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deutscher 21cm Mörser 18

Ein riesiger deutscher Granatwerfer namens Siegfried

von Theo Peter (1:72 Revell)

Blick auf den riesigen als deutscher Granatwerfer bezeichneten 21cm Mörser 18.
Blick auf den riesigen als deutscher Granatwerfer bezeichneten 21cm Mörser 18.

Zum Original

Der mehr an eine Haubitze als an einen Mörser erinnernde 21cm Mörser 18 wurde bei den Deutschen auch als Granatwerfer bezeichnet. Um die gewaltige Kraft beim Abfeuern des Mörsers zu bändigen, verfügte der 21cm Mörser 18 über einen doppelten Rohrrücklaufmechanismus. Einmal im Geschützrohr selbst und einmal in der Oberlafette. Somit gelang es den Waffenentwicklern, dass die Unterlafette beim Abfeuern fast überhaupt nicht bewegt wurde.

Der Mörser 18 wurde in Feuerstellung durch die Bodenplatte nach oben gedrückt und stand damit nicht mit den Rädern, sondern nur mit der Bodenplatte auf dem Untergrund. Dies hatte zudem den Vorteil, dass der Mörser mit einem einzigen Mann geschwenkt werden konnte. 1941 wurde die 17cm Kanone 18 im Heer eingeführt. Die Kanone 18 und der Mörser 18 wurden auf der selben Lafette aufgebaut.

Da die Reichweite der Kanone 18 mit 26,5 km etwas höher als beim Mörser 18 (ca. 17 km) war und die Wirksamkeit der Munition fast gleich war, wurde ab 1941 die Kanone 18 dem Mörser 18 vorgezogen. So wurde die Produktion des Mörser 18 im Jahre 1942 eingestellt. Leider war das Gewicht des Mörsers und auch der Kanone extrem hoch, weshalb der Transport der Geschütze auf Langstrecken meistens demontiert erfolgen musste. Eine geübte Mannschaft konnte ca. einen Schuss pro Minute abfeuern.

Gut getarnt unter einem Tarnnetz macht die Mörser-Besatzung den riesigen Mörser 18 wieder schussfertig.
Gut getarnt unter einem Tarnnetz macht die Mörser-Besatzung den riesigen Mörser 18 wieder schussfertig.

Blick auf den doppelten Rücklaufmechanismus der Kanone. Einmal im Geschützrohr selbst und einmal in der Mörseroberlafette. So bewegte sich die untere Lafette beim abfeuern fast überhaupt gar nicht.
Blick auf den doppelten Rücklaufmechanismus der Kanone. Einmal im Geschützrohr selbst und einmal in der Mörseroberlafette. So bewegte sich die untere Lafette beim abfeuern fast überhaupt gar nicht.

In Feuerposition wurden die Transporträder durch den Bodenteller in die Luft gedrückt. So stand der Mörser fest auf dem Boden und konnte obendrein von einem einzelnen Mann gedreht und in eine neue Feuerposition gebracht werden.
In Feuerposition wurden die Transporträder durch den Bodenteller in die Luft gedrückt. So stand der Mörser fest auf dem Boden und konnte obendrein von einem einzelnen Mann gedreht und in eine neue Feuerposition gebracht werden.

Zum Bau des 1:72 Mörsers:

Auch bei diesem Werk handelt es sich um einen Umbau eines bereits gebauten Modells. Die 17cm Kanone 18 aus dem Bericht  schaffte es erneut auf meinen Basteltisch. Als erstes wurde das damalig an der Kanone angebrachte Tarnnetz entfernt. Anschließend wurde der Kanonenlauf entfernt und durch den etwas kürzeren Mörserlauf des 21cm Mörser 18 ersetzt.

Das selbe wurde mit den Laufrädern gemacht. Die Schutzbleche der ehemaligen Kanone 18 wurden entfernt, um dem Mörser keinen Fabrikneuen Zustand zu geben, sondern von Soldaten durchgeführte Feldumbauten darzustellen. An den Rädern wurde jeweils ein Splint aus Draht angebracht. Bemalt wurde der Mörser mit matten Revellfarben grundiert und anschließend mit Panzergrau trockenbemalt. Das Tarnnetz besteht aus einer Mullbinde und wurde in einem Drei-Farben-Flecktarnanstrich bemalt und über den Mörserlauf und die untere Mörserlafette angebracht. Die Decals stammen aus der Restekiste und stellen einen rein fiktiven Mörser dar.

deutscher 21cm Mörser 18

Durch Anbau der Mörser 18 Räder und des Mörser 18 Geschützrohres wurde aus der bereits gebauten Kanone 18 der Mörser 18 gebaut.
Durch Anbau der Mörser 18 Räder und des Mörser 18 Geschützrohres wurde aus der bereits gebauten Kanone 18 der Mörser 18 gebaut.

Liebe zum Detail: Die winzigen Drahtschlaufen lassen des Mörser noch realistischer wirken.
Liebe zum Detail: Die winzigen Drahtschlaufen lassen des Mörser noch realistischer wirken.

