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Einfamilienhaus

von Thomas Mohr (1:100 Eigenbau)

Einfamilienhaus

Im Jahr 1997 wurde die Wohnung der Familie endgültig zu klein, und einige günstige Umstände gaben mir die Möglichkeit, im Rahmen eines Einheimischenmodelles ein Grundstück zu kaufen, und mit den Planungen für den Bau eines Hauses zu beginnen.

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Nach Sichtung von Unmengen von Prospekten verschiedener Bauträger wurde klar, dass keines der angebotenen Häuser meine Anforderungen erfüllen würde (wie z.B. zwei wenigstens einigermaßen gleichgroße Kinderzimmer), also wurden die folgenden Wochen damit verbracht, Pläne für das Haus am heimischen PC zu entwickeln. Man glaubt gar nicht, auf was für Probleme man da stoßen kann, beispielsweise ist es leicht, in jedem Stockwerk eine Treppe vorzusehen, nur die Tatsache, dass die in jedem Stockwerk an der selben Stelle sein muss, schafft vorher ungeahnte Probleme. Am Schluss wäre ich fast an der Kleinigkeit gescheitert, den kleinen Kamin vom Keller bis zum Dach durchzubringen, ohne dass der dann mitten durch das Wohnzimmer geht...

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Als der Grundriss der Inneneinrichtung des Hauses endlich fertiggestellt war, konnte das Haus auf dem Grundstück eingeplant werden, und erste Ideen entwickelt werden, wie die Außenanlagen ungefähr aussehen sollten. Leider war aus dem Bebauungsplan im Maßstab 1:1000 oder mehr nicht zu erkennen, dass die Ecken der Grundstückgrenzen keine 90 ° Winkel waren, was später noch einige kleinere Probleme schuf.

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Dann schlug der Modellbauer in mir zu: ich begann, aus dünnen Holzplatten, Streichhölzern, Sandpapier und etlichem Zubehör aus dem Eisenbahnbereich ein Modell des geplanten Hauses zu erstellen.

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Auch der Aussenbereich des Hauses samt Terrasse, Hecken, einem kleinen Beet (das nie realisiert wurde) und einem Sandkasten für den jüngeren Sohn wurde säuberlich ausgestaltet. Ach ja, der Sandkasten wurde ebenfalls nie realisiert, weil am Anfang praktisch die gesamte Umgebung des Hauses ein einziger Sandkasten war, und als dann so langsam alle Nachbargrundstücke zugebaut waren, war der Sohn aus dem Sandkastenalter längst herausgewachsen.

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Das Auto steht auf dem Modell noch auf dem Platz, der laut Bebauungsplan dafür vorgesehen war. Tatsächlich steht es jetzt vor dem Haus, aber das hat sich erst im Laufe der Außenarbeiten so ergeben. Das ist auch nicht wirklich mein Auto, aber da es das, das ich damals fuhr, nicht als Modell gab, hab ich halt das genommen, was ich gerne gefahren hätte... ;o)

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Der Carport, damals noch aus Holz vorgesehen, samt dem Auto meiner Frau (das sie wiederum nicht hatte, aber gerne gehabt hätte) und ein kleiner Schuppen für Fahrräder und Gartengeräte, gesehen von der Rückseite des Hauses. Letzerer ist tatsächlich dann mehr als doppelt so groß ausgefallen, und immer noch zu klein...

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Hier der Eingangsbereich des Hauses mit Carport, und dem größeren Sohn auf einem Skateboard. Naja gut, das Skateboardfahren gehört ebenfalls zu den Dingen, die nie realisiert wurden... Man beachte auch den Maschendrahtzaun aus einigen Drähten und einem Gitternetz von Verlinden.

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Das Haus besteht aus dünnen Holzplatten, die nach Zeichnungen ausgeschnitten, mit grobem Sandpapier beklebt und weiss angemalt wurden. Die Fenster wurden aus Plastiksheetstreifen und Klarsichtfolie erstellt, die Fensterbretter aus schmalen Alustreifen, und das Dach, die Bodenbeläge für Einfahrt und Terrasse, die Hecken, der Baum und die Grasmatten stammen aus dem Eisenbahnzubehör, wie auch die Figuren.

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Nun ja, nachdem der Bauleiter die Planung übernommen hat, sah das Ganze dann doch ein wenig anders aus, auch wenn die Grundzüge durchaus noch erkennbar sind. Jetzt sind auch die schrägen Grundstücksgrenzen zu erkennen, die vor allem dazu führten, dass der Carport, jetzt massiv aus Stein gemauert, auf der Außenseite eine schräge Wand hat. Das ist aber durchaus praktisch, weil trotz der Tatsache, dass die Eingangstreppe jetzt unter dem Carportdach liegt (sehr praktisch, wenn man bei strömendem Regen die Wochenendeinkäufe aus dem Auto laden muss), noch genug Platz im Carport ist, so dass ich auch mein Motorrad noch zwischen Treppe und eingestelltem Auto vorbeibringe.

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Wie man sehen kann, ist die Dachneigung deutlich gewachsen, von den ursprünglich angedachten 38 ° auf die maximal erlaubten 48°, weil das im Obergeschoss doch deutlichen Raumgewinn gibt. Auch die ursprünglich vorgesehene Einbuchtung des Hauses im Bereich der Terrasse ist verschwunden, dafür führt jetzt eine sehr breite Schiebetür zur Terrasse. Auch das Auto steht, wie bereits erwähnt, nicht auf dem im Bebauungsplan vorgesehenen Platz, sondern neben der Carporteinfahrt vor dem Haus.

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Der ursprünglich in Holzbauweise vorgesehene Carport ist nun eine solide gemauerte Konstruktion inclusive einem Abstellraum im hinteren Bereich. Die Bemalung der Carportwand mit einer Toscana-ähnlichen Landschaft ist übrigens nicht auf meinen Mist gewachsen, die stammt von einer künstlerisch begabten Nachbarin, deren Schwester direkt neben uns wohnt, und die beim Blick aus ihrem Wohnzimmerfenster lieber eine Landschaft statt einer weißen Carportwand sehen wollte. Tja, das Modell stellt also nicht mehr das Haus dar, wie es wirklich ist. Aber es hat seinen Zweck erfüllt, und hat viel Spaß gemacht, insbesondere weil es ja auch mit der Vorfreude auf das echte Haus gebaut wurde.

Thomas Mohr

Publiziert am 23. September 2005

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