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KV-1S

von Mario Möhring (1:35 Trumpeter)

KV-1S

Hier für euch mein letztes Bauprojekt. Verwendet wurde der neue Bausatz von Trumpeter KV 1S Bausatznr.: 01566 in 1:35. Dessen Inhalt wurde ja schon vorgestellt. Daher wieder ein Baubericht meinerseits.

Auf den ersten Blick ein guter alter Bekannter. Aber weit gefehlt. Alles neue Formen, keine Grate, kaum Fischhaut und nur sehr wenige störende Auswerferstellen. Dazu noch ein sehr schönes Alurohr, obwohl das aus Plaste auch nicht schlecht aussieht. Eine kleine Ätzplatine und verdrillter Draht für das Abschleppseil, plus Klarteile für Scheinwerfer und Rücklicht. Und eine Einzelgliederkette aus Plastik ersetzt die Segmentkette der wohl bekannten KV Reihe.

KV-1S

Nun zum Bau:

Da mein Plastikkleber wieder diese schnelle Reaktion zeigte, muss ich davon ausgehen, dass Trumpeter etwas an der Mischung des Materials verändert hat. Bei meinem letzten altbekannten KV 1 kam es nicht zu diesem Verhalten, dort ist auch das Material etwas härter gewesen. Also hier wieder etwas Vorsicht walten lassen.

Was aber wirklich echt störend ist, sind die in meinen Augen etwas unnütze zu groß ausgefallenen Angussstellen der einzelnen Teile am Gießast. Mag es für den Guss von Vorteil sein, so ist es für die Verarbeitung eher störend und man muss mit größerer Vorsicht an die Arbeit gehen.

KV-1S

Wanne und Fahrwerk:

Die Passgenauigkeit ist aufgrund der neuen Formen als gut zu bezeichnen. Die Spaltmaße vorne und hinten an der Wanne gefielen mir nicht und wurden verschlossen und gleichzeitig Schweißnähte nachgebildet. Bei den anderen Bauteilen ist nur eine geringe Trennnaht zu entfernen, ansonsten keine weiteren Auffälligkeiten.

Das geätzte Abluftgitter ist sehr fein ausgeführt. Dafür ist das Luftleitblech etwas arg stabil. Da ich keine Biegevorrichtung habe, verwendete ich das beiliegende Plastikteil. Dieses macht ebenfalls einen sehr guten Eindruck.

Die Fahrerluke ist nicht offen darstellbar, etwas komisch da die auf dem Motordeck geöffnet, wenn auch nur gering detailliert, dargestellt werden können.

Angedeutete Winkelspiegel, wie bei den alten KV 1 Bausätzen, fehlen hier an der Wanne wie am Turm. Nur für die Kommandantenluke sind welche vorhanden. Die Anbringung der dafür vorgesehen Abdeckplatten sollte mit Fotos nachgeprüft werden.

KV-1S

Für die Kettenglieder gilt ebenfalls das vorsichtige Abtrennen von den großen Angussstellen. Einige sind mir beim Versäubern zu Bruch gegangen. Die angegebene Gliederzahl ist trotz Durchhanges ausreichend. Es verblieben mir je sechs Stück als Reserve.

Teil WT 3 wird nicht erwähnt. Der Form nach ein Haltebolzen mit Platte für Ersatzkettenglieder.

Bei den Zusatztanks sind nach der Montage sämtliche Nähte zu verspachteln und zu verschleifen, damit sie einen halbwegs guten Eindruck machen.

KV-1S

Der Turm:

Der Turm ist längs geteilt, was zwangsläufig zu Spachtelarbeiten führt. Der Zusammenbau der Rohrwiegenteile ist etwas knifflig. Hier ist Sorgfalt angesagt, da sonst die Rohrblende nicht mittig sitzt. Der Deckenlüfter wurde von mir vorsichtig von innen aufgebohrt und die Schlitze geöffnet.

Dass eine Kommandantenluke nicht zu öffnen ist, war mir auch noch nicht bekannt und musste mit O-Fotos erst mal überprüft werden, da die Bauanleitung hier keine Auskunft gibt.

Die Ladeschützenluke kann geöffnet werden. Allerdings muss hier gespachtelt und eventuell nachdetailliert werden.

KV-1S

Der Anbau der Zusatzpanzerplatte für die Stirnseite der Rohrwiege, Teil WP3, sollte mit O-Fotos nachgeprüft werden, da einfach drankleben nicht gerade nach Original aussieht.

Lackierung wieder mit Revell Aqua Farben. Die Tarnung wurde frei Hand mit der Gun aufgetragen. Sie ist zwar nicht bildlich belegt, aber auch nicht ganz unlogisch. Standard Russengrün war mir zu schade für diesen guten Bausatz.

Decals liegen für fünf Fahrzeuge bei, ohne genauere Angaben zum Einsatzort. Sie ließen sich sehr gut verarbeiten.

KV-1S

Wie ist dieser Bausatz nun einzuordnen?

Dem Anfänger empfehle ich die guten alten KV 1 von Trumpeter wegen der großen Angüsse und des weicheren Materials.

Der erfahrene Modellbauer bekommt hier einen gut ausgestatteten Bausatz, auch wenn OOB gebaut wird, bei dem man nichts verkehrt machen kann. Und die Nietenzähler haben immer noch genug Spielraum sich mit Hilfe des Zubehörmarktes auszutoben.

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Mario Möhring

Publiziert am 02. Mai 2014

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