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Tupolev Tu-154M

DDR-SFB, Interflug 1989

von Jürgen Mark (1:100 VEB Plasticart)

Tupolev Tu-154M

Das Original:

Nur (fast) ganz kurz, man findet heutzutage eh alles im www…. Die NVA entschied sich 1988 für die Anschaffung zweier Mittelstreckenverkehrsflugzeuge Tu-154M, die im TG44 (auch Regierungsflieger genannt) in Marxwalde stationiert wurden. Beide Maschinen hatten sogenannte Salon-Ausstattung mit 57 Sitzen, was nachträglich flexibel bis 105 Plätze umgebaut wurde. Beide Maschinen hatten volle Interflug-Bemalung und zivile Registrierung. Die erste Maschine (DDR-SFA) wurde am 16.05.1989 in Dienst gestellt, flog ab 03.10.1990 als 11+01 weiterhin für die Regierung und wurde ab 1993 in Dresden für „Open Sky“ umgebaut. Nach dem Absturz der 11+02 wurde der Umbau abgebrochen und die Maschine nach Bulgarien verkauft. Die zweite Maschine (DDR-SFB) wurde am 18.09.1989 in Dienst gestellt, flog ab 03.10.1990 als 11+02 weiterhin für die Regierung und wurde ebenfalls ab 1993 in Dresden für „Open Sky“ umgebaut. Diese Maschine wurde zuerst fertig und flog ab 19.04.1995 erste Einsätze für die „Open Sky“-Missionen. Am 13.09.1997 kam es zu dem tragischen Absturz vor Namibia nach Kollision mit einer C-141B der USAF, der 33 Menschen das Leben kostete.                                                                                           Quelle: Flieger-Revue 03/2001

Tupolev Tu-154M

Mein Modell:

Ich hatte die Tu 154 schon einmal gebaut – mit kleinen Kinderhänden...     Mein Modell musste sehr viel einstecken – bespielt (war ja relativ robust), umlackiert auf IF-Schema, runtergefallen und zerbrochen, wieder repariert und später Erprobungsträger und Teilespender. Nach Abschluß des Neubaus wurde es dann mit allen Ehren in der Tonne beerdigt…

Der Neubau (2010/11): Ich hatte mir in der Onlinebörse die alten Plasticart-Modelle von der Tu-154 und Tu-134 besorgt. Von den Top-Alternativen von Zvezda hatte ich erst gelesen, als ich schon fast fertig war. Jedenfalls hatte ich mir in den Kopf gesetzt, aus den alten Formen das Machbare herauszuholen. Die Tu-154 war noch die Version B – musste also auf M umgebaut werden. Das betraf hauptsächlich die Triebwerke (Schubumkehr), das Mitteltriebwerk war hinten anders und die Funkanlage (im Höhenleitwerk).

Tupolev Tu-154M

Für das Mitteltriebwerk wurde das Rumpfende stark verjüngt und als Abschluß ein passender Ring eingesetzt. Bei den Außentriebwerken wurde das Ende abgeschnitten und die Klappen für die Schubumkehr entstanden im Eigenbau.

Tupolev Tu-154M

Schön, wenn man erstmal probieren kannHeck zusammengestückeltTupolev Tu-154MNach einer Spachtel- und Schleiforgie bin ich zufrieden…

Schön, wenn man erstmal probieren kann

Schön, wenn man erstmal probieren kann 

Die Oberfläche des gesamten Modells war stark negativ graviert – das habe ich alles glattgeschliffen. Für ein komplettes Neugravieren fehlten mir aber die Erfahrung – und der Mut.

Tupolev Tu-154M

Für den Zusammenbau des Rumpfes war etwas Gewalt nötig – und anschließend viel Spachtel… Die Cockpitverglasung musste zum einpassen geteilt werden, da zu breit. Die Kabinenfenster wurden bündig gesetzt und die vielen Sinkstellen mit Sekundenkleber aufgefüllt und ewig geschliffen und poliert.

Cockpitscheibe musste zum Einpassen geteilt werdenWo rohe Kräfte walten…und wieder spachteln, spachteln … … spachteln und schleifenDie Fenster endlich bündig Triebwerk oben: vorher, unten: vorbereitet für Schubumkehr-Klappen

Cockpitscheibe musste zum Einpassen geteilt werden

Cockpitscheibe musste zum Einpassen geteilt werden 

Lackiert wurde mit der Airbrush und Revell-Farben. Die Decals stammen teilweise aus dem Bausatz (dieses Mal die IF-Version erwischt!), die Markierungen und die Typ-Bezeichnung sind selbst gedruckt. Das Rumpfband ist lackiert, die Farbe wurde aus Rot und Beige passend zum Decal-Druck gemischt. Für das Rumpfband musste ich auf Aqua-Color zurückgreifen, da die „normalen“ Farben schlecht verfügbar waren. So richtig glücklich bin ich mit diesen Farben nicht…

Tupolev Tu-154M

Für die „SFB“ entschied ich mich aus zwei Gründen: zum einen wegen des tragischen Schicksals und zum anderen da ich mich beim alten Modell zufällig für „11+02“ entschieden hatte.

Nochmal direkter Blick auf die Triebwerke
Nochmal direkter Blick auf die Triebwerke

Was bleibt...? Der Bau hat trotz der veralteten Formen Spaß gemacht – aber nochmal mache ich das nicht. Auf die Maße habe ich gar nicht erst geschaut – sondern stimmig musste es sein. Ein paar kleine Details gehen natürlich immer noch oben drauf – aber ich bin zufrieden wie es ist. Da das Cockpit nicht auf der gleichen Ebene wie die Kabinenfenster liegt, konnte die Lackierung im Cockpitbereich nicht ganz stimmig werden. Die Tragflächen- und Leitwerk-Hinterkanten sind immer noch zu dick. Da hatte ich beim Bau nicht genau genug hingeschaut.

Tupolev Tu-154M

Jürgen Mark

Publiziert am 19. Dezember 2020

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