boeing 707 und der Douglas DC-8.

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Kurz nach der Indienststellung folgten jedoch einige unerklärliche Abstürze der Comet. Der erste Totalverlust ereignete sich in Rom, also eine Comet beim Start über die Bahn hinaus schoss und zerstört wurde, dabei gab es nur zwei Verletzte. 1953 gab es den ersten tödlichen Unfall, als eine Comet der Canadian Pacific Airlines nach dem Start in Karachi bei schlechtem Wetter abstürzte und alle elf Insassen ums Leben kamen. Es stellte sich heraus, dass bei beiden Unglücken das Flugzeug nach dem Start überzogen wurde und es deshalb zum Absturz kam.

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Am 02.05.1953 explodierte eine Comet der BOAC sechs Minuten nach dem Start in Kalkutta. Alle 43 Personen starben. Das Unglück blieb zunächst ungelöst. Anfang 1954 war wieder Rom der Schauplatz eines Absturzes, als eine Maschine der BOAC in der Luft auseinanderbrach und ins Mittelmeer stürzte. Ein kurzzeitiges Flugverbot wurde verhängt und der Betrieb kurz danach wieder aufgenommen, obwohl die Ursache weiter ungeklärt war. Nur drei Monate später ereignete sich ein ähnliches Unglück vor der italienischen Insel Strombolis.

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Nach einen aufwändigen Test in einem Wasserbecken, in dem die verschiedenen Druckveränderungen während des Fluges simuliert wurden, stellte sich heraus, dass an den Ecken der Fenster Ermüdungsbrüche auftraten, die das Flugzeugen durch die explosive Dekompression bersten ließen. Es war einfach die mangelnde Erfahrung mit Flügen in solchen Höhen.

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De Havilland entwickelte die Comet zwar weiter und versuchte wieder Fuß zu fassen, jedoch war der Ruf nicht mehr herzustellen. Auch hatte die Konkurrenz aus Amerika mit der 707 und der DC-8 größere und leistungsfähigere Maschinen gebaut.

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Dieses Debakel führte dann auch zum Niedergang der de Havilland Aircraft Company. Die kanadische Tochter produzierte Jahre später noch erfolgreich zivile Flugzeugmuster und gehört nun, nach sechs Jahren unter der Führung von Boeing, zu der Bombardier Aerospace Gruppe.

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Infos zum Bau

Ich wollte mal ein Modell von F-Rsin bauen. Die Comet hat zudem eine durchaus interessante Geschichte. Der Bausatz ist ein short-run SpritzgussKit, die Teile bedürfen recht großer Nacharbeit. Mit dem nötigen Elan ist jedoch am Ende ein brauchbares Modell zu bauen. Für die metallenen Flächen nutzte ich Mr.Color Super Metallic von Gunze.

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Marco Coldewey,
modellbau.mc84.de

Publiziert am 30. Oktober 2017

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