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Junkers Ju 88 V7 Passagierversion

Umbau aus Zvezda Junkers Ju 88 A-5

von Enrico Friedel-Treptow (1:72 Zvezda)

Junkers Ju 88 V7 Passagierversion

Leider findet man über die Prototypen der Junkers Ju 88 nur spärliche und teilweise widersprüchliche sowie falsche Informationen. Dank Peter Achs konnte ich meine Kenntnisse über einen Prototyp etwas erweitern. Es handelt dabei um die Ju 88 V7 in der Passagierausführung. Schon lange geisterte in meinem Hinterkopf die Idee, eine Ju 88 als Passagiermaschine zu bauen. Dabei dachte ich eigentlich an eine „What if“-Maschine. Doch dann fand ich Bilder, die zeigten, dass es tatsächlich eine Passagiervariante gab.

Junkers Ju 88 V7 Passagierversion

Die Junkers Ju 88 V7 (WerkNr. 4947; Zivilkennung D-ARNC, GU+AE) startete am 15.09.1938 zum Erstflug. Ausgerüstet war die Maschine mit Jumo 211A-Triebwerken. Zu diesem Zeitpunkt trug sie noch einen verglasten Rumpfbug, wahrscheinlich auch die normale Bomberausrüstung und entsprach so weitgehend der V6. Vielfach kann man lesen, dass die Maschine später zum Zerstörer umgebaut wurde und in die Bugverglasung drei MG17 sowie ein MG/FF eingebaut bekam. Zum Beweis gibt's dann immer dasselbe Foto. Nur beweist eben genau dieses Foto, dass es sich dabei nicht um die V7 handelt, denn man erkennt eindeutig die Kennung CN+  und nicht GU+.

Richtig ist offensichtlich jedoch, dass die V7 (wahrscheinlich nach der offiziellen Erprobung) in eine Passagiermaschine umgebaut wurde. Die beiden Lasträume wurden statt mit großen Bombenklappen mit je einer kleineren Einstiegsklappe versehen. Innen erhielten sie sehr bequem aussehende helle Polstersitzbänke für insgesamt vier Passagiere. Für die Köpfe gab es in jede Ecke über der Sitzbank ein kuscheliges Kissen. Für Licht in den Passagierräumen sorgten in jedem Raum links und rechts zwei bullaugenartige Fenster. Aber auch die Einstiegsklappen erhielten je ein Fenster. Über der Sitzbank befindet sich auf der linken Seite ein Notausstieg, der bei Bauchlandungen benutzt werden sollte. Ich gehe davon aus, dass es diesen Notausstieg in beiden Passagierräumen gab, obwohl es wohl laut Bild eine Verbindung zwischen beiden Räumen gab.

In dieser Ausstattung soll die Maschine von 1942 bis 44 als Reiseflugzeug bei Junkers eigesetzt gewesen sein. Schließlich wurde sie im Mai 1944 leider von den Alliierten in Villacoublay zerstört.

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Nach diesen Informationen stand dem Bau der V7 als Passagierflugzeug nichts mehr im Weg. Grundlage bildete der Zvezda-Bausatz der Ju 88 A-5. Die Tragflächen wurden verkürzt, Passagierkabinen eingerichtet, Bullaugen gebohrt und „verglast“ sowie neue Einstiegsklappen eingebaut. Für die Belebung des Umfelds sorgt ein Opel Olympia Cabrio (ACE models).

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Enrico Friedel-Treptow

Publiziert am 15. Januar 2014

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