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KV-122

sowjetischer schwerer Kampfpanzer

von Erich Rauthe (1:35 Trumpeter)

KV-122

Geschichte:

Schon in den 30er Jahre gab es in der Sowjetunion Versuche, eine 85 mm Kanone in einen Panzer einzubauen. 1929 baute man eine Selbstfahrlafette mit der 76,2 mm Feldkanone auf T-18, die sich aber auch nicht bewährte. Die Versuche wurden dann zurückgestellt und erst beim Auftauchen von Tiger und Panther beschleunigt wieder aufgenommen.

Im Frühjahr 1944 wurde auf der Basis des KV-85 (Modell 465) vom Kirowwerk ein schwerer Kampfpanzer entwickelt, wobei man Wanne, Antrieb und das Fahrgestell vom KV-85 übernahm. Der Turm als mehrteilige Stahlgusskonstruktion vom JS-2 (Modell 463) war eine Neuentwicklung, jetzt fand auch die neue 122 mm Kanone Verwendung, Geschütze und Munition standen in ausreichender Zahl zur Verfügung. Ein Nachteil der 122 mm Kanone war die zweiteilige Ladung, von der aus Platzgründen nur je 28 Granaten und Kartuschen mitgeführt wurden. Auch die Feuergeschwindigkeit von drei Schuss/min war ein Nachteil, der aber im Kampf durch seine Panzerung wieder ausgeglichen wurde. Die Vo betrug 780 m/s, die Zielerfassung begann schon bei 3.500 m. Bei max. Erhöhung von +20° wurden Schussweiten von 15.000 m erreicht.

Da die Produktion des JS-2 1944 auf Hochtouren anlief, wurde diese vom KV-122 eingestellt.

KV-122

Technische Daten:

  • Hersteller: Kirowski-Werke in Tankograd/Ural, 1944, Kleinserie
  • Gewicht/Maße: 46 ton, mit Rohr auf 06:00 9,10 m x 3,50 m x 2,80 m
  • Motor/Antrieb: V-2K V-12 Dieselmotor im Heck, 38.900 ccm, 700 PS, Vollkette, Triebrad hinten, je 6 Doppellaufräder und 3 Stützräder
  • Geschwindigkeit: Straße 40 km/h bei einem Aktionsradius von ca. 300 km
  • Bewaffnung: 122 mm D-5T Kanone, 3 DT-MG 7,62 mm (1 MG koaxial, 1 MG in der Fahrerfront, 1 MG an der Turm-Rückseite)
  • Panzerung max: Front Wanne 75 mm, sonst 60, Turm Front 100 mm, sonst 90 mm
  • Besatzung: 4 Mann

KV-122

Das Modell: 1:35 Standmodell 01570 von Trumpeter aus 2016, montiert 10/2017

Wie bei der ganzen KV-Serie von Trumpeter ab 2015 kann man auch beim KV-122 nichts falsch machen. Die Passgenauigkeit ist, wie bekannt, gut, sogar die Einzelgliederketten und das Alu-Rohr machen Spaß.Für die Farbgestaltung waren wieder Humbrol Acrylspray und Revell AquaColor zuständig. Für eine dezente Alterung gab es eine Behandlung mit Graphitstaub. Abschließend wurde das Modell mit FlatClaer von Tamiya konserviert.

KV-122

Erich Rauthe

Publiziert am 13. Oktober 2017

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