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North American T-6G Texan

Letzte Absprachen vor dem ersten Alleinflug

von Theo Peter (1:72 Academy)

Letzte Absprache zwischen dem Flugschüler und dem Fluglehrer vor dem ersten Alleinflug.
Letzte Absprache zwischen dem Flugschüler und dem Fluglehrer vor dem ersten Alleinflug.

Zum Modell:

Der einmotorige, zweisitzige Tiefdecker T-6 diente in vielen Ländern der Erde als Ausbildungsmaschine. So auch in Deutschland. Seine Zuverlässigkeit und die Tatsache, dass das Flugzeug auch grobe Bedienfehler bzw. Flugfehler verzeihen konnte, machten das Flugzeug zum unverzichtbaren Schulflugzeug vieler Luftwaffen. Heute ist die Texan T-6 auf zahlreichen Flugplatzfesten rund um den Globus, als Kunstflugzeug oder aufwendig restauriertes Liebhaberstück zu bestaunen.

Gebaut wurde die T-6 von der amerikanischen Firma North Amerivan Aviation. Geplant als Ausbildungsflugzeug für junge Kampfpiloten wurde die Maschine von mehreren Staaten auch als bewaffnetes Kampf,- Jagd-, oder Erdkampfflugzeug sowie als Jagdbomber eingesetzt. In der US Air Force flog das Flugzeug unter der Bezeichnung AT-6, in der US Navy unter SNJ, in den Commonwealth Staaten unter der Kennung Havard.

Die Texan T-6 wurde in zahlreichen Luftwaffen als Ausbildungsmaschine eingesetzt.
Die Texan T-6 wurde in zahlreichen Luftwaffen als Ausbildungsmaschine eingesetzt.

Die T6 stellte den Nachfolger des NA-16-Prototyps dar und wurde von der Beechcraft Texan T-6 II abgelöst. Der Jungfernflug der T-6 fand bereits am 28. September 1938 statt. Aufgrund dieser Tatsache ähnelt die Maschine auch mehr Maschinen aus dem Zweiten Weltkrieg als modernen Schulflugzeugen. Zwischen den Jahren 1938 bis 1944 wurden ca. 15.500 Maschinen gebaut.

Das mit einem Pratt&Whitney R-1340-AN-1 Wasp Sternmotor ausgerüstete Flugzeug konnte bis zu 335 km/h schnell werden und Höhen von bis zu 7,5 km erreichen. In der nach dem verlorenen Weltkrieg neu aufgebauten deutschen Luftwaffe wurden die Maschinen oftmals mit einem gut sichtbaren gelben Anstrich versehen. Auch die Amerikaner verpassten den Maschinen sehr farbenfrohe Lackierungen, während in Staaten wie Korea oder Israel auf die üblichen Tarnfarben zurückgegriffen wurde.

Blick auf den Pratt and Whitney R-1340-AN-1 Wasp Sternmotor.
Blick auf den Pratt and Whitney R-1340-AN-1 Wasp Sternmotor.

Zum Bau des 1:72 Flugzeugs:

Gebaut wurde das Flugzeug eigentlich komplett aus der Kiste. Die Passgenauigkeit und Qualität der Bauteile war hervorragend. So stellte der Zusammenbau keinerlei Probleme dar. Alleine der Innenraum der Texan T-6 ist auch ohne Zurüstteile ordentlich detailliert.

Blick auf das Bausatzcover des 1:72 Academy Kits.
Blick auf das Bausatzcover des 1:72 Academy Kits.

Lackiert wurde die Maschine mit matter silberner Farbe aus der Spraydose und silbernem Metalliclack. Die Haube der Texan T-6 wurde mit Malerkreppband maskiert und anschließend ebenfalls mit silbernem Sprühlack bemalt. Die roten und schwarzen Teile wurden mit matten Revellfarben und dem Pinsel bemalt. Die Decals stammen aus dem Bausatz selbst und teilweise aus der Restekiste. Die hier dargestellte Maschine stellt eine rein fiktive Maschine der US Air Force dar.

Die Decals stammen aus dem Bausatz selbst, der Restekiste und von Revell.
Die Decals stammen aus dem Bausatz selbst, der Restekiste und von Revell.

