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Marder

Anno Domini 1971, eine Ära beginnt

von Diethelm Berlage (1:35 Tamiya)

Marder

Am 7. Mai 1971 wurde der erste Schützenpanzer MARDER übergeben, über 2000 Stück sollten bis 1975 noch folgen. Seine Basis sollte eigentlich zu einer ganzen Panzerfamilie ausgebaut werden. Fast jährlich tauchten neue Testfahrzeuge auf. Gelegentlich gab es auch Skizzen von möglichen hypothetischen oder „what if“ auf neudeutsch genannten Versionen. Einerseits Wünsche der Bundeswehr, anderseits Entwicklungen der Rüstungsfirmen, um den Marder auch anderen Armeen anzubieten. Nach verschiedenen Kampfwertsteigerungen wurde der Ruf nach einem Nachfolger laut. So wurde 2002 der Grundstein für die Entwicklung des Nachfolgers gelegt. Die ersten Vorserien- PUMA wurden ab etwa 2005 erprobt. So richtig funktionieren wollen die aber immer noch nicht. Trotzdem schien das Ende des MARDER gekommen. Man findet Bilder eines Verschrottungsbetriebes in Thüringen, wo dutzende Marder auf ihr Ende warteten. Es wurden auch etwa 300 verkauft, nach Chile, Indonesien und Jordanien. Einige meiner Marder kann man auch hier in der Galerie finden. Doch nun kommt der Sinneswandel: seit 2018 wird wieder investiert. Den Marder mit MELLS zeigte ich hier kürzlich. Zur Spike LR gibt es noch eine neue Kette und über einen neuen Antrieb wurde auch geschrieben.

Marder

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Marder

 

Der Bausatz ist von Tamiya. Es ist das alte Modell von 1977. Die Bezeichnung A1 gab es erst, als die Umrüstung zum A2 erfolgte. Nach über 40 Jahren sollte man nicht so hohe Maßstäbe an die Detailierung setzen. Manches ist einfach gehalten. Mag auch am damaligen Formenbau liegen. Als ich nach mehreren Revell A3 wieder diesen alten bauen wollte, sollte er dann doch mal aufgehübscht werden. Ich baute ihn Ende 2011, also nach seinem 40. Geburtstag. Falls man es schon gemerkt hat: ich baue gerne Marder. 30 zum 30. schaffte ich nicht. Zum 40. Geburtstag hatte ich die 40 voll. Und zu seinem 50. 2021 habe ich jetzt schon mehr als 50 Stück.

Marder

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MarderMarderMarderMarderIch muß noch ein bisschen ausfegen.......(Ratlos): Irgendwo hab ich das in der TDV gelesenMarder

Marder

 

Da es eine Zeit lang keine Marder zu kaufen gab, nutzte ich zwangläufig Reste. Den Turm klaute ich einem Marder, der dann Fahrschulpanzer wurde. Die hinteren Schmutzfänger hatte ich schon mal in Resin gegossen, die benötigte ich z.B. für die TAM. Die andere Detailierungen erkennt man auf den Bildern: Hupe, Griffe, Ösen. Besonders die Dachluken waren einfach gehalten. Dieser soll nun also das Fahrzeug bei der feierlichen Übergabe darstellen. Den Marder brachte ich immer mit einem Kasseler Rüstungskonzern in Verbindung. Mal eben 2000 Marder bauen, ach ja: Füchse und Luchse kamen in dem Jahrzehnt auch noch dazu. Bei anderen Herstellern liefen die Bänder heiß für die Leoparden. MAK in Kiel baute also auch Marder. Das Originalbild ist aus Kiel. Somit ist dieser ein Norddeutscher Marder. Die Mechaniker hatte ich mir 2011 gekauft. Der Zweck war schon angedacht. Aber fast 10 Jahre hat es gedauert, bis es neue Bilder mit den Jungs gab. Bei der Lackierung bin ich mir nicht mehr ganz sicher: Ich hatte mal Revell Aquacolor versucht, Gelboliv 42. Kann auch sein, das dieses Modell das Gelboliv, RAL 6014 von JPS-Color bekam. Die Decals waren kein Problem, Nummernschilder ohne Zahlen wie beim Original gibt es mittlerweile bei fast jedem Bausatz.

Die Flaggen druckte ich mir in Papier und knickte sie etwas, um eine wehende Fahne darzustellen. Dieses Bild machte ich schon 2012. Zu jedem Mai blieb es bei der Idee, es hier zu zeigen. Wer weiß, was nächstes Jahr zum 50. ist. Ich gratuliere einem Tapferen Diener.

Marder

Diethelm Berlage,
didi-berlage.blogspot.de

Publiziert am 07. Mai 2020

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