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Balrog

"Back to the Shadows!"

von Philipp Kiss (28mm Games Workshop)

Balrog

Fasziniert von der „Herr der Ringe" Filmtrilogie, wurde ich zwangsläufig irgendwann auf die 28mm Figuren (entspricht ca. Maßstab 1:64) von Games Workshop aufmerksam. Diese Figuren, die eigentlich für den Tabletop-Spieler gedacht sind, sprachen auch mich als Modellbauer und Figurenfreund aufgrund ihrer trotz der putzigen Größe hervorragenden Detaillierung und Nähe zu den filmischen Vorbildern an.

Auf Anregung meiner besseren Hälfte sollte ich mir für den ersten Versuch den Balrog, den „Dämon aus der alten Welt" vornehmen. Die epische Szene am Schluss des ersten Filmteils in lebhafter Erinnerung, als sich Gandalf in den Minen von Moria dem Scheusal in den Weg stellt, war schnell die Idee geboren, dies im Modell umzusetzen.

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Ein passender Titel war auch schnell gefunden, der verächtliche Ausruf „Back to the Shadows!" (zu deutsch „Zurück zu den Schatten!"), den Gandalf dem Balrog in der englischen Originalfassung entgegen wirft, schien mir ganz passend.

Allen Unkenrufen zum Trotz, dass der Balrog mit zu den anspruchsvollsten Figuren aus der Herr der Ringe Figurenserie gehöre und dass er eine denkbar schlechte Wahl für den Anfang sei, legte ich los.

Die sehr beeindruckende Figur des Balrog ist komplett aus Kunststoff, leider kann die Passgenauigkeit mit der hervorragenden Detaillierung nicht so wirklich mithalten, es ist viel Anpassungsarbeit und Spachtelei notwendig, was sehr behutsam geschehen sollte, um die schönen Details nicht zu beschädigen.

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Die Gandalf Figur ist komplett aus Zinn, für die Größe (ca. 3 cm hoch) sehr schön detailliert und bedarf nicht viel Nacharbeit.

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Bemalt wurden die beiden mit Acrylfarben von Vallejo und Revell Aqua, Künstlerölfarben und Acrylic Inks von Andrea Color (letzteres leistete bei der Darstellung des Flammenkamms, der Glut und der Feuerpeitsche beim Balrog gute Dienste).

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Die Base ist kompletter Eigenbau aus Modur (eine Art Hartschaum aus dem Modellbahnbereich, nicht ganz billig, aber sehr angenehm zu bearbeiten und sehr leicht) und Chinchilla-Sand (ein sehr feiner Sand aus dem Zoofachhandel, viel feiner als Vogelsand und daher prädestiniert für kleine Maßstäbe), hinter dem Durchgang befindet sich eine Flammendarstellung, die ich mir in passender Größe von einem Posterdienst habe drucken lassen, abgerundet wird das Ganze durch einen passenden Sockel.

Mit einem leichten Stupser vor dem Fotografieren in Bewegung gesetzt und dem richtigen Lichteinfall, hat die Feuerpeitsche auf Bildern einen ganz netten Effekt:

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Kleine Details, die von den Zwergen in den Minen von Moria übrig blieben, wie ein Schild und Totenschädel in entsprechender Größe aus Zinn, bieten auch was für den berühmten „zweiten Blick".

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Die durch kleine Schlitze in der Oberfläche der Flügel scheinende Glut war der mit Abstand zeitaufwändigste Teil bei der Bemalung, aber ich denke, es hat sich gelohnt.

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Sonst eher 54mm Figuren oder größer gewohnt, war so ein kleines Kerlchen wie die Gandalf Figur eine ziemliche Umgewöhnung, aber mit entsprechender Sorgfalt war auch diese Herausforderung zu meistern.

Durch den „flammenden" Hintergrund im Durchgang wirkt dieses Paradebeispiel für das klassische filmische Duell „Gut gegen Böse" in der richtigen Dramatik.

Die Bau- und Bemalzeit betrug ca. ein ¾ Jahr und abschließend kann ich sagen, der Einstieg in das Thema „Herr der Ringe" hat so viel Spaß gemacht, dass mit Sicherheit weitere Figurenprojekte zu diesem Thema folgen werden.

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Philipp Kiss

Publiziert am 29. Juni 2010

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