Zum Bau des Dioramas:

„Letzte Absprachen vor dem ersten Alleinflug" sollte der Titel des Dioramas heißen. So gibt der Fluglehrer, der beim folgenden Flug zum ersten Mal auf dem Boden bleibt, letzte Erläuterungen. Der Flugschüler, der mit einem G-Anzug bekleidet und auch mit Sauerstoff versorgt ist, soll auf den ersten Flug in einem Überschallflugzeug vorbereitet werden. Das Flugfeld ist mit Betonplatten aus Karton belegt und einer Beschriftung aus matter Revellfarbe und kurzfasrigem Streugras von NOCH versehen. Der Morgan Plus 8 des Fluglehrers stammt von SIKU. Die Absperrungen stammen von Preiser.

Die Maschine verzeiht auch größte Flugfehler und lässt sich anschließend schnell wieder unter Kontrolle bringen.
Die Maschine verzeiht auch größte Flugfehler und lässt sich anschließend schnell wieder unter Kontrolle bringen.

Zum Bau des kleinen Morgan-Sportwagens:

Der Morgan Plus 8 ist eigentlich ein ehemaliges Kinderspielzeug der Firma SIKU, welches einer Komplettaufwertung unterzogen wurde. Der 8 Zylinder und 155 PS starke Motor beschleunigt den zweisitzigen britischen Roadster auf bis zu 210 km/h. Als erstes wurde die Karosserie vom Unterboden, den Scheiben und der Innenausstattung getrennt. Anschließend wurden die Frontscheinwerfer mit einem Metallbohrer angesenkt. Die Karosserie wurde mit feuerrotem Sprühlack lackiert. Nach Trocknung der Farbe wurden die nochmals aufgebohrten Scheinwerfer mit kristallklarer Window-color verglast.

Blick auf den von SIKU stammenden Morgan Plus 8.
Blick auf den von SIKU stammenden Morgan Plus 8.

Um den Spielzeuglook zu entfernen, wurden die Siku-Schriftzüge der Reifen entfernt, die Inneneinrichtung mit einer Weißleim-Tempo-Wassermischung neu bezogen, anschließend schwarz matt lackiert, ein Überrollbügel aus Draht angebracht, das Lenkrad durch ein Dragon-Vierspeichenlenkrad ersetzt, der Tankdeckel (von einem 1:35 Tamiya Benzinkanisterverschluss) ergänzt und der Schaltknüppel bzw. die Handbremse aus gezogenen Gussästen ergänzt. Den linken Außenspiegel spedierte ein alter Academy Kit.

Das Spielzeugauto wurde zahlreichen Änderungen unterzogen: Rückspiegel, Lackierung, Überrollbügel, Lenkrad, Tankdeckel uvm.
Das Spielzeugauto wurde zahlreichen Änderungen unterzogen: Rückspiegel, Lackierung, Überrollbügel, Lenkrad, Tankdeckel uvm.

Zu den 1:72 Figuren:

Der Flugschüler bzw. Pilot stammt aus dem Revell-Kit „North American P-51D Mustang 1:72" und wurde nur gering angepasst. So wurde dem Piloten der Kopf abgeschnitten und schräg wieder angeklebt, sodass der Pilot aus dem seitlichen Flugzeugfenster schauen und zum Fluglehrer auf dem Startfeld blicken kann. Der Fluglehrer stammt aus dem Hause Aerobonus und besteht aus Resin. Die hervorragend detaillierte Figur stellt eigentlich einen „U.S.A.F. Fighter Pilot - Korean War 1950-1953 in 1:72" dar.

Blick auf die im Display eingesetzten Figuren von Revell und Aerobonus.
Blick auf die im Display eingesetzten Figuren von Revell und Aerobonus.

Farbenfrohe Maschine: Die silbernen Teile wurden mit drei verschiedenen Silbertönen lackiert.
Farbenfrohe Maschine: Die silbernen Teile wurden mit drei verschiedenen Silbertönen lackiert.

Bevor der Flugschüler den Motor anwirft, folgen noch letzte Instruktionen des Fluglehrers.
Bevor der Flugschüler den Motor anwirft, folgen noch letzte Instruktionen des Fluglehrers.

Heute sind diese Flugzeuge auf zahlreichen Flugplatzfesten zu bewundern.
Heute sind diese Flugzeuge auf zahlreichen Flugplatzfesten zu bewundern.

Theo Peter

Publiziert am 31. März 2018

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