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Bücker Bü-131B Jungmann

der Schweizer Luftwaffe

von Helmut Dominik (1:32 Planet Models)

Modell Bü-131 B Jungmann A-18 der Schweizer Luftwaffe
Modell Bü-131 B Jungmann A-18 der Schweizer Luftwaffe

Original

  • Entwicklungsfirma: C.C. Bücker und Chef-Ing. A.-J. Anderson, Berlin Rangsdorf, D
  • Hersteller: Bücker-Flugzeugwerk, Rangsdorf, D und Doflug Altenrhein, CH
  • Baujahr: 1936
  • Verwendungszweck: Anfänger- und Kunstflugschulung, Verbindung
  • Besatzung: 1 Piltot, 1 Schüler oder Passagier
 

In der Schweiz im Einsatz von 1936 – 1971

Anzahl beschaffter Flugzeuge: 84 und weitere 10

Bü-131 A-62 der Schweizer Luftwaffe
Bü-131 A-62 der Schweizer Luftwaffe

Immatrikulation:

  • A-1 bis A-6 Original
  • A-7 bis A-84 Lizenzbau Doflug Altenrhein
  • A-85 bis A-94 requirierte Flugzeuge von Aero-Clubs

Bü-131 A-10 der Schweizer Luftwaffe
Bü-131 A-10 der Schweizer Luftwaffe

Technische Daten:

  • Bauart: Doppeldecker, 1 ½ stielig, verspannt, Stahlrohrrumpf, Holztragflächen, Stoffbespannungen
  • Abmessungen: Spannweite 7,40 m; Länge 6,62 m; Höhe 2,37 m; Bezugsfläche 13,50 m2
  • Gewichte: Rüstgewicht 400 kg; Zuladung 270 kg; max Abfluggewicht 670 kg

Triebwerk: Hirth HM 504 A-2 (107 kg)

  • Entwicklungsfirma: Ing. Hellmuth Hirth, Stuttgart-Feuerbach, D
  • Hersteller: Hirth-Flugmotorenwerk, Stuttgart-Zuffenhausen, D
  • Typ:Luftgekühlter 4-Takt-Motor, 4 Einzelzylinder, hängend in Reihe angeordnet, Rückenflugvergaser, mechanischer Höhenkorrektor; Zylinderbohrung 105 mm; Kolbenhub 115 mm; Hubvolumen 3,984 L; Verdichtungsverhältnis 6:1; Aufladung keine; Volldruckhöhe auf Meereshöhe; Nennleistung 112 PS bei 2530 U/min

Propeller:

  • 2 Blatt, Schichtholz, Typ Schwarz; Hirthnabe, D = 2,00 m; S = 1,65 m

Ausrüstungen:

  • Fallschirm, Doppelsteuer, Radbremsen. Die Flugzeuge A-87 und A88 wurden 1943 für die Blindflugschulung ausgerüstet. Die A-43 erhielt 1950 versuchsweise einen Autopiloten mit Fernsteuerung. Fünf Flugzeuge wurden mit Schleppvorrichtungen für Segelflugzeug-Schlepp versehen.

Bewaffnung: keine

Flugleistungen: 

  • Ve max. horizontal: 173 km/h
  • Max. Steigleistung: 3,8 m/s
  • Dienstgipfelhöhe: 3500 m ü. M.
  • Flugdauer: 3 Std.
  • Reichweite: 400 km

 

Bü-131 A-47 der Schweizer Luftwaffe
Bü-131 A-47 der Schweizer Luftwaffe

Geschichte

Anfang 1936 musste für die Anfängerschulung ein geeignetes Flugzeug gesucht werden. Aus den Erprobungen mehrerer Typen ging eindeutig die Bücker Bü-131 B Jungmann als geeignetes Flugzeug hervor. Die Bücker Jungmann bewährte sich ausgezeichnet und verblieb dann auch über 30 Jahre im Schulbetrieb bei der Schweizer Luftwaffe. Da das Flugzeug weder Funk noch Blindflugausrüstungen hatte, musste 1971 die gesamte Flotte aus dem Aktivdienst zurückgezogen werden.

Die noch übrig gebliebenen Bü-131 gingen 1972 an den Aero-Club der Schweiz über. Die störanfälligen Hirth Motoren wurden später laufend durch neue Lycoming Boxermotoren ersetzt. Einige Bü-131 Jungmann und Hirth Motoren wurden noch für Ausstellungsobjekte zurückbehalten. 

Bü-131 A-68 der Schweizer Luftwaffe
Bü-131 A-68 der Schweizer Luftwaffe

Heute sind noch sehr viele Bücker Bü-131 Jungmann aus den ehemaligen Schweizer Beständen privat im Einsatz.

Bausatz Bücker Bü-131 Jungmann

Mit einigen Ergänzungen kann auch mit diesem Resinbausatz von Planet Models die Bücker Bü-131 Jungmann der Schweizer Luftwaffe in einer guten Detailtreue nachgebaut werden. Leider sind auch bei diesem Bausatz keine Schweizer Abziehbilder vorhanden.

