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Messerschmitt Bf 109 E-4/Trop

von Stefan Zimmermann (1:72 HobbyBoss)

Messerschmitt Bf 109 E-4/Trop

Heute präsentiere ich euch, frisch aus meiner Bastelküche, eine weitere Bf 109. Keine Angst, der 109er-Reigen hat jetzt erst mal ein Ende ;-) Es handelt sich hier um eine Bf 109 E-4 (Trop) von HobbyBoss in 1:72. Im Gegensatz zu seinem Pendant von Revell wird dem geneigten Modellbauer hier ein etwas ausgefeilterer Bausatz beschert. Nun besticht das Modell nicht gleich mit Details bis zum Abwinken, ist aber weitaus genauer gestaltet als die Version aus Bünde und kostet blos 50 Cent mehr. Allerdings muss man aber sagen, dass der Revellbausatz auch schon ein paar mehr Jahrzehnte auf dem Buckel hat.

Messerschmitt Bf 109 E-4/Trop

Zum Modell: Die Passgenauigkeit war ok, nur an den Flügelwurzeln kam etwas Flüssigspachtel zum Einsatz. Also nichts, was einen übermäßig beansprucht. Cockpitdetails sind kaum vorhanden und so habe ich, als "OOB-Fan", die Kanzel geschlossen dargestellt.

Das Thema "OOB oder lieber doch nicht" ist wohl zurzeit in Modellbauerkreisen in aller Munde, jedenfalls in meinem Umfeld. Da habe ich schon heiße Debatten geführt. In der aktuellen "Modell Fan" (Mai/2010) ist ein sehr interessantes Vorwort zu diesem Thema.

Messerschmitt Bf 109 E-4/Trop

Nun aber zurück zu meiner Bf 109. Laut Hersteller zeigt dieses Modell eine Maschine der "2/JG 27". Alternativ kann man auch die Maschine von Hans-Joachim Marseille (weiße 3 aus der 1/JG 27) bauen. Leider sind mir hier ein paar "Goofs" unterlaufen. U.a. ist mir die Tarnung nicht ganz korrekt gelungen, denn laut Vorlage müssten die Flecken eher kräftiger und unsymmetrischer ausfallen. Aber seht selbst.

Messerschmitt Bf 109 E-4/Trop

Es kamen Farben von Gunze, Vallejo und die Aquas von Revell unter Verwendung von Airbrush und Pinsel zum Einsatz. Die Unterseite habe ich in "RLM 65" (Gunze), den oberen Rumpfteil und die Flügeloberflächen in "Maroon" (Vallejo Model Air) gebrusht. Ebenso wurden die Tarnflecken mit der Luftpistole aufgetragen, hier ein dunkles Olivgrün (Vallejo Model Air).

Das weiße Rumpfband ist übrigens auch aufgebrusht (Weiß matt von Revell Aqua Color).Für die Fahrwerksreifen benutzte ich das Panzergrau, für die Fahrwerksbeine und -schächte das Helloliv, für die Propellerblätter das Schwarzgrün und für den Spinner das Rot und Weiß aus der Aqua Color-Serie (matt) von Revell - hier kam dann der Pinsel zum Einsatz.

Messerschmitt Bf 109 E-4/Trop

Der Antennendraht besteht aus gezogenem Gussast, wird aber noch mal erneuert. Das Gleiche gilt auch für den Antennenmast.

Nach der Lackierung folgte eine Schicht Emsal Glänzer zur Vorbereitung für die Decals, die sich gut verarbeiten ließen. Nach einer Portion "Decal Soft" schmiegten sie sich brav an die Modelloberfläche.

Die Kanonen habe ich dieses Mal nicht durch Kanülen ersetzt, da HobbyBoss diese recht gut wiedergegeben hat. Nur musste ich die Mündungen noch aufbohren (ebenso die MGs), was eine ganz schöne Fummelarbeit war.

Messerschmitt Bf 109 E-4/Trop

Jetzt ging es an die Alterung. Mit einer extra verdünnten Mischung aus Dunkelbraun und einer weiteren Lage mit stark verdünntem Schwarz, habe ich an beiden Seiten eine Abgasfahne aufgebrusht und auch die Abgasanlage etwas verrußt. Schmauchspuren an den Tragflächenpositionen der Kanonen gab es auch noch, hier aus stark verdünntem Schwarz. Sie sind allerdings etwas kräftig ausgefallen.

Mit Schminke habe ich dann noch das Fahrwerk, die Unterseite und die vorderen Flügelkanten verschmutzt. Dann wurde das gesamte Modell mit sehr stark verdünnter Sandfarbe eingenebelt, um den Used Look noch zu verstärken. Zum Schluss kam eine Lage matten Klarlacks als Versiegelung drüber.

Messerschmitt Bf 109 E-4/Trop

Um dieses Mal den Flieger nicht einfach "nur" zu fotografieren, habe ich ihn in eine kleine Wüstenszene gesetzt. Hierzu nahm ich einfach eine Holzplatte, sägte sie auf ein Maß (etwa DIN A4-Größe) zurecht und bestrich eine Seite mit Leim. Dann folgte eine "Dusche" mit Vogelsand; kurz gewartet, den überschüssigen Sand abgeklopft und schon hatte ich einen Wüstenboden. Die Geröllsteine sind übrigens Aniskügelchen, die im Vogelsand mit drin steckten.

Gut, ich gebe zu, dass so eine Geröllbahn wohl eher nicht als Flugplatz genutzt wurde.Als Hintergrund wählte ich ein Foto aus, das meine Frau während eines Urlaubs auf Fuerteventura geschossen hat, druckte es auf einer Seite extra starkem Papier aus und ein Hintergrundpanorama war auch fertig.

Ich hoffe, dass euch meine afrikanische Messerschmitt gefällt und habe jederzeit für Tipps und Anregungen einen offenen E-Mail-Briefkasten unter suedbaer at nexgo punkt de. Grüßle aus dem wilden Süden der Republik.

Messerschmitt Bf 109 E-4/Trop

Stefan Zimmermann,
www.zimmosflugwelten.de

Publiziert am 03. Juli 2010

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