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Douglas A-20G Havoc

von Steffen Tittmann (1:48 Italeri)

Douglas A-20G Havoc

Zum Original:

Als die beiden Designer Jack Northrop und Edward Heinemann 1938 ihr Modell 7B entwarfen, wussten die beiden nicht, dass die US Army ein Flugzeug mit 2-Motoren und 3-Punktfahrwerk wollte.

Die Maschine war mit einem P&W 1100 PS starken Motor ausgerüstet und absolvierte am 26.10.1938 ihren Erstflug, leider konnte man nicht genau sagen welches Potential in ihr schlummerte da der Prototyp am 23.01.1939 das zeitliche segnete - durch einen Absturz. Der erste Nutzer der A-20 bzw. DB-7 war die Armée de l´Air, die sie bei der 19. und 32. Luftgruppe erst in Marokko und danach in Frankreich einsetzte.

Auf Grund des Lend/Lease Abkommens zwischen der USA/England und der UdSSR kamen 3125 Stück aller Versionen in die Sowjetunion. Diese wurden von den sowjetischen Streitkräften erfolgreich als Bomber oder, wie mein Modell zeigt, als Nachtjäger eingesetzt. Insgesamt wurden 7478 A-20 aller Varianten hergestellt, der Stückpreis lag bei 74.000 US $.

Douglas A-20G Havoc

Douglas A-20G Havoc

Zum Modell:

Beim Öffnen des Kastens fällt auf, dass es sich um den alten AMT Kit handelt, der nur bei Italeri neu vermarktet wird. Es lassen sich 4 Varianten bauen:

  • 66th BS, 416th BG USAF Frankreich 1944
  • 89 BS, 3 rd BG Neu-Guinea Mai 1944 russ. Luftwaffe
  • 22 nd Squadron Motorai November 1944 RAAF (Royal Australian Air Force)

    Douglas A-20G Havoc

    Douglas A-20G Havoc

    Der Bausatz ist sauber gespritzt und passt trotz seines Alters gut zusammen. Der Bau beginnt, wie bei jedem Flugzeug, mit dem Cockpit. Für das Cockpit wollte ich erst geätzte Gurte verwenden, davon ließ ich aber ab weil ich keine mehr hatte. Das Cockpit ist gut detailliert, man könnte es aufwerten, aber ich bin der Meinung die Detaillierung reicht. Bei meinem Modell konnte ich auf die Bomben verzichten, da mein Modell ja einen Nachtjäger darstellt. Deshalb konnte ich den Bombenschacht geschlossen lassen.

    Douglas A-20G Havoc

    Douglas A-20G Havoc

    Ob die Sache mit dem Tragflächen so eine gute Lösung ist, da die Tragflächen an Teil 12 angeklebt werden müssen. Wenn die Tragflächen dran sind beschäftigen wir uns mit dem Höhenleitwerk. Dieses passt nicht genau auf das Modell, also ein wenig rütteln und schon passt es. Dann müssen eigentlich die Klappen (Fahrwerk) aufgeschnitten werden, aber das passiert erst später. Es sei denn man stellt das Modell mit eingefahrenem Fahrwerk dar, dann nichts aufschneiden. Nun kleben wir die Fahrwerksstreben an das Modell, ein wenig Fingerspitzengefühl ist dabei nötig. Als nächstes sind die Triebwerksgondeln dran, die passen gut, man benötigt nur ein wenig Spachtel an den Übergängen Motorgondel und Tragfläche.

    Bei der Verkleidung für den Motor heißt es aufpassen, dort sind die kleinen Teile (A96-98 und A97-98) anzukleben. Man sollte sich an die Zeichnung der Bauanleitung halten. Dann bauen wir die Motoren in die Verkleidungen ein, diese wurden vorher mit Gun Metall farblich bearbeitet und mit Alu trocken gemalt. Die Paßgenauigkeit der Motorenverkleidung an die Tragflächen ist nicht besonders und erfordert wieder den Einsatz der Spachtelmasse. Als nächsten Schritt bauen wir das Bugradfahrwerk ein und sind schon bald am Ende mit dem Zusammenbau unseres Modells. Nun noch alle Klappen, Bewaffnung, die Props ran und fertig.

    Douglas A-20G Havoc

    Douglas A-20G Havoc

    Douglas A-20G Havoc

    Zur Farbgebung:

    Das Modell war im Original, auch in russischen Diensten, nach US-Norm lackiert. Die Oberseiten waren Oliv Drab und die Unterseiten Neutralgrau. Da mein Modell einen Nachtjäger darstellt mit GNEIS-3 Radar, er wurde während des Krieges eingesetzt, hat es die Antennen des Radargerätes. Das Original wurde noch im Jahre 1945 in Monino erprobt. Es gehörte zur 173.IAP der roten Armee.

    Quellen:

    Squadron Signal A-20 in action Internet

    Steffen Tittmann

    Publiziert am 26. Oktober 2005

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