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Henschel Hs 130 E-0

von John Haas (1:48 Eigenbau)

Henschel Hs 130 E-0

Zum Vorbild:

Die Henschel Hs 130E-0 war ein bei der Henschel Flugzeug-Werke AG entworfenes und gebautes Bomben- sowie Fernerkundungsflugzeug für große Höhen.

Entwickelt wurde das Flugzeug im Jahre 1939, nachdem die Arbeiten an dem Henschel Hs 128 eingestellt worden waren, da das Reichsluftfahrtministerium einen Bomber bzw. einen Aufklärer für große Höhen forderte. Das Flugzeug war ein freitragender Tiefdecker in Ganzmetallbauweise mit einziehbarem Normalfahrgestell. Analog der Hs 128 verfügte auch die Hs 130 über eine Druckkabine sowie über Abgasturbolader. Gebaut wurden nur wenige Versuchsmuster in unterschiedlichen Ausführungen.

A-Version mit vergrößerter Spannweite für Steigerung der Dienstgipfelhöhe. Höhenladerzentrale (HZ-Anlage) mit drittem Motor DB 605 T, der einen Kompressor zur Verdichtung der Verbrennungsluft für alle Motoren antrieb. Es wurden vier Exemplare gefertigt. Leistungsfähigstes Höhenflugzeug der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg.

Henschel Hs 130 E-0

Technische Daten:

  • Spannweite: 33,0 m
  • Länge: 19,73 m
  • Höhe: 5,54 m
  • Flügelfläche: 85,0 m²
  • Leergewicht: 12.200 kg
  • Startgewicht: 16.700 kg
  • Höchstgeschwindigkeit: 610 km/h (in 14.000 m Höhe)
  • Dienstgipfelhöhe: 15.100 m
  • Reichweite: 2.250 km
  • Bewaffnung: 2x 500 kg Bomben (oder 2x 900 l Abwurftank)
Quelle: Wikipedia

Henschel Hs 130 E-0

Das Modell:

Im Beitrag zu meiner Me-109 H hatte ich bereits über meine Interesse in Hochfliegern geschrieben. Jetzt stelle ich noch einen Hochflieger vor. Zuerst las ich über diese wunderbare Maschine in dem doch wohl bekannten Buch "Bombers" von William Green. Besonders die technische Anwendung von drei Triebwerken fand ich sehr interessant.

Seitdem wollte ich selbstverständlich ein Modell dieses Muster haben. Leider war kein Bausatz im Maßstab 1:48 zu finden. So blieb es mir nur übrig, selber etwas zu basteln. Nach vielen Jahren hatte ich genügend Erfahrung und besonders den Mut, so ein großes Projekt anzufassen.

Henschel Hs 130 E-0

Die großen Teile wie der runde Rumpf, die Flügel und die Motorgondel sind aus massivem Holz, das Leitwerk ist aus dicken Plastikplatten. Auch die Kleinteile wie das Fahrgestell, die Räder, die Luftschrauben und die vielen Kühler sind aus Plastikplatte hergestellt.

Erstaunlicherweise lief der Bau mit wenigen Schwierigkeiten, nur die Herstellung von 36 Auspuffrohren aus Gussstange war sehr langweilig. Das Cockpit war schwieriger zu machen. Man kann durch die beträchtlich großen Fenster frei in den Innenraum schauen. Da muss doch etwas zu sehen sein.

Henschel Hs 130 E-0

Meine Lösung war, das ganze Rumpfteil hinter dem Cockpit durchzusägen und das Teil mit dem Dremel und Bohrer auszuhöhlen. So konnte ich Sitze, Instrumentenbrett usw. anbringen. Und schließlich die Nervenprobe...die Fenster. Jedes Einzelfenster musste eingepasst werden.

Zuletzt die Bemalung: Ich habe nur wenige Bilder gefunden, meine Meinung nach war die Bemalung in den üblichen Farben: die Oberseite in RLM 70 und RLM 71 und die Unterseite in RLM 65.

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Henschel Hs 130 E-0

 

Fazit:

Der Bau des Modells hat mir viel Spaß gemacht. Besonders in der klassischen Holzbearbeitung habe ich dadurch viel für künftige Projekte gelernt.

Referenzen:

  • Wikipedia
  • "Bombers" William Green, MacDonald & Co. (Publishers) Ltd.

John Haas

Publiziert am 12. Januar 2013

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