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Douglas A2D Skyshark

Mißglückter Skyraider-Nachfolger

von Bernhard Schrock (1:48 Dynavector)

Douglas A2D Skyshark

Dynavector aus England/Japan hat sich als Hersteller von hervorragenden Vakuum-geformten Bausätzen im Maßstab 1:48 auf dem Markt etabliert. Der Bausatz der Fairey Gannet setzte neue Maßstäbe hinsichtlich der Qualität der Vaku-Teile und der hervorragend durchdachten Aufteilung der Einzelelemente und war der erste von insgesamt heute ca. 10 verfügbaren Bausätzen.

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Ende der 40er hatte die U.S. Navy eine Ausschreibung für einen Nachfolger der sehr erfolgreichen AD Skyraider formuliert. Zu dieser Zeit war die Turboprop-Antriebstechnik sehr „In“, so daß aus den vier Vorentwürfen bei Douglas (D-557A bis D) der vierte ausgewählt wurde. Die generelle Konfiguration der AD Skyraider wurde beim Nachfolger übernommen. Die Profildicke der Tragflächen wurde um 12% dünner gewählt und der Rumpf erhöht, um für den voluminöseren Antrieb Platz zu schaffen. Das Seitenleitwerk wurde vergrößert und die Fahrwerksbeine leicht nach außen abgewinkelt.

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Der erste Prototyp mit der Bu. No. 122988 flog zum ersten Mal im Mai 1950 und unterschied sich von den 5 Produktionmaschinen (wie das Modell) durch andere Abgasdüsen, eine andere Kanzelkonfiguration mit nicht gewölbten, sondern geraden Scheiben und durch ein kleineres Seitenleitwerk, das an der unteren Kante schräger verlief. Für den Antrieb sorgte (so gut es ging) eine Zwillings-Propellerturbine XT-40 von Allison, die maximal 4100 SHP (Shaft Horse Power, Wellen PS), leisten sollte. Beide Antriebseinheiten arbeiteten auf ein gemeinsames Getriebe, von dem beide Propellereinheiten gegenläufig angetrieben wurden. Der Propeller wurde für dieses Projekt speziell von Aeroproducts entwickelt und hatte einem Durchmesser von 14“ (4,267 m). Durch komplexe hydraulisch/elektrische Entkuppler konnte bei einem Defekt eine Antriebseinheit vom Getriebe getrennt werden, so daß die verbliebene Einheit alleine weiterarbeiten konnte.

Douglas A2D Skyshark

Die gesamte Testphase wurde von Problemen begleitet, die bei Getriebe und bei Entkupplern auftraten, so daß schließlich das A2D Programm komplett gestrichen wurde.

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Für das Cockpit gibt es eine Vaku-Wanne, sowie Weißmetallteile für Seitenkonsolen, einen Sitz, einen Steuerknüppel und das Instrumentenbrett.

Douglas A2D Skyshark

Bis auf die Seitenkonsolen sind die Teile nicht schlecht aber auch da schaden einige Details nicht... Das Instrumentenbrett entstand in Sandwichbauweise und die Knöpfe auf den Seitenkonsolen aus dünnen Scheiben aus verschiedenen Rundstäben. Draht und Weißleim lieferten den Stoff, aus dem die Hebel sind.

Douglas A2D Skyshark

Die Dichtung entstand aus gelben Decal-Streifen.

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In Anlehnung an die Skyraider waren die Seitenwände des Cockpits mit einer weichen Polsterung ausgestattet.

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Vor dem eigentlichen Farbauftrag kam eine Grundierungsschicht zum Einsatz, die aus einem seidenmatten Grauton von Humbrol bestand. Das „Sea blue über alles“ - Schema wurde mit dem inzwischen nicht mehr im Programm befindlichen H181 von Humbrol realisiert. Die Farbe wurde nicht pur verspritzt sondern erhielt einen Zusatz von ca. 10% Matt-Plus von Revell, um zweierlei zu erreichen: den Glanzgrad ein wenig zu brechen und das Antrocknen zu beschleunigen (wegen Staubbindung).

Douglas A2D Skyshark

Die Abziehbilder sind hervorragend gedruckt, haben aber zu wenig „Klebemittel“. Dadurch ist das Verschieben nach dem Platzieren so gut wie nicht möglich. Folgender Trick hilft: der Rest von einem Abziehbilderbogen, der nicht im Wasser eingetaucht war (am besten von Hasegewa), wird von hinten mit einem Weichmacher angefeuchtet. Nach einer Minute steht dem Modellbauer auf der Vorderseite eine klebrige Masse, die mit einem Pinsel auf’s Modell vor dem eigentlichen Abziehbild aufgetragen werden kann.

Douglas A2D Skyshark

Douglas A2D Skyshark

Douglas A2D Skyshark

Douglas A2D Skyshark

Die Räder des BSH-Exemplars waren mit einem starken Seitenversatz gegossen und somit bedingt zu gebrauchen. True Details half mit der Nummer 48047.

Juli 1998
Juli 1998

Die Teile für beide Spinner sind dreifach ausgeführt (sehr lobenswert), so dass ein Probedurchgang möglich ist. Der Konus ist technisch bedingt sehr dünn und muß unbedingt verstärkt werden (Gießharz oder Sekundenkleber+Füllpulver), sonst ist die Delle an der Spitze nur eine Frage der Zeit. Die Kreise für die runden Ausschnitte für die Blätter sind etwas größer graviert als erforderlich: an dieser Stelle ist dementsprechend Vorsicht angesagt. Der Durchmesser der Auflageplatten („spinner base“) für die Blätter sollte etwas verkleinert werden, um die Montage der Blätter zu ermöglichen. Die Blätter selbst sind im Vergleich mit den Originalfotos etwas zu dick, was besonders an den Kanten negativ auffällt. Die Enden hingegen sind abweichend zum Original eckig und sollen etwas rund (Radius ca. 1.5 mm) geschliffen werden. Ergänzend zu den Bemalungsangaben des Vorbildes zwei Hinweise: der Spinner war blau (auf Originalfotos wirkt er glänzender als die Blätter selbst) und die Blätter waren an den runden „Ansätzen“ Naturmetall.

Bernhard Schrock

Publiziert am 12. Oktober 2004

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