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Junkers J.I

von Martin Klein (1:32 Wingnut Wings)

Junkers J.I

Das Panzerflugzeug Junkers J.I

Der 1. Weltkrieg hatte sich zum ebenso verlustreichen wie erfolglosen Grabenkrieg totgelaufen. Nun griffen beide Seiten verzweifelt nach jeder Möglichkeit, die Front wieder in Bewegung zu bringen. Alle neuen Waffensysteme wurden daraufhin untersucht, vom Panzerwagen bis zur Maschinenpistole... Und natürlich überlegte man auch, wie man die damals nagelneuen Flugzeuge zum Kampf gegen Bodentruppen nutzen konnte. Doch erste Improvisationen auf Grundlage herkömmlicher Typen bewährten sich nur mäßig. Doch waren diese Normalkonstruktionen mit "angepappter" Panzerung (AEG J.I und Albatros J.I ) viel zu schwer geraten, der Albatros auch unzulänglich gepanzert (nur Besatzung, keine Motorpanzerung!). In dieser Lage verfielen die Behörden auf Junkers - und erwarteten Wunderdinge vom skurrilen aber genialen Außenseiter. Der ersehnte Erfolg stellte sich tatsächlich ein.

Junkers J.I

Im Einsatz:

Am 9. August 1917 schrieb von Schmidt: "Das Flugzeug hatte 11 Treffer erhalten. An der Panzerung waren die Schüsse abgeprallt, die Flächen jedoch waren stark mitgenommen. Eine Schrapnellkugel hatte die Verkleidung des rechten Oberflügels in der Länge eines 3/4 Meters aufgerissen, ein Holmrohr durchschlagen, das andere geknickt. An Schuss Sicherheit und Schnelligkeit sind unsere Flugzeuge bisher allen anderen überlegen und auch die Schnelligkeit scheint zu genügen."

Junkers JI 857/17 Flieger - Abteilung (A)263, 1918

Junkers J.I

Der Bausatz:

Schon die Bauanleitung entpuppt sich als richtiges Heft in DIN A4. Die zahlreichen Einzelteile des Kits gewährleisten ein sehr schönes Endergebnis. Wer wenigstens eine der Motorhauben offen lassen will, muss den Benz-Sechszylinder etwas nachdetaillieren. Zunächst einmal verzichtete ich auf die Teile E 3-E 4 für den Zylinderblock: Diese am Stück gegossenen Ventilstößel sind einfach zu klobig. WnW liefert die gleichen Teile auch ohne die Stößel (Teile E 9-E 10), doch mit bereits ausgebohrten Einbaulöchern. Zwölf Plastsikstäbchen von 14,5 x 05 mm ergeben schöne neue Ventilstößel mit dem nötigen Sicherheitsabstand zu den Zylindern.

Einziges Manko des Bausatzes sind die etwa 3 mm breiten Spalten zwischen Flügel und Querruder, die am Original kaum zu sehen waren. Diesen einzigen ernst zu nehmenden Fehler des Modells behob ich wie folgt: Ich schnitt aus Alufolie zwei kleine Rechtecke von je 14 x 5 mm. Diese werden zu Wellblech in dem man sie auf die Flügelgravur drückt und mit einem abgerundeten und mit Kleber gehärteten Zahnstocher an den Furchen entlangfährt.

Kurz und gut: Ein Bausatz, der selbst demjenigen gelingen wird, der noch nie einen Doppeldecker gebaut hat!

Junkers J.I

Junkers J.I

Martin Klein

Publiziert am 23. Februar 2013

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