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Supermarine Spitfire Mk.Vb

von Roland Sachsenhofer (1:32 HobbyBoss)

Supermarine Spitfire Mk.Vb

Die Spitfire Mk.V in ihren drei Produktionsvarianten Va, Vb und Vc stellt mit weit über 5.000 gefertigten Maschinen die mit Abstand meistproduzierte Version dieses legendären Jagdflugzeugs dar. Bei einer solchen Vielzahl an Maschinen trifft man auch auf recht ungewöhnliche Lackierungsvarianten. Mein Modell der Supermarine Spitfire Mk.Vb BM579 ist ein gutes Beispiel dafür.

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Der Grund dafür ist allerdings keine Norm-Abweichung, sondern eine eigene Norm: Im Frühjahr 1942 wurde von den Briten ein Landungsunternehmen geplant, welches dann allerdings kurzfristig wegen Schlechtwetter abgesagt wurde. Ort der geplanten Landung war der Küstenstreifen von Dieppe, die Bezeichnung des Unternehmens lautete „Operation Rutter“- und das Erkennungszeichen der fliegenden Einheiten bestand in vier weißen Streifen über dem Bug.

Am 4. Juli wurde diese Markierung an der Spitfire BM579 der in Manston stationierten 331. (Norwegian) Squadron angebracht und, nachdem die Operation am 7. abgesagt worden war, auch nicht mehr entfernt. Die Farbe verblasste recht schnell, das ganze wurde wohl auch deshalb so belassen.

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Wer bei der Schilderung von „Operation Rutter“ an die Landung bei Dieppe erinnert worden ist, hat ganz recht: am 18./19 August landeten Britische/ Commenwealth Truppen an den Stränden bei Dieppe. Der Verlauf und die Erfolge/ Misserfolg der Landung sind bekannt und müssen hier nicht weiter erörtert werden, für BM579 bedeutete sie aber das Ende. Die Maschine wurde am 19. August bei den Kämpfen über Dieppe abgeschossen, der Pilot, der bekannte Norweger Arne Berg, konnte sich retten und nach Britannien zurückkehren.

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Die zu dieser Markierung gehörenden Decals stammen aus dem empfehlenswerten Kagero-Band „Mini Topcolor 23, Supermarine Spitfire Mk.Vb“. Die Bausatzteile dagegen stammen von Hobby Boss und stellen ebenfalls höchst empfehlenswertes Material dar.

Der Bausatz bietet zahlreiche Möglichkeiten, diverse Klappen und Verkleidungen geöffnet zu zeigen. Dazu gehört die Motorabdeckung ebenso wie die Abdeckung der Waffenanlage in den Flächen wie auch der Zugang zur Funkanlage im Rumpf. Wem an derlei inneren Werten gelegen ist, kann mit ein wenig Nachbearbeitung ein recht ansehnliches Schmuckstück bauen.

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Mein Ehrgeiz beschränkte sich allerdings darauf, eine nicht zu übertriebene aber doch bemerkbare Alterung der Maschine in Erscheinung treten zu lassen.

Das Cockpit wurde mit einem „interior set“ von Eduard aufgewertet, bis auf die Nachbildung der Bremskabel aus Kupferdraht ist das Modell ansonsten aus der Schachtel gebaut. Passgenauigkeit und Präzision der Teile sind sehr gut, einzig die Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten macht den Bau etwas mühsam. Besonders zu achten ist dabei auf eine saubere Anbringung der vier Teile der Motorabdeckung auf dem filigranen Rahmen. Allzu schnell kann sich hier nämlich ein Verzug einstellen, der die Bugpartie außer Form geraten lassen würde. Auch die transparent gehaltenen Abdeckungen der Waffenschächte müssen besonders achtsam bündig eingepasst werden.

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Die Form des Spinners und der Propellblätter ist eventuell etwas problematisch. Wer sich daran stört, findet auf dem Zubehörmarkt aber rasch Ersatz. In einzelnen Bausatzbesprechungen wird übrigens auch die Form der Kanzelhaube kritisiert - eine Kritik, die hier erwähnt sei, der ich mich mit einem Blick auf die Stimmigkeit des fertigen Modells allerdings nicht anschließen kann.

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Wenn ihr euch selbst ein Bild vom Bausatz und dem Bauprozess machen möchtet, kommt ihr hier zu einem ausführlichen Baubericht auf „Scalemates“

Wie immer stehe ich für Anregungen und Fragen offen: ro.sachsenhofer@gmx.at

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Weitere Bilder

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Roland Sachsenhofer

Publiziert am 01. März 2018

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