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Hawker Hunter F.Mk.6

von Peter Doll (1:32 Revell)

Hawker Hunter F.Mk.6

Das Original:

Unbestritten gehört die britische Hawker Hunter zu den elegantesten und schnittigsten Flugzeugen der Nachkriegszeit. Der Prototyp startete 1951 unter der Bezeichnung P.1067 zum Jungfernflug. 1954 wurde die Hunter unter der Bezeichnung F.Mk 1 bei der 43. Squadron in den Truppendienst übernommen und setzte erstmals die britischen Jagdflieger in die Lage Mach 1 zu überschreiten, allerdings im Sturzflug und unter voller Triebwerksleistung. Die weiterentwickelte Version F.Mk4 rüstete schließlich 13 Staffeln der RAF Germany und 9 Jagdstaffeln in Großbritannien aus.

Hawker Hunter F.Mk.6

Es folgten weitere Hunterversionen, z.B. die F.Mk6 mit verbessertem Avon-Triebwerk der Serie 200 ohne Nachverbrennung.Insgesamt 19 RAF-Staffeln rüsteten schließlich auf diese verbesserte Version um. Eine speziell für den Erdkampf ausgelegte Hunter mit der Typenbezeichnung FGA 9 entstand auf der Basis der F.Mk 6 und zeichnete sich u.a. durch ein tropentaugliches Cockpit mit verbesserter Klimatisierung und erhöhtem Sauerstoffvorrat aus. Erste mit dieser Version ausgerüstete RAF-Einheit war die No. 8 Squadron in Khormaksar, Aden. Als eine der vielen Exportversionen zu erwähnen ist die speziell auf die Anforderungen der Schweizer Luftwaffe zugeschnittene F.Mk 58 A, der sich Revell mit seinem Modell neben einer FGA 9 angenommen hat.

Hawker Hunter F.Mk.6

Das Modell:

Exact dem Vorbild entsprechend bietet der Revellbausatz uns eine Hunter an, die keine Wünsche offen läßt. Feine versenkte Gravurlinien bieten die Voraussetzungen für absolute Authentizität mit dem Original und die mitgelieferten Außenlasten lassen jede nur gewünschte Einsatzkonfiguration zu. Kritik gibt es wenig, einmal abgesehen von der nicht ganz problemfreien Gestaltung der Lufteinlässe und deren Integration in die Flügel. Etwas Spachtelarbeit ist in diesem Bereich angebracht.

Hawker Hunter F.Mk.6

Obwohl das Cockpit recht schön ausgestaltet ist, gibt uns der Aftermarket doch optimalere Möglichkeiten diesen Bereich zu verbessern. KMC bietet hier ein Cockpit-Set, das keine Wünsche offen läßt. An Fotoätzteilen liefert Eduard genau das, was zu einem perfekten Modell im Innen- und Außenbereich erforderlich ist.

Hawker Hunter F.Mk.6

Typenwahl und Finish:

Vor Baubeginn ist die Wahl der zu bauenden Version unerläßlicher erster Schritt. Ich habe mich für eine Hunter F.Mk 6 in den Farben der Kunstflugstaffel der No 92 Squadron RAF Germany entschlossen, die ein besonders attraktives blaues Finish aufwies. Um eine F.Mk 6 darzustellen bedarf es insbesondere im Heckbereich einiger Umbaumaßnahmen gegenüber den von Revell angebotenen Versionen, da die Abdeckung des Bremsschirmgehäuses entfällt und der Verlauf des Seitenleitwerks im Wurzelbereich zu modifizieren ist. Nach Lackierung und Anbringung der Decals, die teilweise in Eigenarbeit entstanden, wird zur Erlangung absoluter Griff-Festigkeit ein Modellwachs (Revell-Produkt) aufgebracht und anschließend hochglanzpoliert.

Hawker Hunter F.Mk.6

Fazit:

Die Revell-Hunter ist ein absolutes Highlight im Bereich des großen Maßstabs und ein Muß für den Modellbauer von Flugzeugen der Nachkriegszeit. Bleibt nur noch der Wunsch nach einem Bausatz des ebenso bekannten Zweisitzers und die Trennstellen zwischen Rumpfvorderteil und Heck lassen erahnen, daß man bei Revell hierüber sicherlich schon nachgedacht hat.

Hawker Hunter F.Mk.6

Hawker Hunter F.Mk.6

Peter Doll

Publiziert am 14. Februar 2003

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