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PZL P.7a

von Tom Klose (1:72 Mistercraft)

PZL P.7a

Zum Vorbild

Der Erstflug der P.7 fand am 25. September 1929 statt. Die Gesamtproduktion belief sich auf 150 Maschinen, einschließlich leichter Modifikationen innerhalb der Serie. Die ersten P.7a verließen das Werk im Herbst 1932. Bis Ende 1933 waren alle Fliegerregimenter mit dem Typ ausgestattet. Polen war damit das erste Land der Welt, dessen Jagdfliegerei aus Ganzmetall-Eindeckern bestand. Bei Ausbruch des Krieges befanden sich noch dreißig Stück im Staffeldienst. Der restlichen Maschinen wurden zu Trainingszwecken eingesetzt. Die P.7 bildete die Grundlage für die PZL P.11.

(Quelle: Kampfflugzeuge 1919-1939, Munson)

PZL P.7a

Mein Modell

Obwohl das hier gezeigte Modell von "Mistercraft" ist, stammt der ursprüngliche Bausatz von "PZW Siedlce" aus den 1980er Jahren. Der Bau beginnt mit dem Cockpit. Dieses besteht aus einem Bodenteil, einem Steuerknüppel, dem Sitz und einem Instrumentenbrett. Das Decal für die Instrumente ist mir leider zerbröselt und konnte nicht gerettet werden. Für die Gurte gibt es ebenfalls Decals. Die Farbgebung für die Innenseiten ist hellblau. In wie weit dies authentisch ist, vermag ich nicht zu sagen.

PZL P.7a

Wie es bei Mistercraft-Bausätzen oft der Fall ist, müssen einige Bauteile selbst angefertigt werden. Hier ist es beim Bau des Flügels und Zusammenbau des Rumpfes so, dass kleine Streifen Plastik an den Rudern angebracht werden müssen. Insgesamt ist der Bausatz schön detailliert, jedoch war der Hecksporn und die Einstiegshilfe nicht vollständig ausgebildet. Das habe ich mit Polystyrol ausgebessert.

PZL P.7a

Schleifarbeiten gibt es im Motorbereich und am Propeller. Das Anbringen der kleinen Auspuffrohre ist gewöhnungsbedürftig, da diese anhand einer Zeichnung positioniert werden müssen. Eine bessere Darstellung in der Bauanleitung wäre hier hilfreich.

PZL P.7a

Die größte Schwäche ist das Fahrwerk wegen seiner schlechten Passung. Laut Bauanleitung war die Radabdeckung des Flugzeugs auf der rechten Seite hellblau. Auf Fotos habe ich das nicht finden können und daher die Radabdeckungen beider Seiten in khaki ausgeführt. Die Verspannung am Fahrwerk ist wieder aus gezogenen Gußästen.

PZL P.7a

Mistercraft bietet verschiedene Bausätze der P.7 an. In meinem Fall sollten Decals für vier verschiedene Versionen (1 x Deutschland, 2 x Polen, 1 x Rumänien) beiliegen. Leider fehlten die polnischen Decals. So entschied ich mich, eine rumänische P.7a aus dem Jahr 1940 zu bauen. Auch die Kennung der rumänischen Ausführung (Nr."6.40") war auf dem Decalbogen nicht enthalten und wurde durch Decals aus der Restekiste (6.10") ersetzt. Da die Decals ziemlich dick sind, musste ich sehr viel Weichmacher verwenden.

PZL P.7a

Fazit

Wen es nicht stört, ein paar Teile in Eigenleistung herzustellen und ein paar Schleifarbeiten durchzuführen, wird mit einem schönen Modell belohnt. Trotz des Alters der Formen entsteht ein ansehnliches Modell. Die verschiedenen Decalvarianten (auch wenn in diesem Fall nicht vollständig) sind dabei ein Highlight. 

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PZL P.7a

 

Tom Klose

Publiziert am 13. Juni 2019

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