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Avro Lancaster B. Mk.III

Dambuster

von Jürgen Baumgart (1:48 Tamiya)

Avro Lancaster B. Mk.III

Jetzt komme ich endlich mal dazu, meinen 1:48 Tamiya Lancaster BIII Dambuster zu präsentieren. Den Bausatz hatte ich so Anfang der 80er Jahre als Sonderangebot bei meinem damals noch existierenden Spielwarenhändler zum Preis von 30DM erstanden.

Avro Lancaster B. Mk.III

Flugzeug/Historisches:

Eine Version des Bausatzes war der Lancaster BIII mit der Rollbombe für die Angriffe auf die Möhne- und Ederseetalsperren. Die dabei von Guy Gibson geflogene Maschine AJ - G wurde dann auch von mir gebaut.

Die Angriffe mit der Rollbombe wurden aufwendig vorbereitet, waren aus heutiger Sicht wohl strategisch eher umstritten und trafen letztendlich hauptsächlich die Zivilbevölkerung und auch Kriegsgefangenenlager. Einige Dokumentar- und Spielfilme wurden über dieses Unternehmen gedreht und auch jede Menge Literatur gibt es zu diesem Thema.Weitergehende Informationen (teilweise englisch) finden sich z.B. hier:

Avro Lancaster B. Mk.III

Obiges Bild zeigt im Vordergrund auch die erdbebenwellenerzeugende 10 Tonnen Spezialbombe der Alternativversion BI. Damals wohl die schwerste konventionelle Bombe, war diese in der Lage auch bei nicht so genauem Treffen z.B. Brücken/Verbindungswege durch diese Bebenwellen zum Einsturz zu bringen und war daher strategisch wahrscheinlich eher bedeutend.

Avro Lancaster B. Mk.III

Bau:

Nach langer Bauzeit wurde dieser Viermotorige so vor ca. 3-4 Jahren fertig gestellt. Vorausgegangen waren auch hier abwechselnd (vorwiegend winterliche) Bauphasen und dazwischen dann längere Phasen, in denen das Modell wieder in den Schrank weggelegt wurde.Einen besonders langen Einbruch gab es, nachdem der Rumpf bei einem Lackiervorgang runterfiel und dabei einiges an Einbauten herausfiel, sowie zwei Felder der Kabinenhaube dabei einen Riss bekamen. Erst versuchte ich bei Tamiya Ersatz zu bekommen - keine Antwort aus Japan. Dann hatte ich ernsthaft überlegt, das ganze Projekt dem Mülleimer zu widmen. Aber nachdem ich nochmal eine geraume Zeit Abstand gewonnen hatte, raffte ich mich doch nochmal auf und begann die Einbauten in Flaschenschiff-Manier durch die Nase wieder hineinzufummeln. Irgendwann sägte ich dann auch die kaputten Kabinenhaubenfelder sauber mittig an den angrenzenden Stegen heraus und zog Tiefziehteile anhand der herausgetrennten Teile. Diese wurden dann wieder hochgenau eingepasst. War schon ein ziemlicher Aufwand. Danach kam eines Winters (nach Lesens eines Artikels über die einzige noch flugfähige Lanc in England) dann doch mal wieder ein gewisser Fluss in die Arbeiten.

Avro Lancaster B. Mk.III

Erwähnenswerten Ärger gab es noch, als ich die Tankbeschriftungs-Decals auf die schon lange durchgetrockneten blau-roten Kokarden-Decals auf den Flügeln aufbringen wollte und diese sich dabei wieder anlösten und zerfielen. Naja, die Farben hatten eigentlich eh nicht ganz gestimmt, sie waren eher zu hell (Das untere Bild mit dem geöffneten Motor zeigt noch diese ursprünglichen Decals).

Avro Lancaster B. Mk.III

Zuerst wurden Ersatz-Decals bei Techmod bestellt. Diese Decals waren aber dann teilweise von der Größe her falsch. Gut, ein paar der kleineren Beschriftungen konnte man davon entnehmen, aber nicht die Kokarden. Jetzt half nur noch Auflackieren: Zirkel mit Reißnadel bestückt und Lackierschablonen aus DC-Fix herausgezirkelt. Farben passend gemischt und dann mit der Spritzpistole lackiert. Sehr zufriedenstellendes Resultat! Hält außerdem auch unbegrenzt.Bug-MG-Turm und die Verkleidung dahinter passten sehr schlecht, vor allem wenn man diesen Turm drehbar halten wollte hätte man ernsthafte Passprobleme. Man muss sich beim Einbau dieser Teile sehr genau überlegen, was zuerst und was zuletzt eingebaut bzw. lackiert wird. Das gleiche galt übrigens auch für den Einbau der Rollbombe.

Avro Lancaster B. Mk.III

Außerdem war die Passgenauigkeit der Positionslicht-Verglasungen an den Flügelspitzen sehr schlecht. Hier musste Einpassarbeit erfolgen.

Das Fahrwerk ist sehr filigran, da kann bei dem darauf lastenden Gewicht schon auch mal was abbrechen wenn man nicht aufpasst.

Die Rumpfhälften passten nicht so toll, Spachteln war hier angesagt. Aber die Flügel und das Höhenleitwerk fügten sich dagegen sehr gut an den Rumpf.

Avro Lancaster B. Mk.III

Alterung oder Verschmutzung gibt es bei diesem Modell nicht, es soll halt eine „Museumsaus-führung" sein. Lackiert wurde mit den kleinen Mattschwarz-Sprühdosen von Revell bzw. mit Mattschwarz aus der Airbrush sowie mit Dark Earth und Dark Green von Humbrol. Abgeklebt wurde das Tarnschema auch mit DC-Fix.

Avro Lancaster B. Mk.III

Alles in Allem ist das Modell von der Größe her schon imposant. Und einen Dambuster gab es bei MV soweit ich gesehen habe ja auch noch nicht in der Galerie. Diesen Bausatz gibt es meines Wissens z.Zt. ja auch nicht in 1:48, obwohl vielleicht ja die Chance einer Neupressung besteht, nachdem ja schon die Lancaster in der „Normalausführung" vor kurzem von Tamiya wieder neu aufgelegt wurde.

Teilweise im Hintergrund zu sehen sind unten im Bild eine Lancaster mit Nose-Art („Getting younger every day"/1:72 Frog) sowie eine B-17F („Hells Angels"/1:72 Hasegawa). Von diesen beiden Modellen bald mehr.

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Avro Lancaster B. Mk.III

 

Jürgen Baumgart

Publiziert am 11. November 2009

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