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Heinkel He 280 V1

Auf dem Weg zum Jet

von Thomas Brückelt (1:72 Huma)

Heinkel He 280 V1

Die Heinkel He 280 V2 war das erste zweistrahlige Flugzeug der Welt. Die Flugerprobung begann bereits 1939, als reines Segelflugzeug mit der „V1“. Später rüstete man die He 280 V1 mit Triebwerksattrappen aus, um der Aerodynamik der motorisierten Maschine möglichst nahe zu kommen. Geschleppt wurde mit einer Heinkel He 111B. In der motorlosen Flugerprobung wurden auch Kunstflugfiguren geflogen und Geschwindigkeiten von über 700 km/h erreicht. Der Erstflug mit Düsentriebwerken (He 280 V-2) ließ bis zum 30.3.1941 auf sich warten, da die Triebwerke He S 8 bis dahin nicht zur Verfügung standen. Letzten Endes fiel die Wahl des RLM aber auf die Me 262, so kam es nie zur Serienreife der He 280.

Heinkel He 280 V1

Der Huma-Bausatz beinhaltet Teile und Decals zur Darstellung sämtlicher Versionen: Neben den Triebwerksattrappen liegen auch noch He S 8-, Jumo 004-Triebwerke und vier Pulso-Rohre As 014 bei. Auch der reine Segler steht zur Auswahl. Ich fand die Version mit den Triebwerksattrappen interessant und setzte diese um.

Heinkel He 280 V1

Der Bau gestaltete sich weitestgehend problemlos, nur ein wenig Spachtelmasse kam zum Einsatz. Das Cockpit und die Fahrwerksschächte sind recht spartanisch ausgestattet. Mit gezogenen Gießästen detaillierte ich hier etwas nach und deutete Strukturen an. Der Steuerknüppel aus dem Bausatz ist etwas grob geraten, hier setzte ich einen Eigenbau ein. Da die beiliegende Figur nicht verwendet wurde ergänzte ich selbst hergestellte Ruderpedale. Aus Alufolie entstanden Gurte, die mit Sekundenkleber am Sitz angebracht wurden. Seitliche Konsolen und ein Panel mit Schaltern werten die Seitenwände des Cockpits weiterhin auf. 

Heinkel He 280 V1

Um einen sicheren Stand zu gewährleisten, baute ich eine Bleikammer in den Vorderrumpf ein, indem ich zwei Spanten einsetzte und dazu noch eine Platte auf halber Höhe des Rumpfes über dem Bugfahrwerksschacht einpasste. Die Landeklappen stellte ich ausgefahren dar. Sie mussten dazu aus den Tragflächen herausgetrennt werden. Auch das Höhenruder trennte ich ab und klebte es in gedrückter Stellung erneut an der Dämpfungsfläche an.

Heinkel He 280 V1

Die Mündungen der drei vorgesehenen Bordkanonen spachtelte ich zu, da diese auch auf Originalaufnahmen der Versuchsflugzeuge nicht zu sehen sind. Hierauf geht Huma in der Anleitung nicht ein. Die Verkleidungen der Triebwerksattrappen oberhalb der Nasenleiste wurden ein wenig aufgespachtelt.

Heinkel He 280 V1

Auch die Haube musste etwas angepasst werden. Im vorderen Bereich stimmt die Kontur nicht ganz, hier konnte mit einer Feile korrigiert werden. An den Seiten liegt die Haube nicht ganz am Rumpf an. Die Spalte füllte ich zunächst mit gezogenen Gießästen und trug dann ein wenig Spachtelmasse in den Bereichen auf.

Heinkel He 280 V1

Eine kleine Bohrung an der Nase stellt die Schleppkupplung dar. Einziges Detail außen an der He 280 V1 ist das Staurohr, das ich aus gezogenen Gießästen herstellte. Lackiert wurde das Modell mit dem Pinsel und Revellfarben. Nach dem Anbringen der Decals zog ich mit einem Bleistift die Ruderspalte nach und sprühte seidenmatten Klarlack auf.

Heinkel He 280 V1

Da der Aufbau der He 280 recht überschaubar ist, sich kaum Details an dem Flugzeug befinden und der Anstrich einfarbig ist, war das Modell innerhalb einer Woche fertiggestellt. Neben ein paar Bildern aus dem Internet war die Vorstellung der He 280 in der Zeitschrift Flugzeug Classic 10/2009 unter der Rubrik „Typengeschichte“ mit Text und Bildern sehr hilfreich.

Heinkel He 280 V1

Mit der Darstellung der He 280 als Versuchssegler dürfte ich mir wohl einen Exoten in die Sammlung gestellt haben. Ich gehe davon aus, dass die meisten Modellbauer eine angetriebene Version bevorzugen.

Heinkel He 280 V1

Thomas Brückelt,
www.acrokit.com

Publiziert am 23. Mai 2017

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