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Kansas 5612

Ford Econoline Van “Universal Construction”

von Thomas Lutz (1:25 Matchbox)

Kansas 5612

Wie hier abgebildet sollte er eigent-lich aussehen, der „Disco Van“ aus dem Bausatz Nr. 4617 von AMT - Matchbox, aber Show-Cars aus den Siebzigern sind heute weniger angesagt und zudem fand ich keinen großen Gefallen an einem solchen Modell.

Wie bereits in vorangegangenen Bauberichten aus meinder Tastatur (Federn hat man auch nicht mehr), wurde ein schlichtes Fahrzeug für den Zusammenbau ausgewählt, so wie man sie zu Tausenden auf den Straßen Amerikas sehen kann.

Kansas 5612

Das Vorbild:

Der Ford Van Econoline wurde in dieser Form von ca. 1978 bis 1984 gebaut und gilt als eines der typischen Fahrzeuge dieser Kategorie. Die großen Hecktüren und der reichlich dimensionierte Laderaum machten den Econovan zu einem der beliebtesten Vans. Die Nachfolgemodelle basieren noch immer auf dem gleichen Konzept, haben allerdings einige Faceliftings hinter sich.

Das Modell:

... wurde fast vollständig nach Bauplan erstellt.

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Die Bauanleitung:

Der Bausatz erschien bei Match-box-AMT 19..; die Bauanleitung erscheint heutzutage etwas antiquiert, ist aber verständlich im Aufbau, klar strukturiert und immerhin 6-sprachig. Eine ?-Seite enthält genaue Farbangaben mit Farbnamen und Farbnummern von Humbrol. Auf weiteren ?-Seiten werden die Platzierungen der Decals gezeigt, das Deckelbild des Kits und eine kurze Beschreibung zum Original der FMC (Ford Motor Company).

Der Zusammenbau:

Nicht alle 124 Teile wurden verbaut, schon alleine deshalb nicht, weil einige Alternativ-Teile enthalten sind.

Die Baustufen 1 - 4 entstehen exakt nach Bauplan. Falls aber, wie hier geschehen, andere Felgen verwendet werden, sollten Sie bereits jetzt die Aufnahme an Vorder- und Hinterachse testen bzw. , falls nötig, verändern. Diese Baugruppe wurde anschließend mit einer Grundierung versehen und danach mit Mattschwarz lackiert.

Beim Grundieren wurde die Auspuffanlage T26 bereits mitgrundiert, da dieses Grau einer originalen Anlage entspricht. Die Teile 58 / 77 / 78 / 80 / 90 und 91 wanderten alle in die sogenannte „Grabbelkiste“, alle anderen Bauteile der Baustufe 5 wurden nach Plan zusammengefügt.

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Auch Baustufe 6 wird nach Bauplan ausgeführt.

In der Zwischenzeit wurde die Karosserie mit Holts Lackiergrundierung vorbehandelt und nach Durchtrocknung mit Multona 0095 Alpinweiß lackiert . Die Türgriffe wurden mit einem Lackstift Silber; die Lufteinlaßschlitze in Schwarz bemalt. Die angedeuteten Blinkleuchten vorne und hinten wurden mit Waco-Transparent Orange betupft. Ein dünner Klarlacküberzug fixiert diese Arbeiten.

Alle Decals stammen aus Restbeständen der Grabbelkiste, Universal Construction, eine nicht mehr bestehende Firma, hatte bestimmt auch weiße Fahrzeuge im Fuhrpark (wenn nicht wäre das auch nicht tragisch). In den kleinen gelben Schildern auf den Türen ist das Wort „Kansas“ zu erkennen, sodaß der Van authentische Kennzeichen (engl. = license plates) aus dem Internet von der Homepage eines Nummerschildsammlers erhielt.

Diese Kennzeichen findet man z.B. über die Homepage der ALPCA (American License Plates Collectors) auf der mehrere Links zu Seiten von privaten Sammlern aufgelistet sind.

Ein verkleinertes Kennzeichen mit einer Seitenlänge von 1 cm ent-spricht dem Maßstab 1:24.

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Nach ausreichender Durch-trocknung der Decals erfolgt der eigentliche Klarlacküberzug.

