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North American P-51D Mustang

von Stefan Zimmermann (1:48 Monogram)

North American P-51D Mustang

Heute möchte ich euch mein "Improvisorium" der P-51D Mustang vorstellen. Warum "Improvisorium"? Nun, ursprünglich wollte ich eine ganz andere Mustang bauen, nur haben einige Umstände diese Vorhaben verhindert.

Über die Mustang, denke ich, muss ich jetzt nicht viel schreiben, da sie wohl zu den bekanntesten Jägern ihrer Zeit zählt. Mein Modell stellt die "Old Crow" dar, wie sie von Major Clarence E. "Bud" Anderson Mitte 1944 geflogen wurde. Die "Old Crow" existiert auch heute noch in flugfähigem Zustand und ist gern gesehener Gast auf vielen Airshows.

Zurück zu meinem Modell. Wie schon erwähnt, wollte ich eigentlich eine andere Mustang bauen, und zwar die "Miss Detroit", eine Mustang in silberner "Tarnung". Der Bausatz von Monogram tat sich durch schlechte Passgenauigkeit und Auswerfermarken hervor. Es waren Teile dabei, die richtig verzogen waren. Aber die Krönung waren die Decals, die so dick aber spröde waren, dass ich sie wegwerfen musste. Schon war ich kurz davor, den gesamten Bausatz in die Tonne zu klopfen, als mein guter Freund Georgios Efthymiadis den Vorschlag machte, die bereits lackierte Mustang umzubauen. Einen Versuch war es wert, wegwerfen könnte ich sie ja immer noch. Außerdem hatte Georgios noch Decals für die 48er "Old Crow" von Tamiya übrig, ebenso Decals von einer 32er Corsair. Da könnte man ja was mit anfangen. Gesagt, getan!

Zu erst schliff ich die oberste Silberlackschicht mittels einer weichen Bürste, im Dremel eingespannt, ab, was auch sehr gut klappte. Die darunter liegende Schicht Metalizer wurde dann vorsichtig mit 800er Schleifpapier aufgeraut. Auch das klappte, ohne größere Schäden an der Modelloberfläche zu verursachen.

North American P-51D Mustang

Einzig die Nase war etwas problematisch, da ich diese per Pinsel in Gelb lackiert hatte und dementsprechend eine etwas stärkere Dicke hatte, welche sich nicht so einfach ins Nirwana schleifen ließ. Bei genauem Hinsehen kann man in diesem Abschnitt des Modells erkennen, dass unter der jetzigen Tarnung mal etwas anderes gewesen ist.

North American P-51D Mustang

Als Farben kamen die Model Airs von Vallejo zum Einsatz. Für die Unterseite Barley Grey, für die Oberseite Camouflage Green. Ebenso Farben von Gunze und Revell. Die weißen Streifen auf den Tragflächen sind gebrusht, auf den Höhenleitwerken sind es Decals.

Ein kleines Highlight ist der offen darzustellende Waffenschacht, welchen ich auch in geöffnetem Zustand zeigen wollte, um dem Modell etwas mehr Dynamik zu geben. Zu den Decals: neben den "Old Crow-Decals" verwendete ich zwei Nationalitätskennzeichen aus dem 32er-Corsair-Set für die Traglächenober- und unterseiten.

Die Sterne an den Seiten der Maschine stammen aus dem 72er-Bausatz der P-47 Thunderbolt von Revell, die ich zur Zeit in der französischen Version baue. So hatte ich die US-Abzeichen auch übrig. Wenn man auch hier genau hinsieht, kann man erkennen, dass das Blau der Sterne auf den Tragflächen etwas dunkler ist, als auf den seitlichen Kennzeichen. Vor Anbringen der Nassschiebebildchen bekam die Mustang eine Schicht Emsal Glänzer verpasst.

North American P-51D Mustang

Lackabplatzer erzeugte ich per Trockenmalen und einem Silberbuntstift für die Kanten. Die Abgasfahnen an den Seiten habe ich mit einem stark verdünnten Braun und einem ebenso verdünnten Schwarz aufgebrusht. Um den "used look" zu verstärken, wurde das Modell von mir mit einem sehr stark verdünnten Sandgelb eingenebelt. Versiegelt wurde das Ganze dann mit klarem Mattlack. Als Grundlage für das Display kam einfach ein "Vesperbrettle" (wie man im Schwäbischen so sagt) zum Einsatz. Die Grasoberfläche stammt aus dem Zubehörhandel für Modellbahnanlagen.

Die Figuren sind aus einem USAF-Set von ICM. Sie wurden mit Gunze- und Revellfarben bemalt. Zwar habe ich sie abschließend mit Mattlack versiegelt, aber leider glänzen sie immer noch ein wenig.

North American P-51D Mustang

Mit diesem "Improvisorium" bin ich auf alle Fälle ganz zufrieden, und es zeigt, dass man aus verunglückten Bauprojekten durchaus noch etwas rausholen kann. Allerdings habe ich mir gleich noch eine weitere 48er-Mustang besorgt, dieses Mal allerdings von Tamiya. So kann ich doch noch meinen "Cadillac des Himmels" bauen. ;-) Ich hoffe jedoch, dass euch meine "Old Crow" trotz der Goofs ein wenig gefällt?!

Weitere Bilder

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Stefan Zimmermann,
www.zimmosflugwelten.de

Publiziert am 13. August 2010

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