Zum Bau des Displays:

Das Diorama zeigt eine Mörserstellung im Spätsommer 1942 in Frankreich. Die Mörsermannschaft überprüft den Mörser auf Schäden, während die beiden uniformierten Soldaten die Front im Blick behalten. Die Grundplatte des Dioramas stellt eine ca. 10x20cm große Holzplatte dar. Die Geländestruktur wurde mit Pappmache dargestellt und mit brauner Farbe bemalt. In die noch nasse Farbe wurde echte fein gesiebte Erde gestreut. Nach Trocknung der Farbe-Erde-Mischung wurde Streugras auf dem Display angebracht.

Die Geschützstellung wurde mit Holzstäbchen aus dem Schnellrestaurant ausgekleidet. Die Sandsäcke entstanden aus selbsttrocknender Knete und wurden mit matten Revellfarben bemalt. Die Bäume bestehen aus echten Ästen, die mit echtem Moos begrünt wurden. Die Panzerfaust und der Wehrmachtsrucksack stammen aus dem Hause Plasticsoldier, der Pickel von Academy, die Hülsen aus Korbgeflecht, die die Munition beim Transport schützen sollten, sind Eigenproduktion aus Plastikröhrchen.

Zahlreiche Korbhülsen, die zum Transportschutz der Munition angebracht wurden, zeugen davon, dass der Mörser bereits zahlreiche Schüsse abgefeuert hatte.
Zahlreiche Korbhülsen, die zum Transportschutz der Munition angebracht wurden, zeugen davon, dass der Mörser bereits zahlreiche Schüsse abgefeuert hatte.

Ab dem Jahre 1942 wurde die Produktion des Mörser 18 eingestellt und durch die etwas effektivere Kanone 18 ersetzt.
Ab dem Jahre 1942 wurde die Produktion des Mörser 18 eingestellt und durch die etwas effektivere Kanone 18 ersetzt.

Während die Crew den Mörser in der kurzen Feuerpause am Laufen hält, besprechen der Major und sein Adjutant bereits die neuen Ziele.
Während die Crew den Mörser in der kurzen Feuerpause am Laufen hält, besprechen der Major und sein Adjutant bereits die neuen Ziele.

Dem Geschütz-Soldaten brummen wohl immer noch die Ohren.
Dem Geschütz-Soldaten brummen wohl immer noch die Ohren.

Die Figuren:

Die Figuren stammen von den Herstellern Preiser, Revell, Zvezda und Orion. Die 1:72 Revellfiguren stammen aus den Bausätzen "World War II Afrika Corps 1:72", "Deutsche Artillerie WWII 1:72" und "Deutsche Panzergrenadiere WWII 1:72". Die Preiserfigur stammt aus dem Set "Deutsches Reich Tank Crew 1:72", die Resin-Orionfigur aus dem "1:72 Basic Set 8 WW2 German Panzer Soldiers" und die Zvezdafigur aus dem Kit "German Airforce Ground Crew 1:72".

Leider waren die Revellfiguren aus Weichplastik und ließen sich nur schwer von Fischhäuten säubern und anschließend bemalen. Die restlichen Figuren waren von guter Qualität. Alle Figuren wurden mit matten Revellfarben und dem Pinsel bemalt. Einige Figuren erhielten Hosenträger oder Gürtel aus Papier. Die Papierteile wurden mit Weißleim an den Figuren befestigt und sorgen so für den notwendigen 3D Effekt. Ebenso wurden einige Figuren mit Waffen und Munitionstaschen zusätzlich detailiert. Die MP40 beispielsweise stammt aus dem Preiser 1:72 Waffenset WWII.

Die 1:72 Soldaten stammen von Revell, Zvezda, Preiser und Orion und bestehen aus HArt- und Weichplastik.
Die 1:72 Soldaten stammen von Revell, Zvezda, Preiser und Orion und bestehen aus HArt- und Weichplastik.

Bemalt wurden die 1:72 Winzlinge mit matten Revellfarben und dem Pinsel.
Bemalt wurden die 1:72 Winzlinge mit matten Revellfarben und dem Pinsel.

Zahlreiches Zubehör der Firma Preiser, wie z.B. die MP40, das Gewehr, die Munitionstaschen uvm. detaillieren die Figuren zusätzlich.Es scheint wohl so, als ob sich zwischen oberer und unterer Lafette etwas verklemmt habe - jedenfalls steigt der Soldat auf den Mörser, um sich um das Problem zu kümmern.Viele Soldaten gaben Ihren Kriegsgeräten Namen. In diesem Fall wurde der Mörser 18 mit dem Namen SIEGFRIED getauft.Das Scherenfernglas ermöglichte es den Soldaten aus dem sichereren Graben heraus das Geschehen im Blick zu behalten.Major und Adjutant bei der Sondierung der Lage.Oberste Priorität hatte das Verstecken des Mörsers, um keine leichte Beute feindlicher Jagdbomber zu werden.Die Mörser sicherten das Vorrücken der Infanterie ab und waren so das Rückgrat der deutschen Tempovorstößen.

Zahlreiches Zubehör der Firma Preiser, wie z.B. die MP40, das Gewehr, die Munitionstaschen uvm. detaillieren die Figuren zusätzlich.

Zahlreiches Zubehör der Firma Preiser, wie z.B. die MP40, das Gewehr, die Munitionstaschen uvm. detaillieren die Figuren zusätzlich. 

Theo Peter

Publiziert am 12. Oktober 2018

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