Die Endmontage beginnt mit der Baustufe 7. Die Ränder der Heckleuchten T89 werden mit Silber bestrichen. Die Teile 70 / 83 / 84 / 86 / 87 werden nicht verwendet.

Anstatt der dicken Heckscheibe und der linken Seitenscheibe wurde dünne Transparentfolie eingesetzt. Zur Fixierung aller Scheiben wurde Microscale Kristal Clear, ein weißlicher Leim der transparent aushärtet und Tesa-Film verwendet. Bitte benutzen Sie für Klarsichtmaterial nie Schnell- oder Sekundenkleber, da dieser weißlich ausblüht.

Aus der letzten Baustufe wurde der überaus häßliche Kühergrill T72 durch ein Teil aus der sog. Grabbelkiste ersetzt und die noch schrecklichere vordere Stoßstange wurde gegen einen Stoßfänger eines Ford Bronco ausgestauscht.

Folgende Farben wurden beim Bau des Ford Econoline-Vans ver-wendet: Multona Sprühlack 005 Weiß (Karosserie); Holts Rallye Black (Unterboden); Holts Glanz Black (Chassis); Deka 218 Mattschwarz (Federung, Kardanwelle); Humbrol 53 (Getriebe); Revell 56 (Motor); Revell 78 (Innenverkleidungen); Krautol 1062 Blau (Sitzbezüge)

Die Außenspiegel:

Ja ? Wo sind sie denn ? Weg ? Fort ? Vielleicht wäre es den 4 Lesern dieses Berichtes ja gar nicht aufgefallen, aber die Außenspiegel fehlen leider. Der Bausatz des Disco-Vans sah leider keine solchen Spiegelchen vor und auch die Grabbelkiste spuckte keine pasenden aus. Der Versuch scratchgebaute Spiegel herzustellen scheiterte, trotz meiner ansonsten sekundenlangen Geduld, bereits nach zwei Hundertstel Sekunden und außerdem .... ! Wer, ... braucht schon Außenspiegel, schließlich fahren wir ja vorwärts.

Kansas 5612

Das Schlußwort (Langversion) !:

Alles in Allem, der Ford F150 Econoline Van Universal Construction entstand als ein solide gebautes Modell, schlicht in seiner Erscheinung und bescheiden im Auftreten; typisch nach meinem Geschmack der Working Wheels und der Art wie ich Modelle baue.

Etwas zum Nachdenken .... !

Als langjähriger Blaßdickbapper (= dt. Modellbauer) möchte man oft nur noch gesuperte, bessere und umgebaute Modelle bauen, denn diese stellen ja auch etwas mehr dar, als einfach nur aus dem Kasten gebaut. Diese Art von Modellen benötigen jedoch oft Monate (oder Jahre) bis zur Fertigstellung. Diese langwierigen Geschichten trugen schon oft zur Demotivation im Hobby bei, da man durch dauernde Änderungen und Verbesserungen keinen Baufortschritt mehr sehen konnte und falls dies bei mehreren Modellen so war, hatte man ständig mehrere begonnene Projekte und nach Wochen noch immer kein fertiges Auto vorzuzeigen.

Ein gutgemeinter Rat des Autors: „Relaxen Sie ruhig auch mal beim Hobby - Modellbau -, bauen Sie ab und zu ein schlichtes Modell aus dem Kasten, zwar handwerklich auf gewohntem Niveau und mit einer ordentlichen Lackierung versehen, aber eben ohne Radstandsänderungen, ohne scratchgebaute Außenspiegel oder aufklappbare Tankdeckel “.

Mit zügiger Bauweise und nur kleinen Veränderungen, die der Bausatz bedingt, werden Sie relativ schnell mal wieder ein Erfolgs-erlebniß erzielen. Der sogenannte „Aha-Effekt“ und der Stolz ein schönes Modell für die Sammlung gebaut zu haben, motivieren wieder für neue (vielleicht) höherwertige Bauvorhaben und helfen bereits begonnene abzuschließen.

Ein schönes Auto, der Ford F150 Econoline Van als Original, wie als Modell im Maßstab 1:25.

Autos mit Charakter eben .... Wo auch immer Modelle gebaut werden

Thomas Lutz,
stockcarmodels.weebly.com

Publiziert am 15. Februar 2003

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