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D9R Doobi

von Michael Brönner (1:35 Meng Model)

D9R Doobi

Die Caterpillar D9 Planierraupe wird seit 1954 produziert. Die D9R ist eine schwer gepanzerte Variante der D9 und wird vom israelischen Heer eingesetzt – Spitzname Doobi (Bär). Neben pionier- und bergungstechnischen Einsätzen setzt die IDF die D9R speziell dazu ein, ganze Häuser, in denen Terroristen bzw. Sprengfallen vermutet werden, einzuebnen. Der Doobi ist gegen Splitter und Beschuss aus Handfeuerwaffen gänzlich unempfindlich. Spätestens seit Ausrüstung der D9R mit SLAT Panzerung stellen auch RPGs keine Bedrohung mehr dar. Es sollen jedoch auch schon zuvor RPG-Treffer überstanden worden sein. Die US Army und das USMC setzten die D9R erfolgreich im Irak / Afghanistan ein. So wurden die Maschinen beispielweise während der Schlacht um Fallujah offensiv eingesetzt, um besetzte Häuser (weg-) zu räumen.

D9R Doobi

Als Anfang 2013 das Modell von Meng angekündigt wurde, und das mit einer US Version, hatte ich den Bausatz sobald er verfügbar war. Selbst das Wüstentarn, welches mich normalerweise überhaupt nicht reizt, konnte mich nicht abhalten. Natürlich landete er erst mal auf dem Stapel, aber dieses Frühjahr ging es dann los.

D9R Doobi

Das Modell wurde OOB gebaut und der Zusammenbau war wirklich eine reine Freude. Ein klasse Bausatz von Meng! Einzig die Ketten waren nervig, und nachdem ich die erste leidlich zufriedenstellend zusammengebaut hatte, kaufte ich mir kurzerhand die mittlerweile verfügbare Metallkette von Easy Metal Links (35-007). Zwar kostet das Ding knapp 40€ und damit nur 1/3 weniger als der ganze Bausatz, aber ich finde die Kette lohnt sich auf jeden Fall! – schon alleine beim Aufziehen und Spannen möchte ich gar nicht daran denken, wie das mit der Bausatzkette abläuft.

D9R Doobi

Gerade die unteren Bereiche solch einer Maschine haben größte Gebrauchsspuren und ich beschloss mich weiter ausgiebig am Chipping zu üben. Dazu ging ich wie folgt vor: Tamiya XF56 Metallic Grey, Schicht Klarlack, Haarspray, Caterpillar Gelb (selbst gemixt nach Gefühl aus Tamiya XF3 und XF60), gechippt bevor die Farbe richtig durchgetrocknet war, Schicht Klarlack, Haarspray, dann ein Mix aus XF57 + XF59 + XF60, wieder Chippen, wieder Klarlack. Ob ich bei den gemixten Farben exakt die Farbtöne getroffen habe, weiß ich nicht 100%ig. Im Innenraum habe ich die Schwamm-Methode ausprobiert, um die Abnutzungen darzustellen. Ich war begeistert, wie einfach und schnell ein (wie ich finde) ganz passables Ergebnis zustande kommt.

D9R Doobi

Die Hydraulik für das Schild und die vordere Lichtanlage habe ich bewusst in Gelb belassen, um etwas Kontrast einzubringen. Wurden halt irgendwann mal nachgerüstet und nicht sandfarben lackiert. Die Maschine ist namenlos – für die USMC Version liegt nur ein Decal für außen dabei und die Bilder im Internet bzw. im Tankograd Heft (Artikel über Big Nasty in 4-2007), die mir als Referenz dienten, zeigen keine Markierungen, bzw. nur Spitznamen. Außer dem Armaturenbrett habe ich mir auch die Decals im Innenraum gespart.

Das Modell bekam ein braunes Washing und einen Filter von MIG. Im Anschluss wurden mit Nadel und Feile weitere Chips hinzugefügt. Die Kette wurde in Tamiya Gun Metal  X10 lackiert und mit Schlamm eingesaut. Nachdem der Schlamm getrocknet war, habe ich das meiste mit einer Bürste wieder entfernt und bin mit einer Feile über das Metall gegangen, um blanke Stellen zu erzeugen.

D9R Doobi

Dieses Monster sollte nicht nur einfach in die Vitrine – es musste nun endlich mal eine Vignette her. Beim Schweden bekam ich einen passenden Bilderrahmen, an dem ich mich versuchen wollte. Gesiebten Dreck gab es noch genug, also abgeklebt und das Ding mit dem nassen Schlamm aufgefüllt. Ab in die Sonne und mit dem ersten Ergebnis war ich schon ganz zufrieden. Das Schöne ist, man kann jederzeit wieder anfangen zu modellieren, indem man wieder Wasser hinzugibt. Also die Kettenabdrücke erstellt – Stellprobe – passt! Nun noch geriebene Erde dazu, wieder nass gemacht, damit es sich mit dem Untergrund verbindet. Spärliche Grasbüschel Frühherbst von Mini-Natur dazu. Fertig ist die "Wüste" vor Fallujah.

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Weitere Bilder

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Michael Brönner

Publiziert am 25. September 2014

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