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Bücker 181 Bestmann

von Frank Richter (1:48 Special Hobby)

Bücker 181 Bestmann

Die Bücker 181 knüpfte, was ihre Konstruktion anging, nahtlos an ihre berühmten und äußerst beliebten Vorgänger Bücker 131 und 133 an. Allerdings war sie im Gegensatz dazu kein Doppeldecker mehr, sondern von Anfang an als Eindecker ausgelegt mit einem geschlossenen Cockpit, in dem die beiden Insassen nebeneinander saßen. Der tief angesetzte Flügel war eine Holzkonstruktion mit Stoffbespannung, während am Rumpf vorwiegend ein Stahrohrahmen das Traggerüst bildete, welches ebenfalls mit Stoff bespannt war. Der hintere Teil des Rumpfes war komplett aus Holz gefertigt. Der Prototyp mit der Registrierung D-ERBV hob im Februar 1939 mit Artur Benitz am Steuer zu seinem Jungfernflug ab. Dank ihrer hervorragenden Flugleistungen wurde die Bücker 181 nach ausgiebigen Tests durch das Reichsluftfahrtministerium als Standardtrainer für die Luftwaffe ausgewählt. Man gab ihr den Beinamen "Bestmann". Die Produktion begann 1940 in zwei Hauptbaureihen mit unterschiedlichen Motoren. Bei der "B" kam der Hirth HM 500A zum Einsatz, während bei der "C" der Hirth HM 500 B eingebaut wurde.

Bücker 181 Bestmann

Da der Bedarf an Trainern im Verlauf des Krieges stetig anstieg, musste die Produktion an andere Firmen vergeben werden. So baute neben Fokker in den Niederlanden auch die Firma Zlin im besetzten Böhmen und Mähren die Bücker 181. Nach dem Krieg wurde die Produktion in der nun befreiten Tchechoslowakei sowohl für den zivilen Sektor als auch für das Militär mit unterschiedlichen Motoren weitergeführt. Schon während des Krieges wurde das Flugzeug auch in Schweden unter der der Bezeichnung Sk 25 gebaut. Nach dem Krieg vergab Zlin außerdem eine Lizenz an den ägyptischen Flugzeugbauer Heliopolis Aircraft Works, der die Flugzeuge unter der Bezeichnung Z-381 Gomhouria fertigte. Als Antrieb kam ein Walter Minor 4-III Motor zum Einsatz.

Bücker 181 Bestmann

Obwohl die Bücker 181 vorwiegend ein Trainingsflugzeug war, wurde sie natürlich auch für Verbindungsaufgaben eingesetzt. Gegen Ende des Krieges war die Situation der Luftwaffe derart desolat, dass die Bücker 181 sogar für den leichten Erdkampf herangezogen wurde. Dazu wurde sie entweder mit vier Panzerfäusten oder sogar mit 50kg Bomben an einer speziellen Halterung bestückt. Nach dem Krieg setzte die britische Besatzungsmacht zahlreiche Bücker 181 für ihre Zwecke ein. Später wurden diese dann an Frankreich abgegeben. Bis in die 1960er Jahre sah man die Bestmann noch am Himmel und auch heute noch sind einige flugfähige Exemplare erhalten geblieben.

Bücker 181 Bestmann

Wie üblich beginnt der Zusammenbau mit dem Cockpit, hier ist die Platzierung der einzelnen Teile etwas vage, vor allem der Querbalken A12 will sich nicht so recht in das Ensemble einfügen, gleiches gilt für die beiden Hebel A8. Das Instrumentenbrett mit seinen schönen Gravuren habe ich mit dem Decal belegt, was sehr gut aussieht. Beim nächsten Mal würde ich das große Decal in kleinere Teile zerschneiden, da es sich dann sauberer platzieren lässt. Die Passung des Cockpits im Rumpf ist sehr gut, hier gibt es keine Probleme. Die aus zwei Hälften bestehenden Tragflächen muss man etwas dünner schleifen, da man sonst eine ziemlich dicke Hinterkante bekommt. Bei der Gelegenheit sollte man erwägen, die beiden Laschen an der Wurzel gegen etwas anderes auszutauschen. Bei mir war dort nach dem Zusammenkleben der beiden Hälften ein Versatz vorhanden, wodurch ich später am Übergang Rumpf-Flügel einiges zu tun hatte. Die Höhenleitwerke und auch die beiden Fahrwerksbeine passen dagegen sehr gut.

Bücker 181 Bestmann

Richtig Probleme hatte ich mit der Verglasung, der vordere Teil passt zwar, was die Kontur angeht, hervorragend, ist aber über 1mm zu breit. Der hintere Teil (wo das Netz angeklebt wird) ist anders gerundet als der vordere Teil. Ich vermute mal es handelt sich um einen Einzelfall, so wie es aussieht hat sich das vordere Teil beim Herausnehmen aus der Spritzgussform etwas verzogen, es wurde quasi "plattgedrückt". Beide Teile passen also zwar am Rumpf aber nicht zueinander. Bei einem zweiten Bausatz war hier alles in Ordnung, komischerweise. Nun denn, sehr viel Schleifen brachte die Teile irgendwie zusammen, naturlich nicht ohne am Ende doch zu reißen :( Der restliche Zusammenbau verlief problemlos. Es sind ja auch nur ganz wenige Teile zu verbauen. Bemalt wurde alles mit Vallejo- und Lifecolor-Farben.

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Frank Richter,
Frank's Webtrash

Publiziert am 09. September 2013

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