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Tupolev Tu-154M

UN85854, Sayakhat

von Johannes Wipauer (1:200 Eastern Express)

Tupolev Tu-154M

Zum Vorbild

Nachdem die Tu-154 auch im "Westen" gut bekannt ist, verweise ich hier nur auf Wikipedia, Airliners.net.

Die Airline Sayakhat wurde 1989 noch unter dem Sowjetsystem gegründet, war somit die erste Airline der jungen Republik Kasachstan (Unabhängigkeitserklärung am 16.12.1991). Sayakhat betrieb 3 Tu-154 und 4 IL-76TD, allerdings mußte der Betrieb 2012 eingestellt werden. Quelle: Wikiwand

Die dargestellte UN85854 wurde 1986 gebaut und an China Xinjiang Airlines geliefert und kam in weiterer Folge nach Kasachstan. Quelle: Aerotransport

Mein Modell

Mein Modell enstand aus dem hier vorgestellten Bausatz von Eastern Express. Nachdem ich vor über 20 Jahren ein Modell aus dem Vorgängerbausatz von Tupolev absolut ooB und mit vielen Fehlern und Mängel gebaut hatte, wollte ich es diesmal besser machen: Es mußte ein Fahrwerk her und es sollte eine eher unbekannte Airline werden. Wenn man eine Tu-154 nicht als Aeroflot-Maschine bauen will, hat man bei den frühen B-Varianten eher schlechte Karten. Also, nicht feig sein, wir machen aus der Tu-154B eine Tu-154M - oder so ähnlich...

Und dann war da noch der Maßstab: in 1:200 findet man zwar viele Decals für "westliche" Typen wie Airbus, Boeing, McDonnell, Lockheed usw. aber ich fand keine Tu-154. Also Decals selber machen. Das schließt wieder alle "extremen" Designs aus. So wurde es schlußendlich die Sayakhat, von der ich einst einen 1:144er Bogen bei bsmodelle gekauft habe. Diesen habe ich etwas ergänzt, etwas korrigiert, verkleinert, und gedruckt.

Tupolev Tu-154M

Ein Airliner-Fahrwerk in 1:200 scratch bauen? Meine Hoffnung war der Tu-95-Kit von Dragon, den ich einst als "Beifang" extrem günstig erwerben konnte. Der Maßstab stimmt, und vergleichbar große Flugzeuge aus dem selben Haus sollten doch eine gewisse Kommunalität haben. Oder auch nicht: 6 Räder der Tu-95 finden keinen Platz in den dafür bei der Tu-154 vorgesehenen Pods. Die Streben sind zu lang, klar die Tu-95 hat ja die riesigen gegenläufigen Propeller, und alles, was fürs Militär taugt, hat sowieso mehr Bodenfreiheit... Also runde Scheiben gemacht, die die richtige Größe haben usw.

Dann der Umbau Tu-154B auf M: Schubumkehreinrichtungen bei den seitlichen Triebwerken andeuten, Übergang Seitenleitwerk-Mitteltriebwerk umgestalten, und Flaptrackfairings verlängern, weil die deutlich über die Tragflächenhinterkante hinausragen, wenn alle Klappen im Normalflugzustand sind. Und der stachelartige Fortsatz des Seitenleitwerks nach vorne ist bei der -M viel fließender gestaltet. Alles andere hab ich mir ohnehin erspart, weil mir meine Grenzen wieder einmal sehr deutlich geworden sind.

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Tupolev Tu-154M

 

Zum Vergleich meine allererste Tu-154 als Tupolev-PR-Maschine. Nach meinem Geschichtsverständnis hätte ein russisches Flugzeug zu der Zeit, als man die Tu-154B1/B2 bewerben konnte, noch die sowjetische CCCP-Kennung tragen müssen. Aber das ist sicher der kleinste Fehler dieses Modells:

Tupolev Tu-154M

Tupolev Tu-154M

Tupolev Tu-154M

Johannes Wipauer

Publiziert am 19. Februar 2021

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