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Pilatus PC-7 Viper

Sonderbemalung anlässlich des 20jährigen Dienst-Jubiläums

von Jürgen Klinglhuber (1:72 Aeroclub)

Pilatus PC-7 Viper

Das Original:

Im Jahre 2003 gab es Grund zu Feiern - seit nunmehr zwanzig Jahren erfolgte die fliegerische Grundschulung der österreichischen Luftstreitkräfte auf einer Pilatus PC-7 "Turbo Trainer". Wie in meinem Artikel Pilatus PC-7 Turbo Trainer bereits vorgestellt, lässt sich dieser vielseitige und bewährte Trainer auch als leichtes Erdkampfflugzeug und für Überwachungsaufgaben einsetzen. In letzterer Rolle bewährte sich die Maschine beispielsweise während der Jugoslawienkrise im Jahr 1991.

Pilatus PC-7 Viper

Da im "neuen" Europa Österreich auch militärisch enger mit den EU-Partnern zusammenarbeitet, wird mit diesen Flugzeugen zu Trainingszwecken auch in das Ausland geflogen. Aus diesem Grund galt es eine international verwendbare taktische Bezeichnung für diesen Flugzeugtypen zu finden. Die Entscheidung fiel auf "VIPER".

Pilatus PC-7 Viper

Zwanzig Jahre PC-7 in Österreich in Verbindung mit der im Juni 2003 geplanten Airshow "AirPower03" war Anlass, eine der insgesamt 16 im Österreichischen Bundesheer geflogenen PC-7 Maschinen mit einer markanten Sonderbemalung zu versehen. Die Viper wurde am 23. Juni 2003 durch Vizeleutnant Johann Leitner der Öffentlichkeit vorgeführt. Von nun an zeigt die "VIPER" im österreichischen und internationalen Luftraum buchstäblich ihre Zähne.

Pilatus PC-7 Viper

Das Modell:

Meine Entscheidung die PC-7 Viper zu bauen war nach einem Airshow-Besuch schnell gefällt – einen passenden Bausatz zu finden dauerte dann schon länger. Der Bausatz der IPMS Austria war zu diesem Zeitpunkt schon vergriffen, die gängigen großen Hersteller haben die PC-7 nicht aufgelegt. Schließlich stieß ich im Internet auf den Bausatz von Aeroclub. Schnell bestellen bevor jemand auf die Idee kommt auch diese Maschine zu bauen bzw. dieser Kit auch vom Markt verschwindet. Somit war zumindest einmal die Basis für eine PC-7 Viper gelegt.

Wie komme ich jetzt zur Sonderlackierung der österreichischen Viper? Auch hier war das Internet hilfreich: ich fand die Homepage des für die Sonderbemalung verantwortlichen Grafikers. Dieser zeigte sich sehr hilfsbereit und sendete mir verschiedene Ansichten dieser Sonderbemalung, welche ich dann im Photoshop bearbeitete. Mit diesen Grafiken stellte ich schließlich meine eigenen Decals für den Rumpf der Maschine her. Die Aufschrift auf den Tragflächen "20 Jahre PC7" ließen sich aufgrund der weißen „fade out“ Bereiche und dem Umstand, dass ich keinen „Weiß“-Drucker habe natürlich nicht so einfach herstellen. Die Entscheidung fiel Mangels einer besseren Idee auf Airbrushen. Im dritten Anlauf bekam ich den Schriftzug schließlich so hin, dass ich damit zufrieden sein konnte (wobei es war eher ein akzeptieren der Tatsache, dass ich es wohl auch beim 4., 5. oder 6. Versuch nicht besser hinbekommen würde).

Pilatus PC-7 Viper

Eine weitere Herausforderung war die Spirale des Spinners. Aber auch diese Hürde wurde mit Geduld überwunden. Ausreichend Blei war nötig, um aus der Viper keine Cobra mit erhobenem Kopf zumachen – die Maschine zeigte nach Befestigung des Fahrwerks eindeutige Tendenzen zum Tailsitter. Alles in allem ein Bausatz verbunden mit viel Recherchen am Computer und ebensoviel Arbeit an der Werkbank, aber es hat Spaß gemacht und ich denke es hat sich ausgezahlt, denn eine solche "Viper" in der Vitrine wird wohl eher die Ausnahme sein.

Pilatus PC-7 Viper

Jürgen Klinglhuber

Publiziert am 11. November 2009

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