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Lockheed T-33A Shooting Star

von Roland Sachsenhofer (1:48 Academy)

Lockheed T-33A Shooting Star

Die Lockheed T-33 zählt zu den bekanntesten und bei den Piloten auch beliebtesten Flugzeugen der westlichen Welt - das bekommt man meist zu hören, wenn es um die T-33 „Shooting Star“ geht. Auch die Produktionsziffer ist eindrucksvoll und macht den Bekanntheitsgrad dieses Typs plausibel: insgesamt wurden bis zum Produktionsende 1959 in den USA, Canada und Japan über 5.690 Exemplare dieses Zweisitzer gefertigt; das ist für einen Jettrainer schon enorm.

Zahlreiche Luftwaffen haben im Laufe der Jahre diesen Typ geflogen und ihn zum Teil nicht nur in seiner angestammten Rolle als Fortgeschrittenentrainer sondern auch als leichtes Kampfflugzeug genutzt.

Die Abstammung von der P-80 beziehungsweise F-80 ist nicht zu übersehen, schon 1948 wurde aus dem ersten Strahl-Kampfflugzeug der USAF ein Zweisitzer abgeleitet, der dann auch gleich in Großserie geordert wurde.

Lockheed T-33A Shooting Star

Mein Modell zeigt „The Red Devil“, einen T-Bird, der als Verbindungs- und Gelegenheitsflugzeug bei der 67th FBS, 18th FBW in Osan/ Korea 1953 geflogen worden ist.

Es ist dieselbe Maschine, die auch auf dem gelungenen Deckelbild des Bausatzes zu sehen ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Darstellung einigen Modellbaukollegen bekannt ist, zählt doch die T-33 auch in Modellbauerkreisen zu den beliebteren und bekannteren Sujets.

Auch wenn diese Ausgabe schon ein wenig in die Jahre gekommen ist, kann ich den Bausatz doch in (beinahe) jeder Weise empfehlen. In der Schachtel finden sich, wie in den bisherigen Academy Ausgaben auch, die Formen des alten Hobbycraft-Kits.

Die Detaillierung des Cockpits ist etwas gar müde und wird ohne ein wenig Eigeninitiative nicht auskommen können. Es ist wahrscheinlich nur ein kleiner Trost, dass die Klarsichtkanzel so dick gegossen ist, dass man wohl kein Detail unverzerrt zu sehen bekommt. Diesen Bereich wie auch die Fahrwerksbuchten sollte man wohl sportlich als Einladung zum Improvisieren werten und sich nicht weiter abschrecken lassen.

Lockheed T-33A Shooting Star

Womit der Bausatz nämlich wirklich beeindruckt ist seine wunderbare Passgenauigkeit, die sich vom Anfang bis zum letzten Teil des Baues durchzieht. Diese ist gerade bei einem geplanten Nurmetall-Projekt willkommen, da ja hier jede durch Passungenauigkeit aufgezwungene Spachtel- und vor allem Schleifaktion einen deutlich höheren Aufwand zur Folge hat.

Zum anderen lockt der üppig ausgestattete Decalbogen, der den Bau von drei T-Birds ermöglicht. Neben zwei recht ähnlichen Naturmetallvarianten aus dem Koreakrieg steht als dritte eine getarnte Luftwaffenmaschine zur Auswahl.

Lockheed T-33A Shooting Star

Nachdem ich in einigen Berichten gelesen hatte, dass die Decals nicht nur gut aussehen würden, sondern sich auch so verarbeiten ließen, habe ich mich entschlossen, bei der Gestaltung der großflächigen roten Zonene der Außentanks zu beiliegendem Material zu greifen. Zwar hatte ich Zweifel, da ich die zu dicken Trägerfilme von Academy schon einmal kennen gelernt hatte, andererseits war ich froh, den feinen schwarzen Linienzug, der die roten Bereiche umlaufend einfasst, nicht abkleben und lackieren zu müssen.

Lockheed T-33A Shooting Star

Gleich vorneweg gesagt: beinahe hätte ich meine Entscheidung bereut.

Nur sehr viel Weichmacher mit abschließendem Fixierbad haben das Abenteuer gelingen lassen. Mit Geduld und allem Fingerspitzengefühl, das ich aufbringen konnte, wurde der Trägerfilm buchstäblich aufgelöst und die roten Decal-Abschnitte zum Anschmiegen gebracht.

Lockheed T-33A Shooting Star

Wer sich dafür oder für den Bausatz generell interessiert, kann sich den Bauprozess gerne hier im Werkstattbereich des JAM Forums ansehen.

Zu guter Letzt gesagt bin ich sehr froh, diese Ikone unter den Trainingsflugzeugen in die Vitrine stellen zu können. Der „T-Bird“ ist ein derart schmucker Vogel und es gibt so viele unterschiedliche Varianten, dass es mich wirklich reizen würde, ein zweites Exemplar dazu zu gesellen.

Wie immer stehe ich für Anregungen und Fragen offen: ro.sachsenhofer@gmx.at

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Roland Sachsenhofer

Publiziert am 14. August 2014

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