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Hawker Tempest Mk.V

steiniger Weg zum fertigen Modell

von Oliver Peissl (1:48 Eduard)

Hawker Tempest Mk.V

Im Maßstab 1:48 eher weniger bekannt, zählt die Hawker Tempest zu den ersten Plastikbausätzen von Eduard in der Sparte Zweiter Weltkrieg. 2011 wurde das Modell wiederaufgelegt und mit neuen Resin-, Fotoätzteilen sowie neuen Klarsichtteilen versehen. Auch die Decals sind ebenfalls auf dem Stand der Zeit und von Cartograf in gewohnt guter Qualität bedruckt. Um auf die korrekte Länge der Tempest umzubauen habe ich auf das AlleyCat Set, welches neben Resinreifen noch den auf korrekter Länge dargestellten Heckbereich beinhaltet, zurückgegriffen. Der Bausatz ist um 5mm zu kurz und die Form des Seitenleitwerkes ist nicht korrekt wiedergegeben. Ich will darauf hinweisen, dass die Umbauarbeiten nicht ganz leicht sind, will man sich das antun, sollte man etwas erfahrener in solchen Dingen sein, sonst kann es leicht passieren, dass man aufgibt.

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Der verlängerte Rumpf von AlleyCat besteht aus Resin und ist somit von anderer Oberflächenqualität als die Spritzgussteile von Eduard. Laut AlleyCat-Bauplan muss der Bausatzrumpf an einer vorgesehenen Stelle abgetrennt werden, um das Resinheck korrekt anzupassen. Hier gilt erfahrungsgemäß nicht auf Maß abzusägen, sondern noch ca. ½ mm Aufmaß zu lassen, um evtl. Korrekturarbeiten durchführen zu können. Nach den Anpassungsarbeiten musste dieses großzügig angespachtelt werden, was nicht zu unterschätzen ist!

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Die Flügelverbindungen sind ein weiterer Punkt an welchem viel korrigiert und gespachtelt werden muss. Ferner sind die Kanonenöffnungen zu klein und sollten, wie hier auch, durch Kunststoffrohre ersetzt werden. Es empfiehlt sich erst die untere Flügelschale an den Rumpf anzupassen, um dann die oberen Flügelschalen anzusetzen. Durch den Einsatz der Hauptfahrwerksschalen in das Flügelunterteil und des Resincockpits in den Rumpf passt die Unterflügelhälfte nicht mehr in den Rumpf, was dazu führte, dass die Schalen und der Unterboden des Cockpits hauchdünn herunter geschliffen werden mussten. Die Oberschalen der Flügel mussten danach an der Rumpffügestelle um 3-4mm gekürzt werden, um einen korrekten Sitz zu bewerkstelligen. Abschließend habe ich das Modell mittels Revell 90 grundiert, um evtl. Nacharbeitsstellen besser zu finden.

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Die Grundfarben der Tempestlackierung bestehen aus Gunzes RAF Color Set bestehend aus Dark Green, Ocean Grey sowie Medium Sea Gray, welche mit einer Evolution Silverline von Harder&Steenback mit einer 0,15mm Düse frei Hand auflackiert wurden. Diese Düsengröße ist notwendig, um die Übergänge der Öberflächenfarben korrekt darzustellen. Eine Alternative dazu ist abzukleben, jedoch bevorzuge ich die Freihandlackierung. Um den Decals aus dem Hause Xtradecal einen korrekten Untergrund zu schaffen wurde das gesamte Modell mit Mr.MetalPrimer von Gunze lackiert. Dieser Glanzlack ist sehr robust und hat einen hohen Glanzgrad, welcher mit Future vergleichbar ist. Nach wiederholtem Washing mittels hoch verdünnten Ölfarben kam das Nachtönen sämtlicher Flächen zum Einsatz. Hierfür lackierte ich großflächig im ersten Schritt hochverdünntes Buff von Tamiya über sämtliche Flächen des Modells, um den Lack abzustumpfen. Anschließend wurden sämtliche Blechstöße mit einer Rotbraun-Schwarz Mischung sowie die inneren Flächen der Blechstöße mit hochverdünntem Weiß nachschattiert, um ausgeblichenen Lack darzustellen.

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Oliver Peissl,
www.Erlawerke.de

Publiziert am 10. Februar 2014

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