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SMS Magnet

KuK österreichisch-ungarisches Torpedokanonenboot

von Martin Deuretsbacher (1:700 JB Models)

SMS Magnet

Aufgrund der positiven Erfahrungen mit den drei Torpedoschiffen der Meteor-Klasse und der SATELLIT als Einzelschiff entschied die Marinesektion den Bau des nächsten Torpedofahrzeuges wieder der Schichau-Werft zu erteilen. Im September 1895 begann die Werft mit dem Bau des Torpedofahrzeuges, das im März 1896 den Namen MAGNET erhielt. Am 21. März 1896 lief MAGNET vom Stapel. Sie erreichte mit 5776 PSi Maschinenleistung eine Höchstgeschwindigkeit von 25,97 kn. SMS MAGNET war bei ihrer Auslieferung das schnellste Boot der KuK Kriegsmarine. SMS Magnet wurde bis zum Ende des Krieges 1918 zur Sicherung der dalmatinischen Küste, als Sicherungsfahrzeug von Geleitzügen und zur U-Boot Bekämpfung eingesetzt.

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Am 14. Juli 1896 verließ MAGNET unter Korvkpt. Chiari die Werft in Pillau, wo sie nach Aufenthalten in Kiel, Gibraltar und Korfu am 2. August 1896 im Kriegshafen Pola eintraf. Nach Vervollständigung der Ausrüstung im Arsenal in Pola verlegte MAGNET im November 1897 zum Interventionsgeschwader vor Kreta. In den Folgejahren nahm sie an den üblichen Flottenmanövern und Landungsübungen teil.

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Gemeinsam mit SMS Planet unternahm sie im Sommer 1901 eine Reise nach Konstantinopel, die Dardanellen und eine ausgedehnte Kreuzfahrt in die nördliche Ägäis. Auf ihrer Rückreise liefen die beiden Torpedokanonenboote entlang der kleinasiatischen und syrischen Küste bis Beirut und dann über Zypern, Rhodos, Kreta, der westgriechischen und albanischen Küste 15 Häfen an, bis sie am 2. Oktober 1901 wieder in Pola eintrafen.

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Am 23. April 1909 verließ MAGNET mit dem Panzerkreuzer KAISER KARL VI. und dem Kreuzer ZENTA den Kriegshafen Pola, um an einer internationalen Flottendemonstration gegen die Türkei teilzunehmen.

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MAGNET wurde während des Krieges überwiegend in Lussin stationiert. Am 2. August 1916 wurde sie bei der Sicherung der Bergung des gestrandeten italienischen U-Bootes GIANCINTO PULLINO vom italienischen U-Boot SALPA torpediert. Dabei wurde das Heck abgerissen, elf Mann starben und sieben wurden verwundet. Das war der einzige erfolgreiche Angriff eines italienischen U-Bootes auf ein Kriegsschiff im Ersten Weltkrieg. MAGNET blieb trotzdem schwimmfähig, wurde repariert und leistete weiterhin Sicherungsdienst bei Geleit- und U-Boot Suchfahrten. MAGNET wurde 1920 Italien zugesprochen und sofort demoliert.

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SMS MAGNET hatte ein Deplacement von 491t, war 71m (ab 1916 68,82m) lang und 8,20m breit. Sie hatte zwei Schrauben, die von vier Wasserrohr-Kesseln mit zwei Dreifach-Expansionsmaschinen angetrieben wurden. Die Bewaffnung bestand aus 6/47mm L/44 SFK von Skoda (ab 1916 2/7cm L/45 und 4/47mm L/44 SFK) und drei 45cm Deck-Torpedorohren.

Österreich-Ungarn verfolgte ständig die Entwicklung des Zerstörerbaus im Ausland. So beschaffte die KuK Kriegsmarine in der Folgezeit neue Einheiten für ihre Torpedowaffe nach britischen Mustern, wie die Cobra- und Kaiman Klasse, später Zerstörer der Huszar Klasse.

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Der Bau des Modells gestaltete sich einfach und zeigt SMS MAGNET im Aussehen von 1897 bis 1908, noch ohne Funkkabine. Die Torpedorohre wie auch die Geschütze des Bausatzes waren bis zur Unkenntlichkeit verhutzelt, sodass ich sie selbst gemacht habe.

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Literatur:

  • Die Torpedoschiffe und Zerstörer der k.u.k. Kriegsmarine 1867-1918, Franz F. Bilzer, H.Weishaupt Verlag Graz
  • Wikipedia, SMS Magnet 16.7.2018

Martin Deuretsbacher

Publiziert am 21. Juli 2018

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