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HMS Erin

von Norbert Thiel (1:700 Kombrig)

HMS Erin

Original

Der Bau des Schiffs erfolgte im Auftrag der Türkei noch vor dem Beginn des ersten Weltkriegs. Ursprünglich sollten zwei Schiffe für die Türkei gebaut werden, die sich stark an die damals auf britischen Werften im Bau befindlichen Schiffen der Orion-Klasse orientierten. Am 2. August 1914 sollte die fertiggestellte Reshadije (ursprünglicher Name) an die türkische Crew übergeben werden. Da am 1. August jedoch der erste Weltkrieg begonnen hatte, wurde das Schiff von britischen Truppen besetzt und die an Bord befindliche türkische Crew interniert. Am 22. August 1914 wurde das Schiff als HMS Erin in die Royal Navy übernommen. Die HMS Erin wurde dem 2. Schlachtgeschwader zugeteilt und nahm mit diesem an der Skagerrakschlacht teil, in der sie keinen Treffer erhielt. Im weiteren Verlauf des Krieges hatte HMS Erin keine Gefechtsberührung mehr. Im Jahre 1919 wurde das Schiff der Reserve zugeteilt. Auf Grund des Washingtoner Flottenabkommens wurde das Schiff im Jahre 1923 verschrottet.

HMS Erin

Technische Daten

  • Wasserverdrängung: 22 700 ts
  • Länge: 170,5m
  • Breite: 27,7m
  • Tiefgang: 8,7m
  • Antrieb: 2 Turbinen auf 4 Wellen, Leistung 26500 shp
  • Geschwindigkeit: 21 kn
  • Besatzung: 1070 bis 1130
  • Bewaffnung: 10 x 34,3cm in Zwillingstürmen, 16 x 15,2cm L/50 in Kasematten, 4 x 53,3cm Torpedorohre

HMS Erin

Das Resinmodell der HMS Erin in 1:700 ist von der Firma Kombrig aus Russland erhältlich und enthält zusätzliche wichtige Details in Fotoätztechnik. Der Modellbauer ist aufgefordert bei Bedarf Reeling aus dem Zubehörhandel zu übernehmen. Bei meinem Modell fanden noch viele Ätzteile aus dem PE-Satz für die HMS Tiger der Firma White Ensign Verwendung (z.B. an der Heckgalerie). Dieser ist eine Fundgrube für zahlreiche britische Schiffe dieser Epoche. Unzufrieden war ich wie immer mit der Ausführung der Kanonenrohre in Resin und ergänzte passende gedrehte Rohre aus dem Programm von NNT. Auch die Türme der schweren Geschütze schienen mir ein wenig zu klein und ich verwendete erneut die von mir schon für HMS Tiger überarbeiteten Türme. Der Bau des sehr detaillierten und passgenauen Modells verlief völlig problemlos, einige Details sind nahezu unglaublich, z.B. der Kartentisch auf der Gefechtsbrücke.

HMS Erin

Das Modell wurde mit einem selbstgemischten dunklen Grau mit Tamiya-Farben gespritzt. Anschließend wurden die Holzdecks mit den Humbrol Farben 103 und 110 im Wechsel in Längsrichtung bemalt. Alle mit Linoleum belegten Decks wurden mit Humbrol no.70, alle Stahldecks sowie die Türme der schweren Artillerie mit no.67 der Fa. Humbrol bemalt. Auch alle weiteren Details wurden mit dem Pinsel und Humbrolfarben bemalt. Flaggenstöcke wurden mit Kupferdraht ergänzt, die Abdeckung eines Boots mit Persenning wurde mit einer Lage eines Papiertaschentuchs und Weißleim ausgeführt. Danach erfolgte das "Rigging" mit stretched-sprue und die Antennen wurden aus um einen Messingdraht gedrehte Reelingsteilen der Firma Eduard (1:400!) ergänzt. Wie bei mir üblich erfolgt die Präsentation des Modells auf einem Holzsockel.

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HMS Erin

 

Norbert Thiel

Publiziert am 14. Januar 2009

Die Bilder stammen von Martin Kohring.

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