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Supermarine Spitfire Mk.I

K9795, No.19 Squadron, Herbst 1938

von Frank Richter (1:48 Airfix)

Supermarine Spitfire Mk.I

Über die Supermarine Spitfire braucht man wohl nicht allzu viele Worte zu verlieren, ist sie doch sicherlich das bekannteste Jagdflugzeug des zweiten Weltkrieges. Daher beschränke ich mich hier auf die Geschichte der K9795 und ihre Unterschiede zu den späteren Mk. I. Die K9795 gehörte zum allerersten Baulos der Spitfire, sie ist die 9. Serienmaschine und wurde in Eastleigh gebaut. Ausgeliefert wurde sie am 9. September 1938 an die No. 19 Squadron, damals ansässig in Duxford. Wie alle frühen Baumuster unterschied sie sich auch äußerlich vom hinlänglich bekannten Erscheinungsbild aus der Zeit der Luftschlacht um England. Auffälligstes Merkmal der ersten 77 Serienmaschinen war der Watts-Zweiblattpropeller mit fester Blattstellung. Weitere Unterschiede bestanden in:

  • Flache, nicht gewölbte Schiebehaube
  • Frontscheibe ohne Panzerglas
  • Gerader, längerer Antennenmast
  • Pitotrohr mit 2 Sonden
  • Sichtbare Kanonenmündungen der MGs
  • Fehlende Kamera in der linken Flügelwurzel
  • Außen angebrachtes Gegenlager des Ruderhorns an der Seitenleitwerksvorderkante 
  • Unterseite in Silver Dope lackiert

K9795 wurde im April 1940 zur No. 64 Squadron überstellt und noch im selben Monat durch (die eigene?) Flugabwehr getroffen. Nach ihrer Instandsetzung versah sie ihren Dienst bei der No. 222 Squadron. Dort musste sie nach einer Notlandung am 14. 10. 1940 endgültig abgeschrieben werden und war nur noch als Ausbildungsmachine am Boden zu gebrauchen.

Supermarine Spitfire Mk.I

Der Bausatz von Airfix wurde schon vor längerer Zeit bei Modellversium vorgestellt. Er zählt zu den Neuentwicklungen der jüngeren Vergangenheit und bietet zahlreiche Optionen und alternative Teile. Zwar kann er nicht ganz mit den Konkurrenzprodukten aus Fernost mithalten, bietet aber dennoch genügend Potenzial, um ein schönes Modell daraus zu bauen, zumal diese ganz frühe Version bisher nicht Out-of-the-Box zu bauen war (es fehlte wenigstens der Zweiblattpropeller). Allerdings hat Airfix nur einen Teil der Merkmale umgesetzt, so fehlen die "alte" Ausführung des Pitotrohres, das Gegenlager für das Ruderhorn und die Kanonenmündungen. Die Detaillierung ist insgesamt recht mäßig, daher habe ich an der einen oder anderen Stelle ein wenig nachgebessert. So wurden im Cockpitbereich zahlreiche Details ergänzt, insbesondere an den Seitenwänden und die Sitzgurte. Das Intrumentenbrett habe ich mit Teilen eines Eduard-Zoom-Sets etwas aufgepeppt. Trotz der geöffneten Einstiegsklappe sieht man davon aber nicht mehr allzu viel. Die Rudermechanik aller Ruder habe ich ersetzt, ebenso fast alle kleinen "Beulen" an den Tragflächen, da diese bei den leider notwendigen Schleifarbeiten zu stark abgetragen wurden. Die Kanonenmündungen wurden durch Kanülenabschnitte nachgebildet. Passprobleme gab es vor allem im Bereich des Übergangs Tragfläche-Rumpf sowie bei der Schiebehaube. Letztere ist so dick, dass man eigentlich ein Tiefziehteil verwenden sollte, da ich aber gerade keines zur Hand hatte, musste ich mir den entsprechenden Bereich regelrecht zurechtschnitzen.

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Supermarine Spitfire Mk.I

 

Die Bemalung der K9795 ist im klassischen Dark Green / Dark Earth gehalten, allerdings mit einer silberfarbenen Unterseite (Silver Dope). Verwendet wurden alle möglichen Farben, Revell Aqua auf der Oberseite, Revell Enamel Alu Nr. 99 für die Unterseite, Tamiya Klarlack zum Versiegeln und last but not least eine Mischung aus Revell Aqua Glanz- und Mattlack als abschließendes Finish. Auf eine umfangreiche Alterung habe ich bis auf leichte Abschattierungen der Grundfarben sowie einige "Striche" mit der Sprühpistole und einem farblich passend abgetönten Tamiya Smoke verzichtet. Auf der Unterseite wirkt das aber dennoch reichlich übertrieben, da muss ich noch etwas üben. Die Decals sind ein Sammelsurium aus verschiedenen Quellen. Die Bausatzdecals sind quasi völlig unbrauchbar, daher stammen die Kokarden, Zahlen und die schwarzen Linien von XTradecalbögen. Die Kokarden der Unterseite sind auflackiert, da in diesem Bereich einige Beulen vorhanden sind, die ein Aufbringen von derart großen Decals trotz Weichmacher fast unmöglich machen.

Frank Richter,
Ist noch um Aufbau...

Publiziert am 11. April 2011

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