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Fregatte Brandenburg F215

von Norbert Thiel (1:700 NNT Modell+Buch)

Fregatte Brandenburg F215

Das Original:

Die vier neuen Fregatten der Klasse 123 mit den Namen Brandenburg (F 215), Schleswig-Holstein (F 216), Bayern (F 217) und Mecklenburg-Vorpommern (F 218) wurden im Jahre 1987 als Ersatz für die in Amerika gebauten Zerstörer der Lütjens-Klasse (Rommel, Mölders und Lütjens) beschlossen. Das Anforderungsprofil für diese neue Schiffsklasse wurde analog den Anforderungen für den Typ 122 (Bremen-Klasse) festgelegt. Dies bedeutet eine Mehrzweckfregatte mit der Schwerpunktaufgabe Geleitschutz zur Durchführung von Seegebietsschutz bzw. Konvoibegleitung. Weiterhin wurden ein guter Eigenschutz gegen Seezielflugkörper und die Fähigkeit zur Seezielbekämpfung sowie zur Führung von Schiffsverbänden gefordert.

Fregatte Brandenburg F215

Der genehmigte Entwurf ging an ein Konsortium aus Blohm+Voss, HDW und TNSW. Durch die Neigung der Bordwände und Aufbauten sowie die Teilung des Schornsteins wurde die Radar- und Infrarotsignatur deutlich verringert. Die von den Meko-Fregatten bekannte Modularisierung der Waffensysteme wurde auch hier angewendet. Die Schiffe besitzen jeweils insgesamt vier Waffenmodule, zwei für die RAM-Starter, eines für das 76mm OTO-Melara Geschütz und eines für die Senkrechtstartanlage VLS Mk.41 mit 16 Zellen für Flugkörper. Zusätzlich werden 2 Bordhubschrauber vom Typ Sea-Lynx mitgeführt. Die Schiffe sind auf eine Einsatzzeit von ca. 30 Jahren konzipiert. Als erste Einheit lief die Brandenburg am 28.8.1992 vom Stapel, nach umfangreicher Erprobung wurde sie am 14.10. 1994 in Dienst gestellt. Die Indienststellung der anderen drei Einheiten erfolgte in den Jahren 1995 – 1997.

Fregatte Brandenburg F215

Das Modell

Das Modell der Brandenburg-Klasse ist das erste Modell der Bundesmarine in unserer stetig aber langsam wachsenden Serie von Schiffsmodellen in 1:700. Der Bau aller vier Schwesterschiffe ist mit den beiliegenden Teilen und Abziehbildern möglich. Auch verschiedene Rüststände der Schiffe können mit den beiliegenden Teilen dargestellt werden. Mit Ausnahme der Reeling, die mit Teilen aus dem GMM-Set Kriegsmarine (GMM 700-5) ergänzt wurde, wurde das Modell aus dem Baukasten gebaut. Für die Details und den Bauzustand wurde ein russischer (!) Plan aus der Zeitschrift Taifun zugrundegelegt, da hier verschiedene Experten unterschiedliche Angaben über den genauen Zeitpunkt durchgeführter Änderungen machten. Nach meinem Wissen wird ein sehr früher Bauzustand treffend wiedergegeben. Es sind jedoch auch die Teile für durchgeführte Änderungen enthalten.

Fregatte Brandenburg F215

Die Bemalung erfolgte erneut mit selbstgemischten Tamiya-Farben, mit denen weitestgehend die in der Bauanleitung enthaltenen Humbrol-Farbangaben nachgestellt wurden (ich verwendete 5 Teile matt-weiss XF-2 und 2 Teile Dunkelseegrau XF-54) für die Bordwand und die Aufbauten (Spritzpistole), die Bemalung der Decks erfolgte mit Humbrol no.27, das Flugdeck, sowie der Unterbau der Kanone wurde mit Humbrol no.67 bemalt. Die weitere Detailbemalung erfolgte ebenfalls mit Humbrolfarben. Die Anfertigung der Antennen erfolgte mit dünner Kupferlitze, die Takelage wie üblich mit „stretched sprue“. Der Bordhubschrauber, die Wappen und die Nationalflagge (diese dürfen wir wenigstens zeigen) sind ebenfalls im Bausatz enthalten. Nach Fertigstellung war ich von der bestechenden Eleganz und der Kompaktheit dieses Schiffs begeistert. Eine Bitte: Um weitere Schiffe der Marine durch die Firma NNT Modell und Buch zu realisieren, wäre das zur Verfügung stellen von Plänen von Einheiten der deutschen Marine wichtig: Helft mit: Mail bitte an: Norbert Thiel. Besten Dank im voraus.

Norbert Thiel

Publiziert am 23. August 2005

Die Bilder stammen von Martin Kohring.

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