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North American F-86K Sabre

von Hauke Ahrendt (1:32 Kitty Hawk)

North American F-86K Sabre

Dargestellt wird eine F-86K vom JG 74 in den Jahren zwischen 1961 und 1965.

North American F-86K Sabre

Die F-86K leitet sich aus der F-86A und deren Nachfolger F-86D ab, die Ende der 40er noch unter der nicht mehr aktuellen Typenbezeichnung YF-95A entwickelt und in hoher Stückzahl bei der USAF eingeführt wurde. Dieser neue Typ war äußerlich sofort durch den Radardom mit darunter liegendem Lufteinlass erkennbar. Neu war auch eine Bewaffnung mit Raketen, die eine komplexere Elektronik erforderte.

North American F-86K Sabre

Die F-86D wurde ab 1958 auch an andere NATO-Mitgliedsstaaten exportiert, allerdings mit deutlich weniger Technik und entfeinert. So bestand die Bewaffnung aus 4 MKs, eine Raketenbewaffnung war außerhalb der USAF zunächst nicht vorgesehen. Das Ganze hat mit dem Versuch der USA zu tun, moderne militärische Entwicklungen nicht zu früh außerhalb der eigenen Truppen zur Verwendung kommen zu lassen. Die Montage erfolgte durch Fiat, dort wurden sie auch eingeflogen.

North American F-86K Sabre

Einsatz bei der Bundesluftwaffe

Die in einer Stückzahl von 88 durch die Bundesluftwaffe als allwettertaugliche Abfangjäger eingesetzten F-86K wurden wie zuvor beschrieben in den USA gefertigt und mit deutlich abgespeckter Ausrüstung, vor allem im elektronischen Bereich, nach Italien zur Montage verfrachtet.

Die dann an Deutschland ausgelieferten Maschinen wurden zunächst eingemottet und kamen erst ab Mitte 1959 zum Einsatz.

North American F-86K Sabre

Die Luftwaffe setzte die F-86K in den Jagdgeschwadern 74 und in der WS 10 ein. Die Nutzung endete bereits Ende 1965, die letzten Maschinen wurde im Januar 1966 abgeflogen. Aus dem Jahr 1965 gibt es in Zusammenhang mit den neu eingeführten Starfightern einige schöne Farbfotos des JG 74, in der auch einige der 3.Staffel angehörenden F-86K zu sehen sind.

North American F-86K Sabre

Das Modell

Dieser Bausatz ist von Kitty Hawk und wurde von mir Anfang 2016 direkt nach dem Erscheinen gekauft und sofort gebaut. Schon beim Blick in den Karton wird jede Menge Baulust erzeugt. So ist das Modell ohne Extras aus der Box gebaut und ich bin mit dem Ergebnis im Grunde zufrieden, zumal ich eigentlich nicht der echte Flugzeugexperte bin. Sicher hätte man vieles ergänzen können, allein bei Leitungen am Fahrwerk und in den Schächten gäbe es für Kenner sicher jede Menge Beschäftigung, aber mir genügt es so. Leider fehlen bei dem Modell an beiden Rumpfseiten zwei Ansaughutzen, die man zwingend ergänzen muss. Unverständlich, da ich zuvor auch die etwas früher erhältliche US-Variante gebaut habe, und hier waren die Hutzen dabei. Aber sonst kann ich den Bausatz unbedingt empfehlen.

North American F-86K Sabre

Der Bausatz lässt zu, dass der Waffenschacht offen und die Radarabdeckung demontiert gebaut wird, das ist Geschmackssache. Da die Abdeckungen relativ passgenau sind, kann man die losen Teile auch ohne Kleber montieren und die Zugänglichkeit bleibt erhalten, sonst hätte ich sie in jedem Fall geschlossen gebaut. Die Innereien sind zwar hinreichend genau, denke ich, aber für eine offene Darstellung muss der Kenner sicher noch nachdetaillieren. 

Wer sich auskennt sieht es hier: Vermutlich stimmen auf den Flügeln die Farbgrenzen nicht, ist aber gemäß Anleitung
Wer sich auskennt sieht es hier: Vermutlich stimmen auf den Flügeln die Farbgrenzen nicht, ist aber gemäß Anleitung

Decals

Die Markierungen stammen aus dem Bausatz, sind absolut versatzfrei gedruckt und legen sich gut an. Die Form der Kennung wirkt einen Tick zu schmal, könnte aber täuschen. Ich habe abweichend zum Bausatz durch Tauschen der Zahlen eine Kennung der 2. Staffel gewählt, um nicht unbedingt die allerletzte Einsatzzeit darzustellen, und dann zum Glück ein Bild dieser Maschine gefunden, auf dem diese Maschine mit den blauen Tanks zu sehen ist, die ich unbedingt darstellen wollte.

 

North American F-86K Sabre

Lackierung

Die in den damals üblichen Tarnfarben gehaltene Lackierung erfolgte mit Revellfarben. Allerdings habe ich an den Seiten leichte Abweichungen des Tarnschemas im Vergleich zu Fotos gesehen und etwas anpasst, aber auch beim Original ist es auch nicht immer deckungsgleich. Bei den Tragflächen bin ich nicht sicher, denn ich habe nur Fotos von beiden Seiten und von vorne, doch dort passen die Farbkonturen zumindest der Flügenvorderkanten nicht zum Bemalungsschema der Anleitung. Eine genaue Beurteilung ist mir letzten Endes nicht möglich, da die Fotos von vorne das nicht wirklich zulassen. Und daher habe ich mich bei den Flügeln an das Schema aus dem Bausatz gehalten, zumal es auch zu den Vorgaben aus meinem 1:72-Modell passt. Vielleicht habe ich mich auch vertan. Außerdem bin ich ganz gewiss kein Kenner der Flugzeugmaterie, da muss man sich auch mal auf Vorgaben der Hersteller verlassen.  

Blick ins Cockpit bei demontiert Kanzelhaube
Blick ins Cockpit bei demontiert Kanzelhaube

Kleine Ergänzungen hinter dem Cockpit
Kleine Ergänzungen hinter dem Cockpit

So sieht es bei demontiertem Radardom aus
So sieht es bei demontiertem Radardom aus

Der MK-Schacht mit demontierter Abdeckung
Der MK-Schacht mit demontierter Abdeckung

Hauke Ahrendt

Publiziert am 08. Dezember 2016

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