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Kawasaki Ki-61 Hien

Teruhiko Kobayashi

von Roland Sachsenhofer (1:32 Hasegawa)

Kawasaki Ki-61 Hien

„Heldentum ist Ausnahmezustand und meist Produkt einer Zwangslage“ - derart bestimmt spricht der deutsche Literat Theodor Fontane über den Umstand, dass der Krieg „Helden“ produziert. So zwiespältig dieser Begriff heute betrachtet werden muss, so gut belegt ist die Popularität, die Hauptmann Teruhiko Kobayashi und seine Einheit zu Beginn des Jahres 1945 in der japanischen Bevölkerung genoss - wie auch ihre Rolle in der japanischen Propaganda.

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Als junger Abgänger der Militärakademie fand er zuerst als Leutnant der Artillerie Verwendung, bevor er über den Weg als Flieger bei der 45. Sentai, einem leichten Bomberverband, ab Frühjahr 1943 an der Akeno Jagdfliegerschule zum Jägerpiloten ausgebildet wurde. Nachdem er den Lehrgang im Juni 1944 abgeschlossen hatte, wurde er, nun zum Hauptmann befördert, zum jüngsten kommandierenden Offizier der kaiserlichen Armeeflieger. Zu diesem Zeitpunkt war er 24 Jahre alt. Die Erfolge der ab November ’44 von Kobayashi kommandierten 244. Sentai wurden von der japanischen Presse in täglichen Meldungen veröffentlicht, die auf diese Weise Kobayashis Einheit zu beachtlicher Bekanntheit verhalf. Kobayashi selbst wurden fünf Abschüsse zuerkannt: drei B-29 und zwei F6F Hellcats. Die zum Schutz des japanischen Heimatlandes eingesetzte Einheit war zu diesem Zeitpunkt mit der Ki-61 I-KAI Hien ausgerüstet.

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Die Vorbildmaschine meines Modells ging am 27. Jänner 1945 nach dem gezielten Rammen einer B-29 im Raum über Tokio verloren. Kobayashi konnte sich mit dem Fallschirm retten, überlebte und wurde für diese Tat mit dem Bushoko-Orden, der höchsten und nur selten an Lebende verliehenen japanischen Auszeichnung dekoriert. Eine Besonderheit diese Maschine stellt übrigens die Verkleidung der Rumpfbewaffnung dar; Kobayashi ließ diese aus Gründen der Gewichtseinsparung ausbauen und mit einer roten Lederverkleidung abdecken. Nachdem ich mit einem Zitat begonnen habe, hier noch eines zum Abschluss: „Als Held wird man nicht geboren. Als Held stirbt man“: Kobayashi sollte den Krieg überleben und trat in die japanischen Selbstverteidigungskräfte ein; 1957 stirbt er bei einem Flugunfall - Kobayashi kann seinem Flugschüler noch den Absprung aus der T-33 ermöglichen, kommt jedoch selbst ums Leben.

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Kobayashis Maschine ist eine von drei Möglichkeiten, die im ausgezeichneten neuen 32er Bausatz der Ki-61 von Hasegawa angeboten werden. Nachdem der Bau jenem der ersten, auf Modellversium schon vorgestellten Hien gleicht, möchte ich Interessierte auf diesen BerichtHien fanden alle, übrigens erstklassigen Decals aus dem Bausatz Verwendung. Wer Interesse an den einzelnen Bauschritten von Kobayashis Maschine hat, kann sich auch hier informieren. Für Fragen und Anmerkungen: ro.sachsenhofer@asn-linz.ac.at verweisen. Auch für Kobayashis

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Roland Sachsenhofer

Publiziert am 11. November 2009

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