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Curtiss P-40E Kittyhawk

von Stefan Zimmermann (1:72 Airfix)

Curtiss P-40E Kittyhawk

Meiner neuen Leidenschaft, Uraltbauformen zu bearbeiten, habe ich wieder einmal Rechnung getragen und stelle euch heute meine P-40E "Kittyhawk" in 1:72 aus dem Hause Airfix vor. Mein Modell stellt eine Maschine der 112. Squadron dar, wie sie 1942 in Nordafrika ihren Dienst in der RAF geleistet hat.

Ja, auch dieser in die Jahre gekommene Bausatz lässt das Bastlerherz beim Bau erzittern. Auswerfmarken, keine gute Passform und bis auf eine Pilotenfigur gibt es keine Cockpitdetails. Die Krönung war aber die Kanzel, deren Einzelteile gar nicht zusammenpassen wollten. Hier flossen Schweiß und Flüssigspachtel in Strömen. Da fragt man sich, warum baut man überhaupt so einen Oldtimer, wo es doch weitaus bessere, neuere Bausätze anderer Hersteller gibt? Ganz einfach, mein recht gut gefülltes Lager an Modelkits beherbegt eine nicht unerhebliche Anzahl solcher Raritäten. Und da ich niemand bin, der gerne etwas ungenutzt wegwirft, habe ich mir gesagt, als Übungsobjekte reichen diese "Gurken" allemal noch.

Außerdem möchte ich zeigen, dass man auch aus diesen eher schlichten Bausätzen ganz passable Modelle zaubern kann, was sicherlich Modellbaukollegen mit sehr schmalem Budget interessieren könnte, da diese Kits recht günstig sind.

Mit dem Ergebnis bin ich jetzt gar nicht so unzufrieden, und so möchte ich euch meine P-40 gerne präsentieren.

Curtiss P-40E Kittyhawk

Lackiert wurde in der Hauptsache mit der Airbrush; für kleinere Arbeiten wie das Fahrwerk, den Propeller u.a. kam der Pinsel zum Einsatz. Verwendet habe ich Farben aus dem HauseVallejo (Model Air) und die Aquas von Revell.

Das Tarnmuster habe ich freihändig gebrusht. Dazu verwendete ich die "Evolution Silverline" von Harder & Steenbeck mit einer 0,15mm Düse bei ca. 1 Bar Arbeitsdruck.

Curtiss P-40E Kittyhawk

Mit einem Silberbuntstift habe ich alle Nietenreihen nachgezogen und einige Kanten betont, um an diesen Stellen Abnutzungserscheinungen zu erzeugen.

Nach einer Schicht Emsal Glänzer ging es nun an die Decals, die sich nur sehr schwer verarbeiten ließen. Das fing schon damit an, dass sie sich partout nicht von ihrem Trägerpapier lösen wollten. Außerdem scheinen sie auf Decalweichmacher nicht gut zu reagieren, denn die Buchstaben der seitlichen Kennzeichnungen haben sich verzogen und sind schrumpelig geworden!

Curtiss P-40E Kittyhawk

Die Mündungen der MGs habe ich aufgebohrt. An den Kanten der Propellerblätter kam wieder der Silberbuntstift für die Lackabplatzer zum Einsatz. Aus stark verdünntem Braun und einer folgenden Lage mit stark verdünntem Schwarz habe ich eine Abgasfahne aufgebrusht. Der Antennendraht besteht aus gezogenem Gussast.

Die Schmauchspuren an den MGs und den Tragflächen sind mir ein wenig zu kräftig geraten.Verschmutzungen am Fahrwerk und der Flugzeugunterseite habe ich, wie immer, mit Hilfe von Schminkresten aus dem reichhaltigen Schönheitsfundus meiner Frau erstellt. Dann wurde das Modell mit einer sehr starken Verdünnung aus Sandgelb eingenebelt, um einen Used Look zu erzeugen.

Curtiss P-40E Kittyhawk

Für das Fotoshooting habe ich die P-40 in eine schon vorhandene Wüstenszenerie gesetzt. Ja, die "Geröllsteine" (das ist übrigens Anis) sind da wohl eher fehl am Platze, ließen sich aber ohne Löcher zu hinterlassen nicht einfach entfernen.

Aber da ich noch einen anderen "afrikanischen" Warbird habe, werde ich in naher Zukunft ein anderes, kleines Wüstendiorama bauen, in dem auch die P-40 ein Plätzchen einnehmen wird. Außerdem habe ich bei der "Inventur" meiner Lagerbestände noch eine Bofors-Flak und weitere Accessoires entdeckt, die für so eine Wüstenszene ideal sind.

Ich hoffe, mein "Kittyhawk-Oldtimer" gefällt euch ein wenig und sorgt vielleicht bei einigen Modellbaukollegen dafür, dass der eine oder andere Uraltbausatz doch noch seinen Weg auf den Basteltisch findet!

Weitere Bilder

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Curtiss P-40E Kittyhawk

 

Stefan Zimmermann,
www.zimmosflugwelten.de

Publiziert am 07. Juli 2010

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