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Wright Flyer

von Frank Barkhofen (1:72 Aerobase)

Wright Flyer

Durch den Bau der Eduard Stripdowns war mein Interesse an dieser Art geätzter Modelle geweckt, was natürlich auch meiner Gattin nicht verborgen blieb. Bei einem Besuch des Lilienthal-Museums in Anklam haben wir im dortigen Museumsshop Bausätze des japanischen Herstellers Aerobase entdeckt. So kam es dann, daß ich beim darauffolgenden Weihnachtsfest den Wright Flyer von Aerobase in 1:72 in den Händen hielt.

Wright Flyer

Der Bausatz ist eine wunderbare Sammlung von geätzten Platinen und einigen Weißmetallteilen (z.B. Motor und Pilot), bei der das einzige Kunststoffteil die beiliegende schwarze Grundplatte ist. Ein schwarzer Faden, ähnlich einem Sternzwirn, soll zur Verspannung benutzt werden. Die Anleitung ist größtenteils in Japanisch, aber die 3D-Skizzen genügten mir zum Bau.

Wright Flyer

Auch bei diesem Modell habe ich die Ätzteile weitgehend zu Baugruppen verlötet, was durch das sehr dicke Messingmaterial (im Vergleich zu den Eduard Modellen) ein sehr stabiles Modell ergab. Die Holzteile des Originals wurden durch Ölfarben auf sandgelber Acrylfarbe (Airbrush) dargestellt, Kleinteile per Pinsel bemalt. Auch das Fahrrad (in Anspielung auf die Fahrradwerkstatt der Gebrüder Wright) und die Startschiene waren enthalten.

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Für die Darstellung der Verspannung und Steuerseile (der Flyer hatte keine Querruder, sondern wurde durch Verwindung gesteuert) sind Löcher und eine Art Klemmzapfen an den Ätzteilen enthalten. Ich habe allerdings nicht den beiliegenden Faden, sondern "unsichtbares Nähgarn" in Schwarz benutzt und das Garn zusätzlich verklebt.

Wright Flyer

Als nach Anleitung alle Spann- und Steuerseile eingezogen waren, blieben am Modell immer noch Zapfen und Durchbrüche übrig?! Das machte mich stutzig und ich begab mich auf die Suche nach weiterem Vorbildmaterial. Am Ende halfen mir Anleitungen zu Modellen in größeren Maßstäben weiter, die Verspannung zu vervollständigen. Es zeigte sich, daß das Modell eine komplette naturgetreue Verspannung ermöglicht, nur hat man das den Modellbauern wohl nicht zugetraut und so in der Anleitung reduziert.

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Fazit

Es ist ein schönes Modell geworden, welches gut die Konstruktion des ersten Motorflugzeuges darstellt. Nur einige wenige Teile, z.B. der Auspuff, werden durch die flachen Ätzteile weniger schön dargestellt. Das Modell kann wegen der stärkeren Messingbleche auch einem Beginner der Thematik Ätzteile empfohlen werden.

Wright Flyer

Frank Barkhofen

Publiziert am 26. November 2019

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