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Messerschmitt Bf 109 H-1

von John Haas (1:48 Otaki)

Messerschmitt Bf 109 H-1

Geschichte:

Zu Beginn des Jahres 1943 begannen bei Messerschmitt parallel zur Weiterentwicklung der G-Serie erste Versuche, aus der Bf 109 eine höhentaugliche Jägerversion abzuleiten. Um den Entwicklungsaufwand möglichst gering zu halten, schlug die Firma dem RLM eine Ableitung aus der Bf-109-F Serie vor, deren Spannweite durch ein neues, rechteckiges, mit dem Rumpf fest verbundenes Tragflächenmittelstück auf 11,92 m erhöht wurde.

Die Schwenklager der Federbeine des Hauptfahrwerks wanderten an dessen äußeres Enden, so dass sich die Spurweite der Maschine deutlich erhöhte und somit der bei der Focke Wulf FW-190 gegebenen nahekam. Damit ließ sich die BF-109 leichter starten und landen und neigte weniger zum Ausbrechen.

Messerschmitt Bf 109 H-1

Die Federbeine passten beim Einfahren wieder genau in die Öffnungen der unveränderten Außentragflächen. Auch wenn diese abgenommen wurden, blieb der Vorteil der 109 erhalten, auf dem eigenen Fahrwerk stehen zu können.

Die erste Versuchsmachine der geplanten H-Serie trug die Bezeichnung V49 und stammte aus der F-Serie. Mit der neuen Bezeichnung Bf-109 H V1 wurde sie für Leistungsversuche bei Daimler-Benz in Stuttgart-Echterdingen verwendet, wobei mehrfach Flughöhen von über 12.000 m erreicht wurden. Zu diesem Zweck war die Maschine mit der bei der G-Serie eingeführten Druckkabine ausgestattet, über die die F- Serie noch nicht verfügt hätte.

Messerschmitt Bf 109 H-1

Im Sommer 1943 legte man eine Vorserie H-0 auf, die neben dem neuen Flächenmittelstück über ein in der Spannweite ebenfalls vergrößertes Höhenruder verfügte, das wie bei der E-Serie der Bf-109 zum Rumpf hin abgestrebt war. Als Motor diente der DB 601 E mit GM-1 Anlage, die Bewaffnung umfasste zwei 7,92 mm MG-17 und eine 30 mm MK-108 Maschinekanone hinter dem Motorblock.

Trotz eines Startgewichts von 3800 Kg konnte die H-0 Geschwindigkeiten über 740 km/h in Höhen von 14.000 m erreichen.

Anfang 1944 setzte eine Versuchsstaffel der Luftwaffe diese Maschinen nahe Paris versuchsweise unter scharfen Bedingungen ein. Dabei zeigten sich bei hohen Geschwindigkeiten starke Tragflächenschwingungen, die schließlich zum Abbruch dieser Versuche führten.

Messerschmitt Bf 109 H-1

Auf die H-0 folgte noch eine kleine Serie von H-1 Maschinen (nicht nachweislich gesichert), die aus BF-109 G-5 umgebaut worden waren. Sie verfügten im Rumpf hinter dem Cockpit über Rb-50/30 oder 75/30-Aufklärungskameras und wurden als Höhenaufklärer kurzer Reichweite über Großbritannien eingesetzt.

Die gesamte Entwicklung der Bf-109 H wurde im Februar 1944 nicht zuletzt wegen der im Einsatz aufgetretenen Schwingungsprobleme zugunsten der Ta 152 H der Firma Focke-Wulf aufgegeben.

Messerschmitt Bf 109 H-1

Das Modell:

Anlass für dieses Modell war das Buch von William Green "Messerschmitt Bf109". Zum ersten Mal las ich über die Me-109Z "Zwilling" und die Bf-109 H. Über die "Zwilling" habe ich schon geschrieben. Jetzt die Bf-109 H. Irgendwie habe ich etwas mit Höhenfliegern. Ich werde in der Zukunft noch mehr davon zeigen.

Zum Anfang kaufte ich einen Bausatz von Otaki, die Me-109G-6. Das Wichtige war natürlich der Flügel, dieser musste mit zwei rechteckigen Stücken von umgerechnet 20 mm verlängert werden. Ich habe sie aus Plastikplatte von je 3 mm gemacht, zwei Teile auf einander geklebt und dann feilen und schleifen.

Messerschmitt Bf 109 H-1

Die Verbindungen zwischen den Teilen sind mit 1.5 mm Metallstiften (z.B. Büroklammern) verstärkt, was mit Cyanoacrylat ausgezeichnet wirkt.

Auch das Höhenleitwerk muss modifiziert werden. Die Spannweite ist länger: umgerechnet insgesamt 76 mm. Meistens ist es am einfachsten, das ganze neu zu bauen. Dazu kamen auch noch zwei neue Streben wie bei einer E- Version.

Die nächste Änderung war die Luftschraube. Die drei Blätter habe ich durch vier neue Exemplare ersetzt.

Schließlich werden die zwei Glykol-Kühler unter den rechteckigen Flügelstücken angebracht.

Messerschmitt Bf 109 H-1

Bemalung:

Wie oft bei Prototypen und Kleinserienmaschinen ist es schwer Bilder und Zeichnungen zu finden. Auch bei diesem Modell ist das leider keine Ausnahme. Zum Glück gibt es gute Zeichnungen, aber mit Bildern ist es problematisch, auch im Internet fand ich keine Bilder.

Ich habe mich für die Standardtarnung Hellblau RLM 76, RLM 74 Dunkelgrau und RLM 75 Mittelgrau von Polly-S Acryl entschieden.

Messerschmitt Bf 109 H-1

Fazit:

Ich fand diesen Umbau ziemlich einfach zu realisieren und das Resultat ist eine ungewöhnliche Bf-109.

John Haas

Publiziert am 13. April 2012

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