Bücker Bü-131B Jungmann

Neben den Eigenheiten eines Resinbausatzes (z.B. Kleben mit 2 Komponenten- und Sekundenkleber, Oberflächenbehandlung mit Resin-Primer) braucht es auch für diesen Bausatz bereits ein wenig Modellbauerfahrung. Grundsätzlich kann der Zusammenbau anhand der Bauanleitung erfolgen.

Bücker Bü-131B Jungmann

Folgende Arbeitsschritte sollten jedoch zusätzlich beachtet werden. Als erstes erfolgt der Zusammenbau gemäß Bauanleitung inklusive Rumpf, Seiten- und Höhenleitwerk inklusive den unteren Hauptflügeln. Nach dem Basis Spachteln und Schleifen der Fugen wird noch nachträglich zur Oberflächenverfeinerung nach dem Resin-Primer Mr.Surfacer 500/1000 aufgetragen und abschließend mit einem feinen (600/1000) Wasserschleifpapier die Oberfläche feingeschliffen. Wie bereits erwähnt sollte jedes Resinteil vor dem Bearbeiten und Lackieren wegen der besseren Haftung mit Silikonentferner entfettet und anschließend mit Resin-Primer grundiert werden.

Bücker Bü-131B Jungmann

Als nächster Schritt wird nun dieser fertiggestellte Basis-Bauteil im bereits bemalten Cockpitbereich mit Klebeband abgedeckt und anschließend mit Model Master Acryl Insignia Gelb mit der Airbrush-Pistole lackiert. Nach dem Abtrocknen der Farbe kann nun gemäß einer erstellten Vorlage mit den Abdeckarbeiten für die schwarzen Streifen begonnen werden. Bei diesem Arbeitsschritt bewährt sich, dass der obere Hauptflügel mit seinen Verstrebungen noch nicht montiert wurde. Nun kann auch der obere Hauptflügel mit seinen Verstrebungen bearbeitet und mit Isingnia Gelb lackiert werden. Die äußeren Hauptflügelverstrebungen wurden wegen einer besseren Stabilität mit einem dünnen Rundholz ersetzt, auf die richtige Form angepasst und abschließend noch mit einem Klarlack versiegelt.

Für die anschließende Montage des oberen Hauptflügels mit seinen Verstrebungen wurden mit zwei angepassten Balserholzklötzchen und einem Klebestreifen die beiden Hauptflügel auf die richtige Distanz und Position ausgerichtet und fixiert.

Bücker Bü-131B Jungmann

Für die nächste Bauphase können nun alle Verstrebungen mit Sekundenkleber befestigt werden. Nach dem Aushärten des Klebers werden die Holzklötzchen wieder entfernt. Nun kann man mit der Montage der Spanndrähte wie folgt beginnen. Vorerst werden mit einem 0.3mm Bohrer alle notwendigen Durchgangslöcher auf Flügel und Rumpf gebohrt. Für die „Spanndrähte“ wird ein schwarzer 0.20mm Nylonfaden, der auch mit Silikonentferner entfettet wurde (bessere Haftung beim Kleben), verwendet. Dieser wird durch die Bohrlöcher gezogen und mit einem Klebeband gespannt gehalten. Als nächster Schritt werden die Bohrlöcher mit einem dünnflüssigen Sekundenkleber verklebt, so dass der gespannte Nylonfaden mit fixiert wird. Abschließend werden noch die vorstehenden Enden der Nylonfäden mit einem scharfen Bastelmesser abgeschnitten und die verklebten Bohrlöcher zusätzlich mit einem feinen Spachtel abgedeckt und glatt geschliffen. Mit gelber und schwarzer Farbe wird noch nachgebessert.

Bücker Bü-131B Jungmann

Nun kann mit den letzten Bauschritten bis zum Finish fortgefahren werden. Die Beschriftung A-18 wurde anhand einer neutralen Decalfolie hergestellt. Die Schweizerkreuze (Rot/Weiss) wurden mit der Airbrush-Pistole nach dem Abdecken mit einem zugeschnittenen Abdeckband von Tamiya auf den Flügeln und am Seitensteuer aufgetragen.

Bücker Bü-131B Jungmann

Farben

  • Cockpit: RLM 02 Modelmaster
  • Bückergelb: Model Master Acryl Insignia Gelb
  • Schwarze Streifen / Beschriftung: Revell Airbrush / Schwarz seidenmatt
  • Für das Schweizer Rot kam SM330 sowie für das Weiß SM371 von Revell zur Anwendung

 

Das Finish wurde nach dem Anbringen der Decals mit Mr.Metal-Primer durchgeführt.

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Bücker Bü-131B Jungmann

 

Modellfotos im Großbildformat 16:9

Modell Bücker Bü-131 B Jungmann -01

Modell Bücker Bü-131 B Jungmann -02

Modell Bücker Bü-131 B Jungmann -03

Modell Bücker Bü-131 B Jungmann -04

Modell Bücker Bü-131 B Jungmann -05

Modell Bücker Bü-131 B Jungmann -06

Helmut Dominik

Publiziert am 14. April 2011

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