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U-Boot Typ VII C

U-552

von Christian Bruer (1:350 Artitec)

U-Boot Typ VII C

Das Original

Über deutsche U-Boote und speziell über den Typ VII/c ist bereits so viel geschrieben worden, dass ich mich hier auf die wesentlichen Fakten zu U-552 beschränken möchte.

Der Bauauftrag für die Baunummer 528, das spätere U-552, erfolgte am 25.09.1939 bei Blohm&Voss in Hamburg. Das Boot wurde am 01.12.1939 auf Kiel gelegt und nach dem Stapellauf, der am 14.09.1940 erfolgte, am 04.12.1940 von Oberleutnant z. See Erich Topp in Dienst gestellt. Erich Topp brachte das Wappen in Form eines roten Teufels von seinem vorherigen Boot U-57 mit und ließ es an jeder Turmseite von U-552 anbringen. Erich Topp führte U-552 bis zum 08.09.1942 und erzielte auf ihm seine größten Erfolge. Danach übernahm Kapitänleutnant Klaus Popp das Boot und führte es bis zum 10.07.1944. Letzter Kommandant wurde Oberleutnant Günther Lube. U-552 wurde am 05.05.1945 von seiner Besatzung in der IV. Einfahrt der Readerschleuse in Wilhelmshaven im Zuge der Aktion "Regenbogen" selbstversenkt.

Das Modell

Artitec führt ein hervorragendes Modell eines Typ VII/c Bootes im Programm. Das aus nur wenigen Teilen bestehende Modell lässt sich einfach bauen und die stabilen Fotoätzteile sind auch für Einsteiger geeignet. Aufgrund der stabilen Ausführung der Ätzteile sind diese leider nicht so filigran wie üblicherweise gewohnt. Wie bei einem U-Boot nicht anders zu erwarten, liegt dem Bausatz ein Vollrumpf bei. Der Turm ist leider nur in der frühen Ausführung ohne die markanten Wasserabweiser vorhanden. Plastik-Rundmaterial und kleine Decals vervollständigen den Bausatz.

U-Boot Typ VII C

U-Boot Typ VII C

Der Bau

Da ich das Boot im Wasser darstellen wollte, musste zuerst der Rumpf auf Höhe der Wasserlinie getrennt werden. Das ließ sich aufgrund des weichen Materials schnell mit einer Säge und anschließendem Schleifen bewerkstelligen. Der Turm passt recht gut in die Aufnahme, zeigt nur umlaufend einen Spalt der verspachtelt werden muss. Danach konnten bereits die Fotoätzteile für die Einfassung des Wintergartens und die am Turm verlaufende Reling angebracht werden. Für den Peilrahmen liegt ebenfalls ein Fotoätzteil bei. Fehlen eigentlich nur noch die Seerohre, die 2cm Flak und das 8.8cm Deckgeschütz. Die Seerohre habe ich wie in der Bauanleitung beschrieben aus gezogenen Gussästen hergestellt. Das ist die einfachste Art, die sich nach oben verjüngenden Seerohre herzustellen. Für das Luftzielseerohr fertigte ich einen neuen Seerohrbock, ebenfalls ergänzte ich den Bock für die U-Boot Zieloptik hinter dem Seerohrblock. Das 8.8cm Deckgeschütz erhielt ein zweiteiliges Rohr sowie eine Zieloptik und einige Handräder. Auf die fotogeätzte 2cm Flak habe ich verzichtet und mir stattdessen eine in Eigenanfertigung aus dünnem Kupferdraht, Plastik Flach- und Rundmaterial sowie Ätzteilabfall hergestellt.

U-Boot Typ VII C

Lackierung und Alterung

Die Lackierung ist denkbar einfach, Hellgrau 50 für das gesamten Überwasserschiff und Schlickgrau 58 für das Unterwasserschiff respektive bei meinem Wasserlinien Boot für die Satteltanks und das Oberdeck. Für die Lackierung kamen Farben aus dem White Ensign Colorcoats Programm - WEMCC KM01, Hellgrau und WEMCC KM11, Schlickgrau - zur Anwendung.

  • Etwas kniffelig war das beidseitige Wappen von U-552 - Der rote Teufel - , welches ich mit roter Acrylfarbe aufgebracht habe.
  • Die Alterung erfolgte mit grauer und brauner Ölfarbe, wobei zuerst die Vertiefungen betont und anschließend die Abnutzungsspuren in Form von nach unten laufenden braunen Schlieren angebracht wurden. Das ganze wird zum Schluss durch Trockenmalen mit Hellgrau und Weiß etwas gebrochen und abgetönt. Mehr zu der Methode und den verwendeten Werkzeugen und Materialien ist im Artikel Alterung für Schiffsmodelle zu finden.

U-Boot Typ VII C

Display und Details

Die Präsentation eines U-Bootes ist bei längerem Überlegen gar nicht so einfach. Da das Boot außer dem Turm und dem Deckgeschütz für den Betrachter wenig zu bieten hat, musste eine kleine Szene her bei der einige 1:350 Preiser Matrosen eine wesentliche Rolle spielen. So fiel meine Wahl schließlich darauf, das Deckgeschütz mit den kleinen Preiserlein zu bemannen und auf ein imaginäres Ziel richten zu lassen. Das Wasser entstand nach der bewährten Silikon Methode - Wasser leicht gemacht - wobei ich diesmal die Oberfläche statt mit einem Spatel bzw. Löffel mit einem feinen Flachpinsel herausgearbeitet habe. Den Pinsel habe ich dazu in Essig-Essenz getaucht und dann vorsichtig die Oberfläche des Silikons in eine Richtung bestrichen. So lässt sich eine feine und recht glatte Wellenstruktur herstellen. Die Bug- und Heckwellen entstanden mit Silikon getränkter Watte.

Quellen:

Internet U-552

Weitere Bilder

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Christian Bruer

Publiziert am 11. November 2009

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