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Grumman XF10F-1 Jaguar

von Thomas Moll (1:72 Planet Models)

Grumman XF10F-1 Jaguar

Geschichte:

Die Jaguar ist sicherlich das unbekannteste Mitglied der Grumman-Katzenfamilie. (Mit dem Ausscheiden der Tomcat im September 2006 ging leider eine über Jahrzehnte bestehende Tradition von Grumman-Marinejägern zuende.) Der einzige Prototyp flog 1952 und 1953, also in der Zeit des Korea-Krieges. Er wurde schließlich wegen zahlreicher Mängel, die nicht den Schwenkmechanismus betrafen, zugunsten der Baureihen Panther und Cougar aufgegeben. Immerhin war die Jaguar das erste Schwenkflügelkampfflugzeug der Welt und sozusagen "Großvater" der F-14.

Grumman XF10F-1 Jaguar

Modell:

Die Firma PLANET brachte Anfang 2006 einen ca.40.- Euro teuren Resin-Bausatz heraus, dessen Qualität mich zum Bau meines ersten kompletten Modells aus diesem Material veranlaßte. Seit kurzem hat nun auch der für Exoten bekannte Hersteller ANIGRAND eine Jaguar im Programm (siehe dessen Homepage). Die Teile sind frei von Lufteinschlüssen, die Paßgenauigkeit ist gut, die Hinterkanten der Tragflächen und Leitwerke sind messerscharf. Es liegen zwei stabile Vakuhauben bei. Das Cockpit-Interieur ist ziemlich einfach und unspezifisch gehalten, möglicherweise existieren gar keine Unterlagen davon. Lustigerweise hat Planet einen ACES-Schleudersitz der F-15 beigelegt, der natürlich für diese Maschine viel zu modern ist. Man muß sich also selbst was einfallen lassen. Vielleicht gibt es ja auf dem Zubehörmarkt Sitze für die Panther, die wenigstens annähernd dazu passen.

Grumman XF10F-1 Jaguar

Größere Probleme macht eigentlich nur die Einarbeitung des Cockpits in den Rumpf. Hier ist die Bauanleitung mangelhaft. Der Flügel kann in maximaler oder minimaler Pfeilung angebracht werden. Dazu müssen Teile am Ansatz abgesägt werden. Beim Fahrwerk ist darauf zu achten, daß die "Hinterbeine" gleich lang geraten. Resin klebt man ja bekanntlich mit Sekundenkleber. Empfehlung: Pattex in der goldenen Flasche. Den Triebwerksauslaß habe ich mit einem dünnen Schubrohr aufdetailliert. Das Staurohr wurde durch eine vorbildgerecht gebogene Nähnadel ersetzt. Die Decals sind von hoher Qualität, wenn auch sehr dünn. Man sollte sie deshalb mit viel Wasser transferieren.

Fazit:

Wer die hohe Investition nicht scheut, kann mit diesem Modell glücklich werden.

Merke: Resin bedeutet nicht automatisch schlecht und schwierig.

Thomas Moll

Publiziert am 07. März 2007

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