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Merkava Mk.I

oder "Mahlzeit!"

von Thorsten Wieking (1:72 Italeri)

Merkava Mk.I

Die Wiederauflage des Esci Merkava Mk.1 durch Italeri mag für den einen oder anderen Bausatzsammler einem Börsensturz gleich gekommen sein, waren die alten Esci Merkava's dank einem Onlineauktionshaus doch eine gute Geldanlage. Auch ich erwarb dort im Jahr 2001 noch 2 dieser seltenen Modelle für 40 Deutsche Mark das Stück. Trotzdem war meine Freude groß, als Italeri die alte Esci Form wieder aus dem Regal und in den Katalog holte. Mein Händler bekam auch gleich die Aufgabe, 8 Exemplare dieses außergewöhnlichen Kettenfahrzeuges für mich zu ordern.

Merkava Mk.I

Mit dem Merkava nahm Esci einen Kampfpanzer ins Programm auf, der weniger durch produzierte Stückzahlen und Nutzerstaaten, als durch sein außergewöhnliches Design auffiel. Das niedrige Profil dank sehr flachem Turm und Wanne, die vorn liegenden Aggregate und die im Heck liegende Ausstiegsklappe verhelfen dem Merkava nicht nur zu seinem eindeutigen Aussehen, sondern geben der Besatzung auch noch optimalen Schutz im Fahrzeug. Darf man den mir bekannten Informationen trauen, so verfügt der Merkava in seinem hinteren Wannenbereich sogar über Platz für 8 Infanteristen. Somit wäre der Merkava auch noch ein Raumwunder unter den Gefechtsfahrzeugen.

Merkava Mk.I

Das hier abgebildete Modell baute ich innerhalb weniger Tage in 45min Intervallen, es handelt sich nämlich um mein 2tes, so genanntes "Mittagspausenmodell". Anstelle unserer Kantine einen Besuch abzustatten zog ich mich in meiner Mittagspause in ein leeres Büro zurück und baute dieses Modell OOB mit minimalstem Werkzeug und Referenzen. Lediglich ein Skalpell, ein Seitenschneider, eine Pinzette und eine Feile standen mir zur Verfügung. Durch diese Vorgehensweise reduzierte ich zum einen meinen Modellstapel, zum anderen konnte ich ungestört und ohne Ablenkung durch TV, Internet o.ä. konzentriert am Modell arbeiten und die benötigte Zeit dokumentieren. Lediglich die Endmontage, Lackierung und Alterung wurden zuhause durchgeführt.

Merkava Mk.I

Der Bau ging ohne größere Probleme voran, Spachtelmasse wurde keine benötigt (hätte ich auch nicht da gehabt ;-) ), der Bauplan klar gegliedert und gezeichnet. Im Rahmen der Endmontage stellten sich 2 kleinere Probleme, eines davon wahrscheinlich hausgemacht. Die Endverbinder der Kette mussten im Bereich der Seitenschürze etwas gekürzt werden, da diese überstanden. Auf die Seitenschürzen wollte und konnte ich nicht verzichten, da es eines der "Markenzeichen" von Esci war, die zweiteiligen Laufrollen als eine durchgängige Walze darzustellen. Das zweite Problem stammte aus einer kleinen Unachtsamkeit meinerseits bei der Montage der Fahrzeugwanne. Erst nach größeren Feil- und Anpassungsarbeiten konnte das Oberteil der Wanne montiert werden. Lackiert wurde das Modell mit Tamiya Acrylfarben und versiegelt mit Future Bodenpolitur. Das Washing erfolgte mit Pastelkreide, die ich in Wasser mit einem Tropfen Spülmittel auflöste. Verstaubt wurde das Modell ebenfalls mit Pastelkreide, als Vorlage für die Fahrzeuglackierung und Alterung diente ein Bild aus dem Internet. Der Merkava ist mein 2tes Modell, dem diese Behandlung zuteil wurde, zählt also noch eher zu den Testobjekten.

Merkava Mk.I

Merkava Mk.I

Abschließend kann ich sagen, dass mir dieses Modell Spaß gemacht hat und ich langsam aber sicher den Weg zu gealterten Bodenfahrzeugen finde. Sollte ich trotzdem einen Merkava im "Waschstraßenlook" bauen wollen - noch habe ich ein paar Merkava's im Bestand. Dank Italeri kann man an den alten Escimodelle viel entkrampfter arbeiten, schließlich hat man nicht mehr den Druck, eine Rarität zu bauen.

Thorsten Wieking

Publiziert am 24. Mai 2005

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