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Curtiss P-40B Tomahawk IIB

von Roland Sachsenhofer (1:32 Trumpeter)

Curtiss P-40B Tomahawk IIB

Die Vorbildmaschine ist für einige Wochen ab Mitte September 1941 bei der 73 Squadron gemeinsam mit zwei weiteren P-40B aus eingesetzt worden. El Gamil in Ägypten war damals Stationierungsort der Gruppe.

Die meiste Zeit über wurde sie von Peter Wykeham-Barnes, dem kommandierenden Offizier der 73. Sqdr., geflogen, der mit insgesamt zwölf Abschüssen zu den „Assen“ zählt.

Die in zwei Blautönen gehaltenen Winkel um die Rumpfkokarden hatten damit übrigens nichts zu tun. Wahrscheinlich waren sie aufgebracht worden, um die Staffelzugehörigkeit während des Flugs deutlich zu machen - vorschriftswidrig, aber effektiv, entspricht dieses Zeichen doch dem in der Zwischenkriegszeit geführten Erkennungszeichen der 73. Squadron.

Curtiss P-40B Tomahawk IIB

Das übrige Äußere der Maschine entspricht dem Tarnschema des europäischen Schauplatzes; offensichtlich war in der kurzen Einsatzzeit der Maschine keine Gelegenheit für eine Neulackierung gewesen.

Eine willkommene und gute Gelegenheit für den Modellbauer, die Auswirkungen nordafrikanischer Bedingungen auf die Oberflächen einer in „Dark Green“, „Dark Earth“ und „Light Grey“ lackierten Maschine zu simulieren! Ich kenne nur eine Aufnahme dieser Maschine im Flug, die allerdings, bei aller schlechten Bildqualität, doch sehr gut eine schon etwas mitgenommene Oberfläche vermuten lässt.

Curtiss P-40B Tomahawk IIB

Auf eine Grundierung kam als erste Farbschicht „White Aluminum“ von Alclad, dieses wurde dann in bewährter Manier mit Abdecklack Marke „Maskol“ überall dort betupft, wo ich Lack-Abrieb simulieren wollte. Nach der vervollständigten Oberflächengestaltung kann dieses wunderbare Material einfach runtergerieben werden.

Zusätzlich habe ich hier auch ausgiebig von Schleifpapieren feiner als 2500er Körnung Gebrauch gemacht, um eine allgemein angegriffene Lackierung darzustellen. Das funktionierte auch bei den Decals sehr gut. Diese schmiegen sich nach dem Schmirgeln ganz wunderbar und scheinbar ohne eigene Materialstärke an die Oberflächen an.

Nachdem mir diese Technik relativ neu und ich vom Ergebnis recht angetan war, habe ich beschlossen, dieses Vorgehen in mein Repertoire aufzunehmen.

Die Decals stammen übrigens vom EagleCals Bogen EC 73 „P-40 Tomahawk IIB“.

Curtiss P-40B Tomahawk IIB

Abschließend noch einmal zurück zur Historie.

„AK490“ wurde bald aus dem Bestand der 73. Squadron gestrichen. Zu ihrem weiteren Schicksal ist nur bekannt, dass sie schon im Oktober 1941 abgeschrieben wurde, nachdem sie bei der Bruchlandung einer anderen Tomahawk stark beschädigt worden war.

Dieses Flugzeug stellt also kein sonderlich „ruhmreiches“ Fluggerät dar, hat aber dank seiner recht eigenwilligen und attraktiven Markierung doch einen angemessen Platz in jeder Vitrine.

Curtiss P-40B Tomahawk IIB

Die vorgestellte Tomahawk IIB entstand parallel mit einer zweiten P-40B von Trumpeter, auch diese mit einer nicht ganz alltäglichen Lackierung.

Auf Modellversium ist sie mit einem eigenen Artikel, in dem ich auch ein paar Angaben zur Geschichte der P-40 mache und etwas ausführlicher auf den Modellbausatz von Trumpeter eingehe, zu finden.

Curtiss P-40B Tomahawk IIB

Wenn ihr Euch selbst ein Bild vom Bausatz und dem Bauprozess dieses Modells machen möchtet, kommt ihr hier zum JAM-Baubericht.

Wie immer stehe ich für Anregungen und Fragen offen: ro.sachsenhofer@gmx.at

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Curtiss P-40B Tomahawk IIB

 

Roland Sachsenhofer

Publiziert am 24. Oktober 2015

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