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Panzermörser 120 mm HS 30

von Hauke Ahrendt (1:35 Elite Models)

Panzermörser 120 mm HS 30

Das Fahrzeug stellt den Zustand in den 60ern dar, die Zugehörigkeitszeichen weisen es der 5./PzGrenBtl. 203, PzGrenBrig 20 der 7. PzGrenDiv zu. Parallel zu dem Spz lang HS 30 wurden auf demselben Fahrgestell eine Variante als Panzermörser mit 81mm und parallel mit 120 mm Kaliber entwickelt und ab 1960 in einer Stückzahl von 150 der Truppe zugeführt. Die 81 mm Waffe genügte jedoch weder in Feuerkraft noch Reichweite den geforderten Ansprüchen, und so wurden diese ab 1966 in einer Umrüstung durch den 120 mm Mörser ersetzt, so dass von nun an ausschließlich 120 mm Mörser auf dem HS 30 verwendet wurden. In dieser Zeit wurden auch die Nebelwurfbecher hinter den Scheinwerfern ergänzt, die ich hier jedoch nicht angebracht habe, um den frühen Rüststand zu zeigen. Sie liegen dem Bausatz aber bei. Der 81 mm Mörser wurde übrigens weiterhin in den Hotchkiss-Panzermörsern eingesetzt.

Panzermörser 120 mm HS 30

Eine Besatzung von fünf Mann konnte 58 mitgeführte Granaten verfeuern, die wirkungsvolle Reichweite der Waffe betrug zwischen 400 m und 1,6 km. Die Sekundärbewaffnung war ein MG3 mit Schutzschild. Die Fahrzeuge wurden in den 120mm-Mörserzügen der PzGenBtl eingesetzt.

Panzermörser 120 mm HS 30

Angetrieben wurde der Spz lang und seine Abarten durch einen Leyland-Benzinmotor, der eine theoretische Höchstgeschwindigkeit von 58 km/h zuließ. Technisch war das Fahrzeug wie der Spz Lang äußerst problematisch.

Panzermörser 120 mm HS 30

Anfang der 70er Jahre wurden diese Fahrzeuge durch den Panzermörser auf M113G-Fahrgestell mit gleichem Kaliber ersetzt. Wegen Unverkäuflichkeit endeten die Fahrzeuge in der Regel auf den Truppenübungsplätzen, wenige sind auf Sockeln erhalten geblieben.

Panzermörser 120 mm HS 30

Der Resinbausatz ist von Elite (MMB Militärmodellbau Mörs & Heusner) und im Wesentlichen out of the box gebaut. Der Guss meines HS30 von FCM war jedoch deutlich besser. Verzug gab es zwar nicht so sehr, und das Resin ist bei der Bearbeitung gutmütig, aber viele Blasen und nicht voll ausgegossene Formen bzw. unförmige Enden, insbesondere bei den kleineren Teilen, sowie recht viel Grat erforderten einige Nacharbeit. Einige Teile habe ich auch gleich ersetzt. Alles in allem aber nichts Unmögliches bei Resin, das muss man eben in Kauf nehmen bei diesem Werkstoff. Der Staukorb zwischen den Scheinwerfern ist zusammen mit einem Tarnnetz gegossen, insoweit kein Problem, da das häufig so zu sehen ist. Leider ist das Tarnnetz viel zu breit und groß, so dass es erstens nicht passt und zweitens, wenn man es auf die passende Breite kürzt, im Verhältnis zum Fahrzeug unrealistisch aussieht. Ab in den Müll damit, und so habe ich den Staukorb aus Draht selber gebaut.

Panzermörser 120 mm HS 30

Einige Teile fehlten, das ist nicht so schlimm, kann man ja reklamieren normalerweise. Sehr ärgerlich ist jedoch, dass MMB bis heute auf meine Reklamation überhaupt nicht reagiert hat, so dass ich mich entschloss, diese Teile selber zu fertigen bzw. anderswo aus der Grabbelkiste zu entnehmen. Kundenfreundlichkeit ist etwas anderes :(! Inzwischen glaube ich aber, dass z.B. die selbstgebauten Kampfraumdeckel besser sind als die aus dem Bausatz gewesen wären ;-)).

Panzermörser 120 mm HS 30

Die Details des Fahrzeuges sind ansonsten ausreichend gut, so dass Ergänzungen nicht unbedingt nötig sind. Den Mörser muss man allerdings umarbeiten, die Richtmechanik sieht auf den Fotos ganz anders aus. Ich hoffe ich habe es einigermaßen getroffen, denn für das Fahrzeug habe ich nicht so viel recherchiert.

Die Lackierung erfolgte per Airbrush mit Revell 42 Gelboliv, unter Beimengung von etwas 57 Grau und wenig 88 Ocker. Die Decals stammen aus der Grabbelkiste (leider liegen bekanntermaßen den Elite-Bausätzen keine Decals bei).

Panzermörser 120 mm HS 30

Panzermörser 120 mm HS 30

Hauke Ahrendt

Publiziert am 11. November 2009

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