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Akagi

von Christian Kreische (1:450 Hasegawa)

Akagi

Vorwort:

Am 6. Dezember 1920 wurde die Akagi als Schlachtkreuzer in Kure auf Kiel gelegt aber als solcher nicht fertig gestellt. Gemäß dem Washington-Vertrag war sie eines jener beiden Großkampfschiffe, die als Flugzeugträge umgebaut werden durften. Die Akagi war als Glattdecktyp konzipiert.

Eine Besonderheit war die Gestaltung der Flugdeckebene: der vordere Teil des Decks (40% der Länge) verlief leicht bergab, das hintere Deckteil leicht bergauf. Dadurch sollten die Flugzeuge zusätzlich beschleunigt, bzw. verlangsamt werden. 1938 wurden umfangreiche Umbaumaßnahmen vorgenommen, um den gestiegenen Anforderungen des Flugverkehrs und der Weiterentwicklung der Schifftechnik Rechnung zu tragen (Das Model der Akagi zeigt das Schiff in seinem Endzustand.). Das Flugdeck wurde nun auf die ganze Länge des Schiffkörpers verlängert, Ausbau der 20,3 cm Geschütztürme auf dem Vorschiff (eigentlich ja die Bewaffnung eines schweren Kreuzers), ein dritter Flugzeugaufzug sowie Einrichtung einer Insel.

Geschichte

Im Dezember 1941 war die Akagi Flagschiff des Trägerverbandes beim Angriff auf Pearl Habour. Es folgten im Frühjahr 1942 die Operationen gegen Rabaul, Port Darwin, Java und Ceylon. Danach kehrte sie in den Pazifik zurück und war Flagschiff des Flugzeugträgerverbandes bei der Schlacht um Midway. Am 6. Juni 1942 wurde sie von Flugzeugen der Yorktown und Enterprise schwer beschädigt, und anschließend von eigenen Zerstörern torpediert und versenkt.

Bausatz

Das Modell ist wahlweise motorisiert herstellbar, was aufgrund der doch zu geringen Abmessungen des Schiffkörpers sicher nicht empfehlenswert ist. Das plane Aufbringen des Flugdecks war kniffelig, da der Rumpf ja voller Erker ist und somit eine Verbindung schwer herzustellen war. Ansonsten waren die Teile passgenau aber nicht ganz so detailliert wie z.B. ein Tamiya-Bausatz.

Die vordere Sektion war wie das Heck unterhalb des Flugdecks aus Gründen d. Gewichtsersparnis offen.
Die vordere Sektion war wie das Heck unterhalb des Flugdecks aus Gründen d. Gewichtsersparnis offen.

Auf der Heckplattform wurden die Verkehrsboote untergebracht.
Auf der Heckplattform wurden die Verkehrsboote untergebracht.

Ein Seemann beseitigt den Rost. Die Bullaugen habe ich alle ausgebohrt u. mit Alufolie ausgekleidet.
Ein Seemann beseitigt den Rost. Die Bullaugen habe ich alle ausgebohrt u. mit Alufolie ausgekleidet.

Akagi

Der „herausgewundene“ Schornstein war kennzeichnend für die japanischen Flugzeugträger. Die Abgase sind aus Watte. Bis auf das Flugdeck sind die Decks mit Furnier beplankt.

Akagi

Akagi

Reling und Figuren (hier beim Verabschieden einer 'Kate') sind Ätzteile von GMM.
Reling und Figuren (hier beim Verabschieden einer 'Kate') sind Ätzteile von GMM.

Akagi

Ein Torpedoflugzeug wird auf dem Flugdeck bewaffnet. Die drei Steuerbord 20,3 cm Kasemattgeschütze sind gut zu erkennen. Diese Geschütze waren für einen Flugzeugträger völlig unbrauchbar und kamen nie zum Schuss. Ein Anachronismus aus der Zeit als man die Träger noch als Hilfsschiff der Schlachtflotten sah.

Akagi

Akagi

Die Reling habe ich mehrfarbig gestaltet, so kommen sie meiner Meinung nach besser zu Geltung.
Die Reling habe ich mehrfarbig gestaltet, so kommen sie meiner Meinung nach besser zu Geltung.

Fazit

Insgesamt ein recht aufwendiges Modellschiff. Da ich ja mehr auf Schlachtschiffe stehe, hat mich die Gestaltung der Akagi besonders gereizt, da überall zu erkennen ist, dass der Träger ursprünglich ein konventionelles Schiff war. Sie ist der eigentliche Star der alten Filme „Tora, Tora, Tora“ und „Schlacht um Midway“.

Christian Kreische

Publiziert am 06. Dezember 2007

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