Du bist hier: Home > Galerie > Militärfahrzeuge bis 1945 > PzKpfw. VI (früh)

PzKpfw. VI (früh)

Ein Diorama (Vignetten) nur mal ebend so

von Gerald Willing (1:35 )

PzKpfw. VI (früh)

Zur Geschichte des Projekts:

Ein guter Freund von mir, der von meinem Hobby wusste, fragte mich letztes Jahr im Oktober, ob ich ihm wohl ein Diorama bauen könnte. Es ging dabei um ein Bild, das als Vorlage dienen sollte. Auf dem Bild war ein Tiger von schräg hinten links mit einem Kradmelder im Vordergrund zu sehen. Aus den letzten beiden Turmziffern konnte ich die Fahrzeugnummer ermitteln und schon mal ein wenig recherchieren. Dieser hier dargestellte Tiger befand sich wahrscheinlich im frühen 1943 auf dem Marsch bei Tunesien. Es gibt hierzu mehrere Bilder im Internet. Dummerweise hatte ich nur dieses als Vorlage zur Verfügung, welches das Fahrzeug ohne viel Details zum Umfeld zeigt. Nun gut, die ganze Sache ruhte noch bis Ende Dezember. Anfang Januar dann erfolgte der Startschuss. Richtig kombiniert, von Anfang Januar bis dann Ende Februar sollte das Dio fertig sein. Also ein echt winziges Zeitfenster, um dieses Projekt zu realisieren. Zumal die dazugehörigen Modelle noch bestellt werden mussten. Der Händler meines Vertrauens agierte jedoch sehr schnell, so dass ich die benötigten Kits schon nach drei Tagen zur Verfügung hatte. Selbstverständlich kann man bei so einem knappen Zeitrahmen keine Wunder erwarten, was den Einsatz von PE-Teilen oder sonstigem angeht. 

PzKpfw. VI (früh)Die BeteiligtenDie BeteiligtenPzKpfw. VI (früh)PzKpfw. VI (früh)PzKpfw. VI (früh)PzKpfw. VI (früh)

PzKpfw. VI (früh)

 

Zum Bau:

Also wurde alles in den nächsten Wochen schnell zusammengebaut, wobei mir mein MEK (methyl ethyl keton) sehr hilfreich war. Hiermit kann man die Teile extrem schnell verkleben. Es reicht meistens schon aus, die Teile zusammenzuhalten und das MEK mit einem Pinsel mithilfe des Kapillareffekts in die Klebespalte einlaufen zu lassen - fertig. Schneller kann man nicht kleben; weiterer Vorteil ist, dass die verklebten Teile innerhalb kürzester Zeit  weiterbearbeitet werden können, nach ca. 10 min ist alles ausgehärtet. Das Fahrzeug wurde panzergrau lackiert und die Laufrollen ocker mit schwarzen Gummilaufflächen, wie aus dem Bild ersichtlich. Alles wurde mit Decals versehen und ein wenig mit Washes in verdünntem Schwarz versehen, um ein wenig Tiefe zu erzeugen. Es erfolgte ein dezentes Trockenmalen mit hellgrauer Künstlerölfarbe.

Zuletzt wurde die Vignette erstellt. Hierfür verwendete ich einen einfachen Holzbilderrahmen und Gips mit Vogelsand vermengt. Man kann den Bilderrahmen so ohne weiteres benutzen, sollte jedoch darauf achten, dass die Glasscheibe am Rahmen mit Kleber fixiert wird, sonst drückt man nach dem erfolgenden Gipsauftrag den Belag mit der Scheibe wieder ein, wenn man die Fahrzeuge montiert. Der Belag aus Sand und Gips wurde grob hinmodelliert, wie ich die Landschaft haben wollte, und konnte erstmal einen ganzen Tag lang trocknen.

Danach erfolgte die Bemalung der Platte mit Revell Aqua Paint Ocker in wolkigen Schritten (ordentlich dünn), dabei sammelte sich die Farbe wie bei einem Wash schon in den Senken der Struktur. Danach bestreute ich die Platte nochmals leicht mit Sand, den ich dann mit Haarspray extra strong fixiert habe. Jetzt wurden die Fahrzeuge installiert. Dafür verwendete ich einfachen Holzleim. Diesen kann man dann ruhig so anwenden, dass er seitlich leicht hervorquetscht. Die hervorguckenden Leimstellen habe ich sogleich auch mit Sand abgestreut. So entstand ein leicht eingesunkener Charakter der Geräte. Danach erfolgte ein leichtes Einnebeln der Fahrzeuge mit Modelmaster Sand 1706 im Fahrwerksbereich. Jetzt arbeitete ich noch ein wenig mit dem Tamiya Wethering Set nach, und zu guter Letzt versiegelte ich alles nochmals mit Revell Matt 2. Voilà - fertig war das kleine Diorama.

Happy Modelling

PzKpfw. VI (früh)

PzKpfw. VI (früh)

PzKpfw. VI (früh)

Gerald Willing

Publiziert am 20. März 2015

Du bist hier: Home > Galerie > Militärfahrzeuge bis 1945 > PzKpfw. VI (früh)

© 2001-2019 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links | Blog