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Spz lang HS 30

von Hauke Ahrendt (1:35 Fine Scale Models)

Spz lang HS 30

Das Fahrzeug stellt den frühen Zustand in den 60ern dar, die Zugehörigkeitszeichen weisen das Fahrzeug der 3./PzGrenBtl. 203, PzGrenBrig 20 der 7. PzGrgenDiv zu.

Später wurden oberhalb der Scheinwerfer die Nebelbecher nachgerüstet, die ich hier jedoch nicht angebracht habe (sie liegen dem Bausatz aber bei).

Spz lang HS 30

Parallel zu dem SPZ kurz Hotchkiss wurde mit dem 1958 eingeführten Schützenpanzer HS 30 den Panzergrenadieren ein Fahrzeug an die Hand gegeben, das sie zum Zusammenwirken mit den Kampfpanzern M47 und M48 befähigen sollte. Der HS 30 wurde in einer Stückzahl von ca. 2.100 Fahrzeugen der Truppe zugeführt.

Das Fahrzeug gehört zur ersten Fahrzeuggeneration, die speziell für die Bundeswehr entwickelt wurde. Mit vielen Kinderkrankheiten behaftet, mutierte das Fahrzeug zu einem echten Sorgenkind der BW. Daneben gab es erhebliche politische Nachbeben bezüglich der Auftragsvergabe – hier konnten Zusammenhänge zwischen Auftragsvergabe und Schmiergeldzahlungen belegt werden, neben der Starfighter-Affäre eine weitere Belastung für den damaligen Verteidigungsminister FJS.

Als die massiven technischen Probleme schon 1959 bekannt wurden, konnte der ursprünglich auf weit über 4.000 Fahrzeuge lautende Auftrag noch halbiert werden. 1956 wurde sogar eine Beschaffung von über 10.600 Stück beschlossen, eine Zahl, die am tatsächlichen Bedarf völlig vorbei ging.

Spz lang HS 30

Zum Führen des Feuerkampfes waren die Dachklappen zu öffnen, wodurch den Panzergrenadieren damit aber lediglich ein Teilschutz zur Verfügung stand. Das Absitzen hatte, wie noch beim M39, über die Bordwand zu erfolgen, was immer eine Herausforderung an die Grenadiere darstellte. Ursprünglich war ein Verlassen des Fahrzeug durch eine Heckklappe vorgesehen, doch aufgrund der technischen Änderungen musste dieser Ausstieg zugunsten eines anderen Motors im Heck entfallen.

Neben diesen taktischen Nachteilen war das Fahrzeug auch technisch nicht voll befriedigend. Es war zu eng, laut und zu schwach motorisiert. Doch dennoch hat das Fahrzeug viele Erfahrungswerte geliefert, die später Einflüsse auf Nachfolgekonzepte hatten. Weitere Abarten des HS 30 waren der Mörserträger auf Basis des HS 30 und der Raketenjagdpanzer 1. Außerdem gab es einen Beobachtungspanzer. Angetrieben wurde der Spz lang durch einen Leyland-Benzinmotor, der eine Höchstgeschwindigkeit von 58 km/h zuließ.

Spz lang HS 30

Durch den Leopard waren die Möglichkeiten des HS 30 endgültig erschöpft und das Nachfolgekonzept, das bereits ab Anfang der 60er initialisiert war, führte dann zum Spz Marder. Dieser ersetze die HS 30 bis zum Ende der 70er Jahre vollständig.

Wegen Unverkäuflichkeit endeten die Fahrzeuge in der Regel auf den Truppenübungsplätzen, wenige sind auf Sockeln erhalten geblieben.

Spz lang HS 30

Das Modell

Der Resinbausatz von Fine Scale Models ist out of the box gebaut. Verzug gab es nicht und das Resin ist bei der Bearbeitung gutmütig. Geringe, unproblematische Blasen lassen einen schnellen Bau zu. Notwendigkeit zu Spachtelarbeiten gab es nicht Die Details des Fahrzeuges sind gut, so dass Nacharbeiten im Wesentlichen nicht nötig sind und sich Zurüstungen auf das Abschleppseil beschränken.

Die Lackierung erfolgte mittels Airbrush mit Revell 42 Gelboliv, unter Beimengung von etwas 57 Grau und wenig 88 Ocker. Die Decals sind aus der Grabbelkiste.

Mal der Größenvergelich zum Spz Klein Hotchkiss
Mal der Größenvergelich zum Spz Klein Hotchkiss

Weitere Bilder

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Spz lang HS 30

 

Hauke Ahrendt

Publiziert am 14. November 2009

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